27.03.01 09:48 Uhr
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Hornblower Tagestipp Online-Broker

Tagestipp US-Broker-Update: Die jüngsten Ergebnisse der vier großen US-Broker sind trotz schwieriger Bedingungen an den internationalen Kapitalmärkten leicht besser ausgefallen, als die Konsensusschätzungen dies erwarten ließen. Rückläufige In-vestmentbankinggewinne konnten, abgesehen von Goldman Sachs, nicht durch ein verbessertes Capital Market Geschäft aufgefangen werden. Goldman Sachs – der nach Marktkapitalisierung drittgrößte Broker – konnte, beflügelt durch ein im Q1 gebuchtes starkes M&A-Geschäft, die Rückgänge im Investmentbanking (-7% im Jahresvergleich) spürbar begrenzen. Darüber hinaus profi-tierte die „Firm“ im vergangenen Quartal von einem florierenden Handelsgeschäft, hierzu leisteten die im letzten Jahr übernommenen und erstmals konsolidierten Spear. Leeds & Kellog einen nicht unerheblichen Beitrag. So konnten im Advisory-, Asset Management als auch im Handelsgeschäft Rekorderträge erzielt werden. Allerdings sind stärkere Rückgänge im Investmentban-king im laufenden Jahr vorgezeichnet. Hierauf deutet auch das Statement des CEO’s Hank Paulson hin, wonach sich das wirt-schaftliche Umfeld und die Marktaktivitäten in den USA beträchtlich verschlechtert hat. Dagegen sind beim größten US-Broker, Morgan Stanley Dean Witter (Halten), die Gewinne im Q1 stärker zurückgegangen. Wegen rückläufiger Erträge aus dem Broke-rage-, Handels- und Emissionsgeschäft fiel der Reingewinn gegenüber dem Vorjahr um 30% sowie gg. der Vorperiode um 11%. Die EK-Rendite ging folgerichtig auf 23% (VJ: 36%) zurück. Einen um gegen dem Vorjahr 29% rückgängigen Reingewinn ver-zeichnete auch Lehman Brothers. Bei Bear Stearns (Halten) brach der Gewinn gg. dem Vorjahr sogar um 59% ein.Ausblickend sind wir allerdings der Meinung, dass sich das deutlich verschlechternde Konjunkturumfeld in den USA noch nicht hinreichend in den Aktienkursen der Broker reflektiert hat. Das kollabierende IPO- und das stark rückläufige M&A-Geschäft dürften die Gewinne im Investmentbanking zumindest in den nächsten beiden Quartalen merklich unter Druck bringen, so dass die derzeitigen Gewinnschätzungen der Broker zu optimistisch sein dürften. Die größte Herausforderung liegt zweifelsfrei darin, die Kosten dem rückgängigen Geschäft entsprechend anzupassen. Das gestiegene Kostenniveau hat sich bereits zwangsläufig im Cost/Income-Ratio niedergeschlagen, so dass die Kennziffer im Durchschnitt auf 72,4% angestiegen ist.

Angesichts der hohen Fixkosten und der Gefahr gute Investmentbanker zu verlieren, sehen wir hier nur aber geringen Entfaltungsspielraum seitens der Banken.

Obwohl sich aus fundamentalen Gründen keine Investments aufdrängen, befinden sich Goldman Sachs und Lehman in charttechnisch interessanten Formation, so dass sich bei beiden Titeln Tradingchancen ergeben könnten. Akkumulieren


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WebReporter: finance-online.de
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Online
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