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Psychiatrie im Strafvollzug - jedes dritte Gutachten war fehlerhaft

Die Strafvollzugsanstalt in Neuruppin war durch die Flucht von Schmökel im letzten Jahr ins Gerede gekommen. Ein psychologisches Gutachten hatte ihm die Eignung zum Freigang bescheinigt - er entkam aber seinen 3 Bewachern und tötete einen Rentner.

Das Sozialministerium von Brandenburg untersuchte jetzt die Vorgänge genauer und stellte dabei fest, daß 22 von 56 psychologischen Gutachten über die Inhaftierten fehlerhaft sind. Eine endgültige Bewertung will das Ministerium im März vorlegen.

Als Ursache gilt der Mangel an gut ausgebildeten Psychologen. Die Berufsverbände kennen offiziell keine Zusatzqualifikation für Rechtspsychologen, nur Berlin und NRW bilden darin aus. Die Trefferquote der Fachleute liegt nur bei 70 bis 90 %.


WebReporter: Lindwurm
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Psychiatrie, Gutachten
Quelle: www.welt.de

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