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Finnland: Bedingungsloses Grundeinkommen ist erfolgreich

In Finnland erhalten 2.000 Arbeitslose seit Anfang des Jahres das bedingungslose Grundeinkommen. Sie bekommen jeden Monat 560 Euro ohne Gegenleistung geschenkt und müssen auch keine Steuern zahlen. Viele Politiker denken, dass Personen durch das bedingungslose Grundeinkommen fauler werden.

Finnland kann das nun verneinen. Viele Teilnehmer hätten eine zusätzliche Arbeit aufgenommen oder haben eine Geschäftsidee verwirklicht. Nach Projektleiterin Marjukka Turunen fühlen sich viele weniger gestresst und wagen deswegen mehr.

Mit dem Arbeitslosengeld wäre das nicht möglich gewesen, da bei Mehreinnahmen die Beiträge gekürzt werden. Finnland hält das Grundeinkommen deswegen grundsätzlich für eine gute Idee, da durch die Digitalisierung viele Arbeitsplätze verloren gehen. In Deutschland halten die CDU und SPD nichts davon.


WebReporter: WalterWhite
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Finnland, Grundeinkommen
Quelle: wr.de

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27 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.12.2017 13:04 Uhr von doncazadore
 
+38 | -2
 
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cdu und spd bevorzugen eine andere lösung :
"Jobcenter: Immer mehr Geld für Arbeitslose wird in Verwaltung umgeschichtet" (sn 1.12.)
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03.12.2017 13:04 Uhr von stahlbesen
 
+8 | -37
 
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03.12.2017 13:20 Uhr von gerndrin
 
+15 | -7
 
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@stahlbesen.
So so..
Den Artikel lesen bildet!
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03.12.2017 13:28 Uhr von Xaardas
 
+16 | -6
 
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Die konzeptionelle Idee dahinter geht auch weiter als das das Grundeinkommen nur an Arbeitslose ausgegeben wird.
Grundsätzlich gibt es dazu schon etliche Versuche udn psychologische Studien die stellenweise sogar soweit gehen zu sagen, dass ein Grundeinkommen in einer modernen Welt eine notwendigkeit sei, wenn man sich weiter entwickeln will (Gesellschaftlich UND technologisch, da innovationspotential freigesetzt wird)

Mir stoßen mir aber die Finanzierungsmöglichkeiten immer wieder übel auf, denn bisher bin ich nicht davon überzeugt, dass man dieses Projekt nachhaltig finanzieren kann. Ich könnte nur schätzen aber selbst wenn man das Arbeitslosensystem und das Rentensystem auflösen würde zugunsten eines BGE denke ich nicht, dass da 800-1000 für jeden Menschen über bleiben würden. Außerdem hätten dann z.B. Singles es finanziell gesehen deutlich schwerer als Paare oder Gruppen von Menschen usw. usf.

Aber wie schon an anderer Stelle gesagt, ist eine Diskussion um ein neues System wie eben z.B. dem BGE eine unabwendbare Notwendigkeit, wenn wir einen sozialen Frieden und unsere moralische Integrität als Spezies halten wollen, denn die Alternativen bei dem "Weiter wie immer" werden höchstwahrscheinlich ökonomisch und soziologisch nicht tragbar bleiben.
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03.12.2017 13:49 Uhr von det_var_icke_mig
 
+8 | -8
 
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@stahlbesen: dann erklär uns doch mal warum das so ist wie du behauptest

und: bei anderen Projekten schaut man doch auch nicht auf die Vergleichbarkeit, da wird auch einfach gemacht
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03.12.2017 13:49 Uhr von Joeiiii
 
+6 | -5
 
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>>Mit dem Arbeitslosengeld wäre das nicht möglich gewesen, da bei Mehreinnahmen die Beiträge gekürzt werden.<<

Das ist aus dem Grund Blödsinn, weil man für das BGE auch erst den Rahmen geschaffen hat. Wo ist denn der Unterschied zwischen Arbeitslosengeld und BGE, wenn man die Zuverdienstgrenze streicht, man als Arbeitsloser keine Steuern zahlen muß und von der Arbeitsagentur keine Auflagen hat?

