02.02.01 09:02 Uhr
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Hornblower Tagestipp Deutsche Bank

Die Deutsche Bank konnte im vergangen Jahr den Nettogewinn um 102% auf 4,949 Mrd. Euro und den operativen Gewinn um 75% auf 6,7 Mrd. Euro steigern. Beflügelt wurde der Vorsteuergewinn vom Investmentbanking, das knapp 60% zum Ergebnis beisteuerte. Während das 2000er-Ergebnis leicht über unseren Erwartungen lag, verlief das letzte Quartal enttäuschend. Angesichts stark angestiegener Kosten und unter Ausrechnung von Kapitalgewinnen blieb im Q4 nur ein marginaler Vorsteuergewinn übrig. Dabei hat die rückläufige BörsenEntwicklung in den letzten Monaten deutliche Schleifspuren hinterlassen. Zusätzliche IT-Projektkosten und Aufwendungen im Zusammenhang mit dem geplanten US-Listing ließen das Cost/IncomeRatio stark ansteigen. Im Gesamtjahr konnte die Aufwandsquote nur auf 73,3% zurückgefahren werden.Durch die neue Organisationsstruktur – der Bankkonzern wird in zwei Bereiche gegliedert – versucht die Deutsche Bank ihre Akzente zu verschieben und Synergien abzurufen. Während der deutsche Branchenprimus seinen Fokus im Jahr 2000 verstärkt auf das Investmentbanking ausrichtete, soll das künftige Ertragspotenzial stärker aus dem Unternehmensbereich Private Clients und Asset Management generiert werden. Der Konzern will sich durch die Umstruktuierung nicht nur breiter aufstellen, sondern offen-sichtlich die Abhängigkeit von den Investmentbanking-Erträgen verringern. Zweifelsohne sind mit dieser Neuausrichtung die Probleme im US-Advisorygeschäft nicht gelöst. Im Gegensatz zur Dresdner Bank, die diese Lücke mit dem Zukauf einer Invest-mentboutique beikommen will, heuerte die Deutsche Bank im vergangenen Quartal eine Reihe von M&A-Profis an. Vor dem Hintergrund der bestehenden Unsicherheiten an den Finanzmärkten halten wir die Strategie des Instituts, sich auf das stabilere Private- und Personal Banking stärker auszurichten, für konsequent und richtig. Obwohl das gute Ergebnis des Vorjahres im laufenden Jahr nicht zu toppen sein dürfte und der konservative Ausblick des Vorstandssprechers auf dem ersten Blick nicht allzu verheißungsvoll erscheint, sollten Investoren die gegenwärtige Kursschwäche zum Aufbau von Positionen nutzen. Akkumulieren


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WebReporter: finance-online.de
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutsch, Bank, Deutsche Bank
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