31.01.01 09:57 Uhr
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Zusammenfassung der gestrigen US-Quartalszahlen

Mit Spannung wurden gestern die Zahlen des Online-Shops Amazon erwartet. Dieser konnte den Verlust im vergangenen Quartal auf 25 Cents je Aktie oder 90,4 Mio. Dollar verkleinern. In der Vorjahresperiode lag das Minus noch bei 184 Mio. Dollar oder 55 Cents je Aktie. Die Analysten von FirstCall/Thomson Financial hatten angenommen, daß Amazon einen Verlust von 26 Cents je Aktie bekannt geben wird. Der Umsatz lag mit 972 Mio. Dollar über den noch vor kurzem angenommenen 960 Mio. Dollar und außerdem 44% über dem Vorjahr. Problematisch ist allerdings die geplante Streichung von 1.300 Arbeitsplätzen und der Ausblick auf das erste Quartal. Jetzt werden statt 800 Mio. Dollar Umsatz nur noch 650-700 Mio. erwartet. Das stimmte die Investoren natürlich nicht gerade positiv, was darin resultierte, daß Amazon nachbörslich um weitere 4,2% auf 18,2 Dollar abgeben mussten. Schon im regulären Handel verlor der Wert 5%.

Das amerikanische Softwareunternehmen Realnetworks konnte mit den gestern veröffentlichten Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten erreichen. Mit einem Gewinn von 2 Cents je Aktie liegt man zwar 40% unter der Vorjahresperiode,allerdings wenigstens noch im schwarzen Bereich. Erst im vergangenen Dezember hatte Realnetworks eine Gewinnwarnung herausgegeben und ausgesagt, daß die Gewinne des vierten Quartals ca. 40-50% unter denen des Vorjahres liegen werden. Die Umsätze im vierten Quartal stiegen um 34% auf 58,2 Mio. Dollar an. Wie das Management weiter bekannt gab, hat sich vor allem das Zugpferd 'RealPlayer' sehr gut entwickelt. Insgesamt würden170 Mio. Menschen das kostenlose Produkt nutzen. Die Aktie machte nachbörslich einen Teildes Verlustes aus der regulären Handelssitzung wieder wett und beschloss den Tag bei 10,8 Dollar.

Peoplesoft, neben Oracle einer der größten Konkurrenten von SAP,konnte im vergangenen Quartal Rekordzahlen erreichen. Der Umsatz lag bei 498 Mio. Dollar und damit höher als je zuvor in der bisherigen Firmengeschichte. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das außerdem einem Anstieg von 34%. Ein Großteil der Erlöse (165 Mio.Dollar) kam dabei von PeopleSoft 8, der eBusiness Application-Software des Unternehmens.Der Gewinn stieg mit 273% sogar noch deutlich stärker an als der Umsatz. Unter dem Strich verdiente Peoplesoft 41 Mio. Dollar oder 13 Cents je Aktie. Die Analysten von First Callwaren im Vorfeld von nur 0,09 Dollar je Aktie ausgegangen. Nachbörslich legte die Aktie6% zu.


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WebReporter: finance-online.de
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: USA, Quartal, Quartalszahl
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