Wenn man es bedingungsloses Arbeitslosengeld nennt, ist es das Gleiche.
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03.12.2017 13:54 Uhr von det_var_icke_mig
 
+3 | -6
 
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@Xaardas: ein weiteres Problem bei der Umsetzung wäre die Zugänglichkeit

wer wäre wann und warum berechtigt das BGE zu bekommen

wenn du das nicht von Anfang an ordentlich mitdefinierst oder aber weltweit auf einen Schlag umsetzt werden jegliche Finznierungsmodelle scheitern
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03.12.2017 13:57 Uhr von Floppy77
 
+15 | -4
 
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In Deutschland baut man lieber teure Projekte die nie fertig werden oder bei Fertigstellung technisch völlig überholt sind. Dabei verdienen viel weniger Menschen dafür umso mehr und ein kleines Stück vom Kuchen landet immer in der eigenen Tasche der Politiker.
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03.12.2017 14:01 Uhr von brochterbeck
 
+13 | -7
 
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So eine Idee kann nur innerhalb einer halbwegs geschlossenen homogenen Gesellschaft funktionieren. Haben wir in Deutschland aber nicht , eher das totale Gegenteil weshalb man auch keinen einzigen Gedanken dran verschwenden braucht.
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03.12.2017 14:18 Uhr von stahlbesen
 
+3 | -8
 
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@brochterbeck,

deine Erkärung in allen Ehren, aber bei dem
Klientel hier leider „Perlen vor die Säue“...
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03.12.2017 14:21 Uhr von sunny.crockett
 
+8 | -9
 
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In dem Artikel berichtet man von EINEM der 2000 Testpersonen, mach daran den Erfolg fest. Warum nennt man keine konkreten Zahlen, bei wievielen das BGE zum Erfolg führte. Sind das 5%, 10%,50% oder 90% ??

Es geht im Artikel auch nicht hervor, ob die 560 Euro BGE auch eine Wohnung etc. beinhalten, oder da noch was draufkommt.

In Deutschland geht man anscheinend von 800 Euro BGE aus, entfällt dann eine vom Amt bezahlten Wohnung, oder konnt das noch on top drauf?

Alles so Wischiwaschi-Angaben in der Presse.
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03.12.2017 15:01 Uhr von det_var_icke_mig
 
+9 | -2
 
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@Sunny: was an der Bedeutung des Wortes "Beispiel" ist dir nicht geläufig?

abgesehen davon:
"Finnische Medien berichten von vielen Teilnehmern, die eine Arbeit aufgenommen haben oder bereit sind, eine Geschäftsidee zu verwirklichen." steht auch in der Quelle

und für Brochterbeck:
"Ähnlich ist in der Bundesrepublik das Arbeitslosengeld II (Hartz IV) geregelt. Die Folge: Von eigener Arbeit bleibt oft wenig übrig. Ein nennenswerter finanzieller Vorteil stellt sich erst ein, wenn man beispielsweise 1000 Euro monatlich selbst verdient. Der Sprung dorthin ist für viele Arbeitslose groß." auch aus der Quelle

das das finnische Test-BGE eigentlich kein BGE per definition ist ergibt sich auch aus den Vorraussetzungen die die Teilnehmer erfüllen mussten, aber dazu müsstet ihr etwas weiter Rückwärts blättern, ungefähr ein Jahr da wurde nämlich auch hier bei SN schon über den finnischen Pilotversuch berichtet
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03.12.2017 16:05 Uhr von bikepocket
 
+1 | -3
 
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Bedingungsloses Grundeinkommen , Arbeitslosengeld 1 und Hartz 4 . Ich persönlich sehe das in der Praxis zumindest Freibeträge vorhanden sind . 165€ bei Arbeitslosengeld 1 und 100€ bei Hartz 4.
Zudem kann man sich bis zu 6 Wochen abmelden beim Arbeitsamt und so mal paar Tausend € bunkern wenn die Nebeneinnahmen mal höher ausfallen. Also ist flexibles Denken angebracht .
Finde das deshalb das gar nicht so schlimm.
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03.12.2017 17:34 Uhr von Paul78
 
+4 | -4
 
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Deutschland investiert sein Geld lieber in,Migranten im u.export.Statt in Obdachlose,arme Rentner und langzeit Arbeitslose ohne Aussicht auf besserung.
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03.12.2017 18:11 Uhr von Max97
 
+3 | -5
 
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Man kann Modelle nicht zwischen Ländern 1:1 übernehmen. Finnland ist ähnlich wie Schweden oder Norwegen ein Wohlfahrtstaat. Viele Kosten werden vom Staat übernommen.

Das was man hier in Deutschland unter bedingungslosem Grundeinkommen versteht würde schon mal anders funktionieren. Zuerst müsste man selbst die Krankenkassenbeiträge, sowie andere Beiträge selbst tragen.
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03.12.2017 18:13 Uhr von Winneh
 
+3 | -3
 
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BGE wäre um das zigfache billiger als H4 und ALGI. Deutschland hat nur das Problem, das sich der Verwaltungsapparat der dahinter steckt, nicht einfach so abbauen lässt.
Gabs doch grad erst eine News drüber wieivle Geld dort umgeschaufelt und versenkt wird.

