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BMW gibt Gas

Die Aktionäre sind nach der Hauptversammlung mit dem neuen Kurs hoch zufrieden. Befreit von der Rover-Last will der BMW-Konzern der Konkurrenz trotz der weltweiten Marktflaute davonfahren. 'Die BMW-Gruppe wächst bisher weitgehend unabhängig von der Branchenkonjunktur', sagte der Vorstandsvorsitzende Joachim Milberg bei der Hauptversammlung am Dienstag in München.

In den ersten vier Monaten sei der weltweite Absatz um gut 10% auf 297.000 verkaufte Autos gestiegen. In Deutschland wuchsen die Auslieferungen um knapp 5%. Aktionärsvertreter lobten das Management für die gelungene Neuausrichtung des Konzerns nach der Trennung von der verlustreichen Rover-Gruppe. 'Inzwischen hat sich gezeigt, dass die im vergangenen Jahr vorgenommene Kursbestimmung richtig ist', sagte auch Milberg. Er kündigte weitere Verkäufe in Großbritannien an. Die Verhandlungen über den Verkauf des Zulieferbetriebes Powertrain in Longbridge stünden kurz vor dem Abschluss. Auch von dem BMW-Presswerk in Swindon mit rund 2.500 Mitarbeitern wollen sich die Münchner trennen.

Insgesamt habe die Rover-Beteiligung BMW rund 4,1 Milliarden Euro gekostet. Nunmehr sei ein finanzieller Schlussstrich unter das Rover-Engagement gezogen. Im vergangenen Jahr fuhr BMW nach Milliardenverlusten 1999 wieder einen Jahresüberschuss von 1,03 Milliarden Euro ein. An diesem Erfolg sollen die Aktionäre mit einer um 15 Prozent erhöhten Dividende von 0,46 Euro je Stammaktie beteiligt werden. Der Umsatz stieg um 2,8 Prozent auf 35,4 Milliarden Euro.


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