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Baden-Württemberg: Grundschüler sollen wieder Noten bekommen

Im Jahr 2013 wurde in Baden-Württemberg ein Projekt an Grundschulen gestartet, bei dem es keine Noten für die Schüler in den Zeugnissen mehr geben sollte. So stand für eine Eins in dem Zeugnis "Prima" und für schlechtere Noten "Übungsbedarf".

Das Ziel sollte sein, den Kindern den Notendruck zu nehmen und die Rückmeldung für die Eltern präziser zu gestalten. Nun will Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) das Projekt aber wieder beenden. Kritik bekommt sie unterdessen vom Landeselternbeirat.

Der Vorsitzende berichtet, dass seine Kinder ohne Noten besser und effizienter lernen könnten. Als Grund für die Beendigung des Projekts nannte Eisenmann, dass die damals grün-rote Landesregierung es verpasst hätte, die Erfolge wissenschaftlich untersuchen zu lassen. "Schule muss leistungsorientiert sein", so die CDU-Politikerin.


WebReporter: WalterWhite
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Baden-Württemberg, Baden, Württemberg, Noten
Quelle: sueddeutsche.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.11.2017 17:41 Uhr von det_var_icke_mig
 
+13 | -3
 
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da wir in einer Leistungsgesellschaft leben hat sie leider recht, nicht umsonst haben es Schüler diverser alternativer Lehrmethodiker so extrem schwer, wenn sie dann in die Gesellschaft entlassen werden
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02.12.2017 01:24 Uhr von ungetrackt-erwischt
 
+1 | -0
 
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@det_var_icke_mig

Es hat nichts mit der Leistungsgesellschaft zu tun, wenn man Leistung und Förderung nur in Kombination richtig betreiben kann.

Um sich zu veranschaulichen weshalb das nicht funktioniert mal eine ganz einfache Betrachtung:

ein Schüler mit IQ80 und ein Schüler mit IQ120 sollen gefördert werden. Wenn man bedenkt, daß Förderung einfach dadurch erreicht wird, daß ein Mensch eben ca. 5-6h am Tag unter der Woche an sein Leistungsmaximum gebracht wird, dann wird es sofort klar ersichtlich, was passiert, wenn die Förderung nicht Leistungsbezogen wäre.

Der Schüler mit IQ80 würde, falls er das Programm des IQ120 Schülers ab bekäme kein Auge mehr Schließen können, falls er nur annähernd mit halten will und weil Schlaf notwendig ist um etwas richtig zu verarbeiten einfach abgehängt werden ohne überhaupt etwas zu verstehen.

Der Schüler mit IQ120 jedoch würde, falls man das Optimalprogramm für IQ80 auf ihn anwendet nur ca. 30 Minuten am Tag gefördert sein und würde in den restlichen 5,5h deutlich ausgebremst werden.

Da man jedoch beide fördern will, muß man sie durch ein Meßsystem so zusammensortieren, daß eben möglichst alle gleichartigen Schüler zusammen unterrichtet werden. Dadurch erhalten dann beide eine Förderung. Wer davon aus geht, daß alle Menschen gleich sind, der hat jedoch ein Grundsätzliches Verständnisproblem und wird wohl nie wirkliche Lösungen anbieten können.

Die Aussage, daß die Noten unter Druck setzen ist gänzlich falsch. Keiner muß Abi oder Realschule oder Hauptschule haben. Niemand muß eine 1 haben. Der Stand eines jeden Schülers sollte einfach seinem Können entsprechen und diesem zugeordnet sollte sich der betroffene später einen Job suchen, der zu Ihm paßt und seine Fähigkeiten berücksichtigt. Dazu muß er selbst jedoch wissen, wie und wo seine Fähigkeiten besonders ausgeprägt sind, wenn man ihm das vorenthält, wird es schwierig sich richtig zu entscheiden und jede Fehlerhafte Entscheidung auf diesem Gebiet macht mehr als nur einen Menschen unglücklich, denn weder der Arbeitgeber noch der Arbeitnehmer werden glücklich, wenn der Job nicht zur Person paßt. Abiturienten, die ein Abi haben ohne wirklich die Befähigung zum Studieren zu besitzen sind völlig überflüssig. Inzwischen wurde es mehrfach bewiesen, daß der Abitursabschluß heute nicht mehr als Meßlatte für ein Studium ausreicht, weil er mehr oder minder in seiner Qualität dem des Mittelschulabschlußes früherer Jahre gleich zu setzen ist. Bewiesen kann diese Behauptung dadurch werden, daß heute die Note des Abi´s nicht mal mehr annähernd etwas darüber aussagt ob jemand zum Studium zugelassen werden kann. (Vergleiche Bester Abiturient BW und Medizin) Nicht die Masse macht es aus, sondern die Qualität. Durch Maßnahmen wie Inklusion wurde diese noch weiter gesenkt. Wem das dient ist nicht für die Behinderten und nicht für die Normalen zu vestehen.

Früher hätte man für einen Kaufmännischen Job immer nur Realschule benötigt. Heute reicht das nicht mehr, weil eben hier eher das ehemalige Volksschulniveau erreicht wird. Mag daran liegen, daß unsere Jugend heute nicht mal mehr ausrechnen kann, wie viel Rausgelt man beim Einkauf bekommt, wenn die Wahre 4,50 kostet und man selbst 10,50 gibt. Selbiges hab ich heute wieder mal erlebt.

An welcher Stelle man die Herrschaften so vernachlässigt hat ist mir dabei völlig egal, denn ich bemesse Bildung nicht am Geld, daß in sie Fließt, sondern am Erfolg, den sie erwirkt. Ich weiß, daß die richtige Lehrmethode, das Wissen doppelt so schnell und schneller transportieren kann und es dabei völlig egal ist wie viel teuer/billiger der Ausbilder ist. Viel mehr kommt es auf seine Fähigkeit an, seine Schüler zu motivieren und ihnen das Wissen in einer für sie zugänglichen Sprache und Denkweise zu präsentieren. Je flexibler der Lehrer da ist um so besser klappt es, denn nicht jeder Mensch denkt gleich.

[ nachträglich editiert von ungetrackt-erwischt ]
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04.12.2017 15:57 Uhr von Walder67
 
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@ungetrackt

Sehr guter Kommentar.

@Dr. Carsten T. Rees, Vorsitzender

Sehr egoistischer und undurchdachter Gedankengang.

Hier ein Bild vom Wonneproppen:
http://www.laborjournal.de/...

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