29.03.01 10:39 Uhr
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Hornblower Fischer Tagestip: Consors halten

„Betting on the markets“ Der nach der Kundenzahl zweitgrößte europäische DiscountBroker hat am gestrigen Mittwoch einen enttäuschenden Bericht für das erste Quartal vorgelegt.

Die hohe Marktsensitivität des Brokers drückt sich zunehmend im verlangsamtem Kundenwachstum aus. Nach einem schwachen Wachstum im Q4, hat sich in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres – hier konnte ein Netto-Kundenwachstum von 12.700 erreicht werden – die Kundenakquise weiter verschlechtert. Negativ stimmt uns auch, dass die Zahl der Transaktionen (-20% gg, Q4) sowie das Depot- und Einlagevolumen in der ersten Periode (-13% auf 8,1 Mrd. Euro) spürbar zurückgegangen ist. In den ersten drei Quartalen lag das Volumen noch bei jeweils 11 Mrd. Euro. Angesichts des schwachen operativen Starts und der Unsicherheit über die weitere Entwicklungan den Aktienmärkten will Consors nunmehr ein Effizienzsteigerungsprogramm auflegen, das vorwiegend darauf abzielt, die Kosten zu senken.

Für ein Unternehmen, das nur an Boomphasen gewöhnt ist, drängt sich die Frage auf, ob das neue „Fit for Future“-Programm die erhoffte Wirkung erzielt. Unbestritten ist, dass sich Consors im vergangenen Jahr mit dem für April geplanten Einstieg ins Investmentbanking, einen hohen Kostenblock aufgebaut hat. Das vom Nürnberger Unternehmen angepeilte Kostensenkungsprogrammin Höhe von rund 30 Mio. Euro (15% des Budgets) ist ambitioniert, zumal die Aufwendungen für die IT-Infrastruktur und die fortschreitende Internationalisierung auch im laufenden Jahr weiter anfallen werden. Wie haben bereits in unserer letzten Analyse darauf hingewiesen, dass wir dem Einstieg ins kompetitive europäische Investmentbanking wenig abgewinnen können. Ungeachtetdessen beabsichtigt Consors sich strategisch neu aufzustellen. Den Schritt, sich künftig an der sich abzeichnenden zweiten Welle der Internetuser zu orientieren, bewerten wir als positiv. Während die erste Welle der Online Banking-User transaktionsgetrieben war, soll sich laut dem CEO Karl Matthäus Schmidt die zweite Welle der Online-Investoren eher produkt- und beratungsorientiert verhalten.


WebReporter: finance-online.de
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Fisch, Fischer
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