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US-Regierung will Arbeitgebern erlauben, Trinkgelder einzusammeln

 

Kellnerinnen und Barmänner verdienen in den USA immens schlecht und oft ist das Trinkgeld ein wesentlicher Teil ihres Lohns.

Die US-Regierung will jedoch nun Arbeitgebern erlauben, diese Trinkgelder einsammeln zu dürfen und die völlige Kontrolle darüber zu haben.

Den Arbeitgebern stünde es demnach frei, die Trinkgelder zu behalten oder in ihre Gastronomie zu investieren.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Regierung, US, US-Regierung
Quelle: spiegel.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.12.2017 18:31 Uhr von Xaardas
 
+32 | -3
 
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Wenn es im Gegenzug einen besseren Lohnt als Verpflichtung für die Angestellten geben würde wäre das durchaus Diskutabel. Aber ich denke genau dieser Teil wird dabei ausgeblendet...
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23.12.2017 20:13 Uhr von det_var_icke_mig
 
+16 | -13
 
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Umverteilung vom Feinsten: von unten nach oben

und da die Deutschen alles nachmachen ...

mal schauen wann die Trump-Jubler mit einem ähnlichen Plan auftauchen, von Arm nach Reich, aber was erwartet man auch von bürgerlichen Parteien (also den rechtssitzenden im Parlament)
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23.12.2017 20:26 Uhr von NordHorst
 
+17 | -5
 
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@ det_var_icke_mig

"und da die Deutschen alles nachmachen"

Das ist in Deutschland schon lange gang und gäbe. Es steht dem Arbeitgeber frei, den Angestellten das Trinkgeld zu lassen. De facto sind alle eingenommenen Beträge qua Gesetz seine. Das gilt sogar für Werbepräsente außerhalb der Gastronomie und Hotellerie.
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23.12.2017 20:40 Uhr von det_var_icke_mig
 
+4 | -16
 
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23.12.2017 20:46 Uhr von olli58
 
+17 | -1
 
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... und der Service wird dann auch darunter leiden. Was soll sich der Angestellete denn dann noch großartig anstrengen um eine gute Dienstleistung zu vollbringen ?
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23.12.2017 21:18 Uhr von NordHorst
 
+6 | -2
 
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@ det_var_icke_mig

Meine Schwester arbeitet in der Gastronomie. Da hatte der neue Besitzer des Lokals auf sein Recht pochen wollen, hat das aber dann doch sein lassen, um den Firmenfrieden zu erhalten.
Ich weiß aber, dass es inzwischen auch in einigen Bundesländern Gerichtsutrteile gibt, die den Arbeitnehmern Recht gegeben haben.
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23.12.2017 21:39 Uhr von michel29
 
+4 | -1
 
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na gut das der Donald kEINe Hotelkette in seiner Familie hat die auch noch so heißt....
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23.12.2017 22:36 Uhr von Max97
 
+12 | -4
 
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Liebe Leute, ihr vergleicht Äpfel mit Birnen. Die deutsche und die us-amerikanische Gastronomie sind nicht vergleichbar, vor allem bei der Bedienung. Die Bedienung in der deutschen Gastronomie bekommt ein Gehalt, und wenn sie gut bedient hat, bekommt sie ein Trinkgeld. In Deutschland ist das Trinkgeld also eine Anerkennung. In Amerika bekommt die Bedienung (in Gegensatz zu Deutschland) nur ein Grundgehalt, weil das restliche Gehalt von dem Kunden bezahlt wird. Vor vielen Jahrzehnten hat sich in der Gastronomie eingebürgert, dass das Trinkgeld ein Teil des Gehalts wurde. Die 20% Trinkgeld muss man also schon beim Besuch des eines Restaurants einplanen. Trinkgeld wird wird in der USA nicht als Kann-Zuzahlung gesehen, es ist, zumindest in der Gastronomie, eine MUSS-Zuzahlung. Es ist ein Teil des Gehalts. Und auch die Arbeitgeber in der Gastronomie profitieren davon, denn sie können ihre Speisen 20% preiswerter anbieten. Der Kunde lässt sich von dem Pries beeinflussen, muss aber der Bedienung 20% Trinkgeld geben.

Es ist also ganz anders als in Deutschland. Wie gesagt, in Deutschland bekommt die Bedienung ein richtiges Gehalt, in USA ein Grundgehalt, denn den Rest verdient die sich über die Trinkgelder. Deshalb kann das nicht klappen. Wenn die Arbeitgeber die Trinkgelder einsacken, müssen sie höhere Gehälter zahlen.

Das was der Spiegel schreibt, dass also Kellnerinnen und Barmänner zu den am schlechtesten bezahlten Arbeitskräften in den USA gehören, stimmt also so nicht. Dort gehört das Trinkgeld zum Gehalt. So muss man das sehen.

