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Hornblower Tagestipp: DAB Bank

Tagestipp: DAB Bank (DRN NM, WKN: 507230): Der nach Kundenvermögen größte Online Broker Europas musste auch im zweiten Quartal einen deutlichen Verlust hinnehmen. Mit einem im Vergleich zur Vorperiode leicht höheren Fehlbetrag von 25 Mio. Euro hat sich der Verlust per Ende Juni auf knapp 49 Mio. Euro ausgeweitet. Bei der für einen Online Broker aussagefähige-ren Kennzahl – Gewinn vor Steuern, Marketing-Aufwendungen und Goodwill-Abschreibung fiel der Gewinnrückgang jedoch deutlicher aus. Gegenüber dem Vorquartal erhöhte sich der Verlust von 8,8 Mio. auf 18,3 Mio. Euro. Im Kontrast dazu hat die Bank die schlankeste Kostenstruktur. Dies wird vor allem bei den Marketingaufwendungen pro Kunde sichtbar. Mit etwa 340 Euro pro Kunde liegt DAB deutlich unter denen von Consors und Comdirect, die zwischen 1000 und 1500 Euro pro Kunde (per Ende Q2) liegen. Ähnlich wie im Q1 konnte die DAB Bank das größte Kundenwachstum verzeichnen. Während sich bei Consors (+9.000) und Comdirect (+13.000) die Kundenakquise in der Vergleichsperiode deutlich verlangsamte, konnte der Münchener Broker 37.000 Neukunden akquirieren. Die vorteilhafte Position der Gesellschaft wird vor allem bei dem verwalteten Vermögen (Depot- und Kundeneinlagen) deutlich. Dabei stimmt uns weniger das Gesamtvermögen in Höhe von 12,9 Mrd. Euro positiv, sondern vielmehr der Anteil der in Fonds investierten Gelder. Mit 5,2 Mrd. Euro, von denen 1,8 Mrd. aus den B-t-C und 3,4 Mrd. Euro aus dem B-2-B-Bereich stammen, stellt die DAB die deutschen Konkurrenten eindeutig in den Schatten. Vor allem das B2B-Segment wird zunehmend an Bedeutung gewinnen. Eine besondere Rolle kommt dabei den Finanzintermediären zu. Studien zu-folge wir die unabhängige Vermögensverwaltung- und beratung in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen.

Nach unserer Einschätzung dürfte die DAB Bank hierdurch unter allen deutschen Discount Brokern am deutlichsten von diesem strukturellen Wandel profitieren. Nach unserer Ansicht gehört die DAB Bank zu den Kerninvestments im europäischen Online-Brokeragesektor. Wie kaum ein anderes Unternehmen ist es dem Management gelungen, nicht nur langfristige Perspektiven aufzu-zeigen, sondern diese den Investoren entsprechend zu kommunizieren. Obwohl die gegenwärtige Marktverfassung gegen ein In-vestment spricht, sind wir der Meinung, dass der Broker stärker als vergleichbare Wettbewerber aus dem Abschwung hervorgehen wird. Somit raten wir weiterhin zum langfristigen akkumulieren. Akkumulieren


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WebReporter: finance-online.de
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Bank
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