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Negativer Lehman-Kommentar über Ebay drückt Kurs

Die Aktien von eBay, dem weltweit führenden Internetauktionshaus, geraten heute in einem schwierigen Marktumfeld im zweistelligen Bereich unter Druck. Lehman Brothers Analystin Holly Becker wirft in einer neuen Studie ein negatives Licht auf das Unternehmen. In einem Bericht betitelt mit „das Gute, das Schlechte und das Hässliche“ prognostiziert sie, dass die Aktie nur dann besser als der Markt performen dürfte, falls die Gewinne im laufenden Jahr erheblich über den bisherigen Schätzungen liegen.

Angesichts von Problemen, im Kernbereich schnell genug zu wachsen, einer daraus resultierenden Notwendigkeit, über Akquisitionen zu wachsen, und verschiedener mit dem Management zusammenhängender Risiken, sei dies unwahrscheinlich. Und da eBay nicht länger ein Übernahmekandidat sei, sollten Anleger sich von diesem Wert fernhalten.

Holly Becker hat letztes Jahr von sich Reden gemacht, als sie als eine der ersten Analysten bei der Aktie von Amazon das Handtuch warf. Für eBay war sie vergleichweise optimistisch und hat auch keine wirklich hässliche Seite des Unternehmens entdeckt. Das Kerngeschäft bei eBay sei interessant, allerdings will eBay in 2005 3 Mrd. Dollar umsetzen, wovon nur ein Sechstel aus Auktionsgebühren stammen sollen. Diese Expansion oder Ausweitung des Geschäftsfeldes werde von der Analystin allerdings kritisch. eBay galt bisher als eines von wenigen Internetunternehmen mit einem gewinnträchtigen Geschäftsmodell, das nicht von der aktuell angeschlagenen Werbewirtschaft abhängig ist. Deshalb konnte sich die Aktie im Vergleich zu anderen Internetunternehmen gut schlagen.


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WebReporter: finance-online.de
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: eBay, Kurs, Kommentar, Negativ
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