Auf der anderen Seite, und das könnte der Hintergrund sein, d. h. der Spiegel hat schlecht recherchiert und nur irgendwo abgeschrieben, was früher nur in der Gastronomie üblich war, versuchen andre Branchen in der Dienstleistung nun nachzumachen. Sie reduzieren die Gehälter und fordern nun von den Kunden Trinkgeld. Die 20% Trinkgeld werden in den US in immer mehr Bereichen üblich. Vielleicht geht es um diese Trinkgelder, und der Spiegelreporter kennt sich in den USA nicht aus.
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24.12.2017 00:32 Uhr von jupiter12
 
+9 | -0
 
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Max,
wir sind einer Meinung!!

Aber,
der Tip, wie das Trinkgeld hier genannt wird, betraegt zwischen 10 und 20 Prozent. Im einfachen Diner bekommt die Kelnerin zwischen 2 und 3 $ die Stunde. Das ist mal eingefuehrt worden damit der Restaurant Besitzer sowenig wie Moeglich zahlen muss wenn der Laden leer ist. Nur mit Tip kommt die Servierin auf ihr Auskommen. In guten Laeden wir Longhorn oder Outback kommt man schon mal auf 3oo$ Trinkgeld am Abend.
Ausnahme:
New York City - da ist der Tip mit eingepreist, damit keiner sieht wie er mit Steuer ueber den Tisch gezogen wurde.....
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24.12.2017 01:26 Uhr von Lucianus
 
+9 | -1
 
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Ich sehe schon hier kursiert wieder Halbwissen aus "eigener Erfahrung".

Trinkgeld gehört in Deutschland nicht zum Arbeitslohn.(Zählt hier also auch nicht gegen den Mindestlohn) Und damit ist es zum einen Steuerfrei (Hier gibt es Ausnahmen) aber vor allem gehört es demjenigen der es bekommt. Ein Arbeitgeber hat hier in D keinerlei Recht das Geld "einzukassieren".
https://www.arbeitsrechte.de/...

http://www.rp-online.de/...

http://www.rechtsindex.de/...

https://www.ferner-alsdorf.de/...

[ nachträglich editiert von Lucianus ]
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24.12.2017 04:09 Uhr von fpoller
 
+4 | -1
 
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Für jene unter euch die ihr von langer Weile geplagt seid, hier der Vorschlag im Volltext:

https://www.federalregister.gov/...

Für den ein oder anderen vielleicht von Interesse - mit der derzeitigen Regelung ist das sogenannte Tip-Pooling (bei welchem z.B. auch das Küchenpersonal an den Trinkgeldeinnahmen beteiligt werden könnte) verboten (in manchen Staaten ist es unter bestimmten Bedingungen teilweise erlaubt), und zwar sowohl wenn der Arbeitnehmer nicht den Mindestlohn, sondern stattdessen den Grundlohn (min. $2,13) zahlt der durch Trinkgelder aufgestockt wird, als auch wenn der höhere Mindestlohn ($7,25) gezahlt wird. Letztere Beschränkung soll nun aufgehoben werden, so dass Tip-Pooling explizit erlaubt ist wenn der Arbeitnehmer den Mindestlohn (oder mehr) zahlt.

Um es festzuhalten, in den Bereichen in denen nicht der Mindestlohn gezahlt wird, und die Angestellen auf Trinkgeldeinnahmen angewiesen sind um ihr Gehalt aufzustocken, würde das Tip-Pooling auch weiterhin verboten bleiben. Übrigens sind Arbeitgeber auch weiterhin verpflichtet das Gehalt ihrer Angestellten selbst auf den Mindestlohn aufzustocken falls diese jenen nicht selbst durch Trinkgeldeinnahmen erzielen.

[ nachträglich editiert von fpoller ]
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24.12.2017 04:14 Uhr von fpoller
 
+0 | -0
 
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*Arbeitgeber den Mindestlohn (oder mehr) zahlt.
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24.12.2017 10:04 Uhr von sünder
 
+1 | -0
 
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Ich frag fast immer ob der Angestellte das Trinkgeld behalten darf und entscheide dann ob und wie viel es gibt.
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24.12.2017 13:02 Uhr von Garstel
 
+2 | -0
 
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das ist einfach nur Wachstum auf Teufel komm raus...
um sich dann selbst toll zu finden und über die tollen Zahlen zu freuen, andere interessieren dabei nicht.

man liest ja in letzter Zeit oft so unsinn auch bezüglich des Internets

Trump offenbart immer mehr sein Gesicht, ich bin wirklich enttäuscht von ihm.

[ nachträglich editiert von Garstel ]
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26.12.2017 20:45 Uhr von Thoretische-Technik
 
+0 | -1
 
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nuja...dann gibts halt kein trikgeld mehr...
man gibt das ja weil man dem "diener" eine freude machen will.

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