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Motorola - Verlust größer als erwartet

Der Elektrotechnikkonzern Motorola hat heute zum erstenmal in 15 Jahren einen Verlust bekannt geben müssen. Das Unternehmen hat im abgelaufenen Quartal 206 Mio. Dollar Verlust bei einem Umsatz von 7,8 Mrd. Dollar (-11,5 %) gemacht, was 9 Cents je Aktie entspricht. Im Vorjahr hatte Motorola noch einen Gewinn von 21 Cents je Aktie verbuchen können. Analysten hatten lediglich mit einem Verlust von 7 Cents je Aktie gerechnet. Die Flüsterschätzungen sprachen sogar von nur 6 Cents Verlust.

Was schwerwiegender auf die Kurse der meisten Aktientitel wiegen dürfte, war die mehrfache Erwähnung des R-Wortes „Rezession“. CEO Christopher Galvin erklärte, dass der High-Tech Sektor sich bereits in einer Rezession befinde. Analysten hatten bei den Zahlen von Motorola zumindest stellenweise eine gewisse Stärke in den Kernsegmenten Halbleiter und Handys vermutet, die es so nicht gab. Der Kommunikationsbereich beispielsweise musste einen Verlust von 402 Mio. Dollar bei einem um 29 Prozent auf 2,3 Mrd. Dollar gesunkenen Absatz verkraften.

Die Unternehmenssprecher sprachen von einer weltweiten Nachfrageflaute. Besonders stark fiel Motorolas Telekom-Geschäft in Europa zurück, eine Region, welche in der jüngsten Vergangenheit noch eine gewisse Stärke aufwies. Im Halbleiterbereich stieg der Absatz in Japan, und fiel besonders stark in Europa. Im nachbörslichen Handel fiel der Aktienkurs von Motorola, der während der regulären Börsensitzung die Rallye bei Halbleiter- und Telekomtechnologiewerten vorangetrieben hatte, um einen Dollar auf 12 Dollar. Die beiden Segmente gaben nachbörslich etwas von ihren Tagesgewinnen ab. Sollten aber die heutigen Quartalszahlen von Yahoo ähnlich wenig positives beinhalten, dürfte die Nasdaq-Rallye nur von kurzer Dauer gewesen sein.


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WebReporter: finance-online.de
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Motor, Verlust, Motorola
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