26.04.01 09:07 Uhr
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Hornblower: Update Griechische Banken

Update Griechische Banken: Der Indexanbieter Morgan Stanley Capital International (MSCI) wird am 19. Mai eine neue vorläufige Liste der voraussichtlichen Zusammensetzung seiner Aktienindizes nach der Umstellung der Gewichtung auf den Streubesitz veröffentlichen. Der MSCI-Index gilt unter internationalen Fondsmanagern als die Benchmark schlechthin. In den Sub-Index Emerging Markets wird dann erstmals Griechenland aufgenommen. Zu den 24 griechischen Unternehmen die voraussichtlich in den Index aufge-nommen werden, werden auch National Bank of Greece SA (NBG Group, ETE GA,) Alpha Bank (ALPHA GA), Commercial Bank of Greece (TEMP GA) und Bank of Piraeus SA gehören. Nach unserer Ansicht werden vor allem die NBG Group und die Commercial Bank of Greece angesichts der aussichtsreichen Aufstellung von einer Aufnahme in den Index profitieren. Der wachstumsstarke Heimat-markt sollte den Instituten in den kommenden Jahren ein durchschnittliches Gewinnwachstum von rund 20% bescheren, wobei die größten Steigerungen im Jahr 2001 anfallen dürften. Als Top-Favoriten haben wir das Indexschwergewicht NBG Group auserkoren. Die Universalbank hält in den Segmenten Commercial Banking, Investmentbanking, Versicherungen sowie bei Kreditkarten und Hypothekenkrediten die Spitzenstellung auf dem Heimatmarkt. Bei Kundeneinlagen, Vermögen und Krediten konnte die Bank per Ende 2000 ihre Marktantei-le teilweise kräftig ausbauen. Zudem hat sich die Kreditqualität des Instituts in letzter Zeit deutlich verbessert, so dass z.B. S&P und Moo-dys die Verbindlichkeiten auf A+ bzw. A1 angehoben haben. Die erzielten Effizienzsteigerungen haben sich zudem positiv auf die Ge-schäftszahlen ausgewirkt. Nicht zuletzt deswegen konnte der Nachsteuer-ROE in den vergangenen beiden Jahren bei 27% stabilisiert werden. Neben der NBG Group halten wir noch die Commercial Bank of Greece (CBG) für gut positioniert. Die nach der Marktkapitalisierung viertgrößte Bank hat das zweitgrößte Zweigstellennetz in Griechenland. Während die NBG beim Reingewinn einen Rückgang hinnehmen musste, konnte die CBG im Jahr 2000 den Nettogewinn (net operating profit) um knapp 28% steigern. Besonders im Zinsge-schäft konnte das Institut kräftig zulegen. An der vor allem in der Balkanregion stark vertretenen Bank ist seit 2000 die Credit Agricole mit 6,7% beteiligt. Um allerdings größere Aufmerksamkeit unter den Investoren zu entfachen, müssen die griechische Institute ihre Effizienz noch spürbar steigern. Ungeachtet dessen empfehlen wir beide Aktien zum Kauf.


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WebReporter: finance-online.de
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Update
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