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10 Jahre Haft für Leipziger: Demenzkranken Vater aus Überforderung erschlagen

Das Landgericht Leipzig hat einen Mann zu zehn Jahren und neun Monaten Haft verurteilt, der seinen Vater mit einem Stück Holz erschlug.

Maik V.hatte angegeben, den 72-jährigen Demenzkranken aus Überforderung mit dessen Pflege erschlagen zu haben. Die Richter gingen nicht auf diese Erklärung ein und verurteilten ihn wegen Totschlags.

Der Sohn habe dabei "aus eigennützigen und eigensüchtigen Motiven" gehandelt, denn er habe seinen Vater aus dem Pflegeheim geholt und so dessen Rente und das Pflegegeld einstreichen konnte. Er war bereits wegen Betrugsdelikten im Gefängnis und hat mehrere Zehntausend Euro Schulden.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Haft, Vater, Überforderung
Quelle: sueddeutsche.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.12.2017 16:45 Uhr von Brunnenbeschuetzer
 
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das bekommt er doch nur wenn der Vater lebt oder? Der hatte nichts von seinem Tod, jedenfalls keinen finanziellen Vorteil.
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07.12.2017 17:56 Uhr von det_var_icke_mig
 
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das nicht, aber die Kohle hat er bekommen um seinen Vater zu pflegen, was er ja scheinbar weder gekonnt noch gemacht hat
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08.12.2017 09:15 Uhr von Bycoiner
 
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Für die private Pflege eines nahen Angehörigen bekommt man z.B. von der AOK 728€ im Monat - bei Pflegestufe 4 - während gewerbliche Pflegedienste dafür ca. 1600 € bekommen.

Außerdem hatte er Zugriff auf die Kontokarte des Vaters - und konnte sich so nach Belieben vom Kto. bedienen.

Während Angestellte sich nach 8 Stunden Arbeit zu Hause erholen können ist priv. Pflege ein Fulltime-Job - rund um die Uhr. Das ist natürlich sehr belastend und stressend.

Auch sind Demenzkranke oft schwierig, weil das Kurzzeitgedächnis nicht mehr funktioniert und man alles jeden Tag aufs neue erklären und sagen muss.

Um geeignet zu sein - wird man eigentlich geprüft und bekommt einen Betreuerausweis vom Amtsgericht und wird halbjährlich vom MD überprüft.

Wer überschuldet ist - darf eigentlich kein Geld vom Kto abheben bzw. Zugriff haben, so sind die Bankregeln.

Wer Harz4 bezieht wird während der Pflegezeit von Arbeitszuweisungen befreit ( Nachweis der AOK erforderlich), bekommt seinen Harz4 Satz weiterhin - und auch die 728€ darf er behalten. Aber nur bei Angehöhrigen ersten Grades.

Da scheint vieles Schiefgelaufen zu sein. Eigentlich hätte ein amtlicher Betreuer die finanziellen Aspekte regeln müssen. Auch hat hier ein anscheinend ein Gutachten gefehlt, was die finanziellen Verhältnisse des Sohnes überprüft hat, denn es kommt immer öfters vor - und ist hinreichend bekannt - dass sich Angehörige bei priv. Pflege illegal bereichern.





[ nachträglich editiert von Bycoiner ]

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