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Amazon und Apple haben ab sofort Zugriff auf das Bankkonto der Kunden

Am 13.1.2018 ist eine neue Regelung der EU in Kraft getreten, mit welcher der Wettbewerb bei Banken erhöht werden soll. Durch diese Richtlinie wird vorgeschrieben, dass Banken ihre Infrastruktur für Finanztechnologieunternehmen sowie für andere Dienstleister öffnen müssen.

Das heißt, dass auch Internetkonzerne wie Amazon Zugriff auf die privaten Bankkontodaten der Kunden erhalten. Sie können dann zum Beispiel sehen, wie viel Miete ein Kunde bezahlen muss oder wie oft er Wein bestellt. Sie können grundsätzlich den Zahlungsverkehr der letzten 90 Tage verfolgen.

Amazon könnte mit dieser Regelung seine Kunden noch mehr ausspionieren und etwa beim Erwerb eines Computers gleich die entsprechende Finanzierung vorschlagen. Apple und Amazon arbeiten bereits daran, Zahlarten wie die durch Kreditkarte zu ersetzen. Jedoch erfolgt die Datenweitergabe nicht automatisch, sondern erst durch Zustimmung durch den Kunden.


WebReporter: WalterWhite
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Apple, Amazon, Zugriff, Bankkonto
Quelle: morgenpost.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.01.2018 12:50 Uhr von OO88
 
+50 | -1
 
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allerdings muss der Kunde das gestatten. Firmen, die den Zugriff haben wollen, müssen auch eine Zulassung bei der Finanzaufsicht Bafin besitzen.
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15.01.2018 13:46 Uhr von Blood_raven989
 
+38 | -0
 
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Das kommt dann irgendwann einfach in die AGB´s der Firmen, wenn du dich registrierst oder etwas kaufst, stimmst du dem automatisch zu. Ließt doch eh keiner mehr durch, was da genau drin steht. Finde das eine Frechheit von der EU und wie so rechtfertigen die so etwas mit Erhöhung des Wettbewerbs von Banken. Das ist für mich reinster Lobbyismus der diesen Mega Konzernen mehr Einblick in unsere Finanzen gibt. Ade Bankgeheimnis. Die Wissen dann genau wie viel du verdienst und für was du dein Geld ausgibst und natürlich auch wo du es ausgegeben hast. Danke dafür!

[ nachträglich editiert von Blood_raven989 ]
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15.01.2018 13:49 Uhr von derlausitzer
 
+16 | -3
 
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"allerdings muss der Kunde das gestatten. Firmen, die den Zugriff haben wollen, müssen auch eine Zulassung bei der Finanzaufsicht Bafin besitzen."

Lange wird das nicht mehr so sein. Das jetzige Prozedere ist ja nur ein erster von weiteren Schritten.
Wie war das mit dem Handy - Spionage nur mit richterlicher Verfügung? - Jetzt das meist genutzte Ermittlungsmittel der Polizei.
Wie war das mit der Einsicht in Kontodaten . Einsicht nur mit richterlicher Verfügung? - Jetzt kann jeder lumpige GV Konten einsehen.
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15.01.2018 14:30 Uhr von Steven_der_Weise
 
+17 | -4
 
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Dafür wurden die EU Deppen sicher gut geschmiert, aber dagegen werden sicherlich noch Klagen eingereicht.
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15.01.2018 15:23 Uhr von 24slash7
 
+13 | -7
 
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Einfach nichts mehr kaufen bei Amazon ....
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15.01.2018 18:56 Uhr von Salomon111
 
+2 | -1
 
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@derlausitzer
Ohne richterlichen Beschluss erhalten die Ermittlungsbehörden keine Daten eines Handys. Woher hast du Gegenteiliges?
Die Netzbetreiber hingegen speichern alles mögliche und können mit den Daten weitestgehend machen was sie wollen, solange sie nicht den Ermittlungsbehörden gegeben werden.
Der Deutsche hat nur Angst, dass der Staat an Daten kommt und klagt gegen Vorratsdatenspeicherung und ähnliches. Unternehmen die mit den Daten der Bürger Geld verdienen interessieren den Deutschen nicht. Da gibt er fleißig seine Zustimmung für alles.
Gegen solche Regelungen wie die in der News klagt erstaunlicherweise niemand.

Da halten sich die Bürgerschützer von FDP und Grünen fein zurück
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15.01.2018 19:10 Uhr von derlausitzer
 
+4 | -1
 
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@Salomon,
das hat ein leitender Polizeibeamter in einem öffentlichen Interview dargelegt (den TV Sender weiß ich nicht mehr).
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15.01.2018 19:33 Uhr von shadow#
 
+2 | -1
 
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Für Titel und die ersten Absätze gehören sich die Schmierfinken des Originalartikels wegen grober Unsachlichkeit mit dem Aluhut verprügelt.
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15.01.2018 21:56 Uhr von fpoller
 
+8 | -1
 
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Das ist natürlich gröbster Unfug, wie bereits von OO88 erwähnt muss man den Zugriff explizit gewähren, und das funktioniert so dass man als Kunde dem anfragenden Dienst die PIN und/oder TAN übergibt! Einfach so Daten abzufragen ist für Amazon und Co also auch weiterhin _nicht_ möglich.

Insgesamt dennoch eine Entwicklung die mir nicht sonderlich behagt, und sei es nur weil es zweifellos Anbieter geben wird die irgendwann andere Zahlungsmethoden streichen werden.
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15.01.2018 22:12 Uhr von HC-9
 
+5 | -1
 
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Bescheuerter Titel
Das Gesetz wurde nicht für Amazon oder Apple gemacht sondern für Finanzdienstleister a la Goldman Sachs.
Wenn Du Geld auf dem Konto hast sollen die deiner Bank Konnkurenz machen dürfen
Feines Weihnachtsgeschenk vom ehemaligem Mitarbeiter Mario Dhragi
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16.01.2018 05:08 Uhr von Steven_der_Weise
 
+1 | -2
 
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Gehören zu den Finanztechnologieunternehmen nicht auch Schufa,Creditreform etc., wenn ja ist das für die wie Weihnachten, Ostern und Sylvester am selben Tag.
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16.01.2018 06:53 Uhr von Salomon111
 
+0 | -0
 
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@derlausitzer
Meist genutztes Ermittlungsmittel kann man gelten lassen. Geht aber trotzdem nicht ohne richterlichen Beschluss. Wird er auch nicht gesagt haben.
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16.01.2018 13:09 Uhr von Thoretische-Technik
 
+1 | -0
 
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@steven der weise?

nein, schufa und co sind keine finazdienstleiser der art die das dürfen. die müßen weiterhin alles bei gericht beantragen. ausserdem muß man dieser "auskunft" zustimmen...das wird ein schuldner niemals tun ;)

[ nachträglich editiert von Thoretische-Technik ]
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16.01.2018 18:55 Uhr von Pyro2222
 
+0 | -2
 
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Wir haben unsere Konten gelöscht und wenn wir etwas kaufen dann nur noch über Gutschein
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17.01.2018 15:06 Uhr von Brit2
 
+0 | -0
 
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Wer noch? Finanzämter? Bisher konnten sie wohl nur den Kontostand abfragen, aber nicht, was man im Detail gekauft und bezahlt hat. Vermutlich dürfen die ab jetzt auch wissen, bei wem ich nen Handyvertrag hab oder wieviel Miete ich zahle und wo einkaufe.

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