30.04.01 08:27 Uhr
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EM-TV: verspätete Bilanz 2000

Thomas Haffa EM.TV, legt mit einem Monat Verspätung seine Bilanz für das Jahr 2000 vor. Viele rechnen mit enormen Verlusten, möglicherweise in Milliardenhöhe. Am Montag beabsichtigt Haffa auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz, nach dem die Kirch Gruppe bei dem krisengeschüttelten Medienkonzern eingestiegen ist, auch über die strategische Neuausrichtung berichten und einen Ausblick auf das laufende Jahr geben.

Normalerweise müssen Unternehmen des Neuen Marktes die Bilanz bis spätestens Ende März vorlegen. EM.TV beantragte eine Fristverlängerung um einen Monat und schöpfte diese auch voll aus. Seinen Rücktritt wird der viel kritisierte Konzernchef Haffa nach Informationen der 'Welt am Sonntag' bei der Pressekonferenz nicht verkünden. Er sei in den vergangenen Monaten 'durch den Sturm gesegelt', sagte er der Zeitung, dabei habe er manchmal an Rücktritt gedacht, inzwischen sei dies aber kein Thema mehr. Die EM.TV & Merchandising AG musste im vergangenen Jahr ihre Umsatz- und Ertragsziele mehrfach drastisch nach unten korrigieren. Haffa geriet zudem ins Kreuzfeuer der Kritik, weil er entgegen Börsenregeln Anfang 2000 eigene Aktien verkauft habe, weshalb die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufnahm.

Ende des Jahres übernahm die Kirch Gruppe 25 Prozent der Stimmrechte und beteiligte sich an der Formel 1-Vermarktung. Dafür erhielt EM.TV eine Finanzspritze in Milliardenhöhe. In den nächsten Monaten stehen bei EM.TV wichtige Entscheidungen an, denn aus kartellrechtlichen Gründen muss der Konzern nach dem Einstieg der Kirch Gruppe seine Beteiligung an der Tele München Gruppe verkaufen. Ferner möchte sich der Konzern eventuell von der mit Defizit arbeitenden Jim Henson Company trennen.


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WebReporter: finance-online.de
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: TV, EM, Bilanz
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