Mit unzuversteuernden 560€ mehr würde jeder aus dem Mindestlohnsektor wunderbar leben und das sogar ohne noch zum Staat laufen zu müssen.

Wirds in D allerdings nicht geben, denn hier macht die Wirtschaft unsere Politik und nicht Politiker im sinne des Volkes.

[ nachträglich editiert von Winneh ]
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03.12.2017 18:38 Uhr von BurnedSkin
 
+5 | -4
 
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Ob erfolgreich oder nicht, das Grundeinkommen wird kommen. Anders können Staaten gar nicht auf den zunehmenden Teil von Arbeitsplätzen, die in Zukunft durch Digitalisierung und KI-Entwicklung wegfallen werden, reagieren. Es wird einfach zu viele Menschen für zu wenig Arbeit geben.
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03.12.2017 18:38 Uhr von funi31
 
+2 | -3
 
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Dei Piraten forderten das vor Jahren und wurden mit durch dieses Thema unwählbar. Komisch das es jetzt auf einmal geht
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03.12.2017 19:51 Uhr von det_var_icke_mig
 
+2 | -3
 
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@Max97: in Schweden zahlt man die Krankenkasse als bestandteil der Steuern ein, also auch selber

der Hauptunterschied ist der, dass durch die Steuer nur ein gesetzlicher Versicherer existiert, alle privaten Akteure bieten Zusatzleistungen an, dadurch spart man aber die ganzen Verwaltungen und Manager der "Ersatzkassen"

allerdings bringt dieses Konstrukt andere Probleme, die dir zu erklären würde zuweit führen zumal du sie eh wieder einfach so abfertigen würdest da du ja als Außenstehender wesentlich besseren Einblick hast als ich der ich in diesem System lebe und die täglichen Nachrichten darüber geliefert bekomme

zumal niemand gefordert hat das finnische Modell 1:1 zu kopieren, aber man könnte ja auf die Erfahrungswerte des finnischen Versuchs zurückgreifen um ein eigenes zu produzieren
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03.12.2017 22:17 Uhr von doncazadore
 
+0 | -1
 
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tack ska du ha,
ob er es mal begreift ?

[ nachträglich editiert von doncazadore ]
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04.12.2017 08:48 Uhr von Tomo85
 
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Dass ich BurnedSkin mal uneingeschränkt Recht geben kann...

Es gibt im Grunde nur 2 Möglichkeiten:

1. Ein Modell wie das BGE welches Verzicht von jenen fordert die an jedem Arbeiter verdienen. (direkt oder indirekt)

2. Man lässt die Menschen am langen Arm verhungern während die Technik ihre Arbeit erledigt, füllt sich die Taschen maßlos weiter und treibt das Ganze solange bis die gewaltsame Revolte die Gesellschaft endgültig in den Abgrund reißt.
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04.12.2017 09:39 Uhr von Max97
 
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@det_var_icke_mig

Ich verstehe nicht wieso du dich genötigt fühlst zu antworten, da das was du antwortest absolut sinnfrei ist.

"in Schweden zahlt man die Krankenkasse als bestandteil der Steuern ein, also auch selber"

Ja was denn sonst? Und ein Bestandteil von Coca Cola ist Wasser. Wieso denkst du mit solchen dummen Informationen kommen zu müssen? Als was betrachtest du den Staat? Als ein abstraktes Gebilde, dass selbst Geld produziert? Natürlich zahlst du Steuern. Nur weiß ich nicht was du damit sagen willst. Wie tickt eigentlich dein Gehirn? Ich verstehe das nicht.
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04.12.2017 10:15 Uhr von Maika191
 
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BGE wird dann in Deutschland kommen wenn die Kacke richtig am Dampfen ist und das Volk die Messer schärft. Das wird die letzte Beruhigungspille sein bevor es kracht.
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04.12.2017 10:20 Uhr von Pavlov
 
+0 | -2
 
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Wenn man die Mehrwertsteuer auf 50% erhöht, wäre das sogar finanzierbar
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04.12.2017 16:52 Uhr von det_var_icke_mig
 
+0 | -2
 
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Max: "Zuerst müsste man selbst die Krankenkassenbeiträge, sowie andere Beiträge selbst tragen."

meinereiner: "als bestandteil der Steuern ein, also auch selber"

warum bist du nicht in der Lage zwei Sachen zu verknüpfen?

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