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Selbstmord nur ein Gendefekt? Wissenschaftler sagen nein

An der Universität München hat man jetzt nach Untersuchung von 290 Menschen einen Zusammenhang zwischen Selbstmorden und einem DNA-Abschnitt gefunden. Durch Familien- und Zwillingsstudien war schon vorher eine "genetische Komponente" vermutet worden.

Der untersuchte DNA-Bereich ist für ein Protein zuständig, das den Serotonin-Haushalt mitsteuert. Ist dieser Abschnitt besonders kurz, ist die Gefahr eines Selbstmordes bis zu drei mal so hoch wie bei einer normalen Größe.

Serotonin beruhigt eher die Nerven, aber der Wirkungszusammenhang des Stoffwechsels mit der Selbstmord-Neigung ist noch nicht klar.

Die Wissenschaftler glauben nicht, daß es das "Suizidgen" gibt, auch andere Faktoren spielen eine wichtige Rolle.


WebReporter: Lindwurm
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaft, Selbstmord, Wissen, Wissenschaftler
Quelle: www.aerztezeitung.de

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