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Rechtsmediziner: Bei 10.000 überprüften Totenscheinen waren nur 223 ohne Fehler

 

Rechtsmediziner warnen momentan, dass es bei Leichenschauen in Deutschland alles andere als sorgfältig zugeht. Das Institut für Rechtsmedizin der Universität Rostock überprüfte 10.000 Todesbescheinigungen aus Rostock und Umgebung aus drei Jahren. Davon waren nur 223 fehlerfrei.

Sie fanden einen besonders krassen Fall, bei dem in der Todesbescheinigung angegeben wurde, dass ein Verstorbener eines "natürlichen Todes" gestorben sei. Allerdings wurde im Brustkorb des Toten eine Stichwunde entdeckt. Verbrechen oder Behandlungsfehler bleiben also unentdeckt.

Der Direktor des Instituts für Rechtsmedizin der Goethe-Universität sagt, dass es in Deutschland eher die Regel als die Ausnahme sei, dass Totenscheine voller Fehler sind. Tatsächlich werden in kaum einem anderen westlichen Land so wenige Obduktionen durchgeführt wie in Deutschland.


WebReporter: WalterWhite
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Fehler, ohne, Rechtsmediziner
Quelle: spiegel.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.12.2017 12:32 Uhr von stahlbesen
 
+19 | -1
 
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Waren denn wenigstens alle tot?
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04.12.2017 13:03 Uhr von Obvi
 
+5 | -1
 
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Das lässt sich im Nachhinein leider nicht mehr überprüfen. Ich bezweifle es.
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04.12.2017 15:45 Uhr von Modellbahnfahrer
 
+7 | -0
 
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@stahlbesen

Naja, der eine mehr, der andere weniger.... ;-)
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04.12.2017 16:17 Uhr von Walder67
 
+6 | -0
 
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Dazu fällt einem doch nichts mehr ein, armes Deutschland ... wer hat die Fehler zugelassen? Wer wird dafür bestraft?
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04.12.2017 19:56 Uhr von TheRoadrunner
 
+3 | -0
 
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Aus der Quelle:
"Stattdessen fanden sich mehr als 3000 schwere und über 35.000 leichte Fehler. In 44 Fällen wurde fälschlicherweise ein natürlicher Tod bescheinigt, wobei hinter einem nicht-natürlichen Tod nicht unbedingt ein Verbrechen stecken muss. "

Also durchschnittlich über 3,8 Fehler pro Bescheinigung! Aber wen interessiert denn ernsthaft, ob so eine Bescheinigung absolut fehlerfrei ist? Da zählt am Ende schon ein Tippfehler oder ein fehlendes Satzzeichen als Fehler. Viel wichtiger ist doch, in wie vielen Fällen fälschlich eine natürliche Todesursache bescheinigt wurde: 44 oder 0,44%. Diese 44 Fälle sollten m. E. genauestens untersucht werden. Zum einen die tatsächlichen Todesumstände, zum anderen, ob bestimmte Ärzte an solchen Fällen wiederholt beteiligt waren.
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04.12.2017 21:43 Uhr von Falap6
 
+1 | -0
 
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Die Frage ist, was waren das für 44 Fälle. Manchmal ist die Unterscheidung natürlich / nicht-natürlich sehr schwierig und juristischer Natur.
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05.12.2017 00:10 Uhr von Steven_der_Weise
 
+1 | -0
 
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Die Ursache wird vermutlich in den Jahrhundertreformen unseres Gesundheitssystems liegen, wahrscheinlich bekommen die Ärzte für das ausfüllen nur nen Appel und nen Ei.
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05.12.2017 13:08 Uhr von Fanille
 
+1 | -0
 
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was sollen denn die Ärzte tun?

Auf der einen Seite steht die Aufsicht mit Peitschen und auf der anderen Seite die Angehörigen und Geistlichen mit ihrer Totenruhe und klagen dann auf Leichenschändung.

Das was die eine Seite verlangt zu tun bekämpft die andere Seite mit allen Mitteln. Und zum Schluss wundern sich alle und geben den Pathologen die Schuld.
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05.12.2017 13:08 Uhr von Fanille
 
+1 | -0
 
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was sollen denn die Ärzte tun?

Auf der einen Seite steht die Aufsicht mit Peitschen und auf der anderen Seite die Angehörigen und Geistlichen mit ihrer Totenruhe und klagen dann auf Leichenschändung.

Das was die eine Seite verlangt zu tun bekämpft die andere Seite mit allen Mitteln. Und zum Schluss wundern sich alle und geben den Pathologen die Schuld.

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