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Wirtschaftsweiser: Achtstundentag mit Feierabend ist "veraltet"

 

Der Vorsitzende der fünf so genannten Wirtschaftsweisen fordert ein flexibleres und lockereres Arbeitszeitgesetz.

Nach Ansicht von Christoph Schmid ist der Achtstundentag mit Feierabend "veraltet": "Flexiblere Arbeitszeiten sind wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen".

Laut Gesetz dürfen Arbeitnehmer derzeit nicht mehr als acht Stunden täglich arbeiten, Arbeitgeber wollen diese Regelung seit Jahren lockern.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Wirtschaftsweiser, Feierabend
Quelle: spiegel.de

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36 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.11.2017 10:41 Uhr von wapolexx
 
+53 | -6
 
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Alleine das Wort "Wirtschaftweiser" reizt schon zum Fäuste ballen.
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13.11.2017 10:51 Uhr von tutnix
 
+44 | -3
 
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stimmt, sechsstundetage sind sehr viel moderner ;).
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13.11.2017 11:27 Uhr von abrahamklein2000
 
+30 | -6
 
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Wirtschaftsweise. Einfach zum Totlachen. Wird Zeit dass solches Gesocks wieder etwas mehr Respekt vorm Volk bekommt.
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13.11.2017 11:33 Uhr von 1Beamy1
 
+38 | -2
 
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Wenn das Arbeitszeitgesetz fällt bedeutet dies nichts Gutes. Dies würde der Willkühr der Arbeitgeber Tür und Tor öffnen. Flexibilisierungsmöglichkeiten gibt es bereits zur Genüge.
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13.11.2017 11:42 Uhr von tulex
 
+35 | -5
 
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Derzeit haben wir 1 Million freie Stellen (das Meiste davon Zeitarbeitsmüll) und 3 Millionen Arbeitslose (offizielle Zahlen, die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen).

Wenn wir den Arbeitstag auf 6 Stunden verkürzen, und (unbezahlte) Überstunden mit horrenden Bußgeldern ahnen, sollten mehr Stellen entstehen. Derzeit ist es einfach finanziell attraktiver sein derzeitiges Personal zu überlasten, als für die viele Arbeit neues Personal einzustellen.
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13.11.2017 11:46 Uhr von werner.sc
 
+5 | -5
 
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13.11.2017 13:15 Uhr von Walder67
 
+24 | -4
 
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Wann hat der weise Herr denn das letzte Mal um 5 Uhr morgens ein Brot gebacken? Oder kam aus seiner 12-Stunden-Schicht am Sonntag aus der Fabrik? Oder hat seine 500 Pakete ausgeliefert und davon 50 trotzdem in seinem Keller versteckt, weil er sowieso schon völlig überarbeitet und überfordert mit der eigentlichen Überbeanspruchung ist? Oder oder oder ...

Beim anfänglichen Lesen dachte ich, das geht in Richtung Schweizvorbild, wo die Arbeit in Prozenten (10er und 20er Schritte) gerechnet wird, aber am Ende liest sich das eher so, als will er chinesische Verhältnisse (und am besten gleich noch das Renteneintrittsalter erhöhen, wenn er denn könnte).

Ich mutmasse natürlich nur, aber bei diesen alten elitären Säcken schwarmt doch nichts Gutes im Kopf mehr herum.
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13.11.2017 14:10 Uhr von TheRoadrunner
 
+3 | -4
 
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Nein, man darf schon jetzt *in der Regel* nicht mehr als 8 Stunden arbeiten. Das Maximum pro Tag sind 10 Stunden, und selbst da gibt es noch Ausnahmen.
Bei mir persönlich ist es so, dass sich nach 9-10 Stunden die Fehler so häufen, dass ich am nächsten Tag mehr Arbeit hätte, das zu korrigieren, als wenn ich es gleich neu machen würde.
Flexibilität ist ja schön, nur würde mir (z.Z. 40 Stunden-Woche) eher 4*8 Stunden vorschweben als 5*10.

@ tulex
"3 Millionen Arbeitslose (offizielle Zahlen, die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen)"
Es werden verschiedene Zahlen ermittelt. Man kann auch aus offiziellen Quellen die tatsächliche Anzahl der Arbeitslosen ermitteln, wenn man das möchte, oder nach einer Seite suchen, die dies tut, z.B. hier
https://www.die-linke.de/...

"Wenn wir den Arbeitstag auf 6 Stunden verkürzen, und (unbezahlte) Überstunden mit horrenden Bußgeldern ahnen, sollten mehr Stellen entstehen. Derzeit ist es einfach finanziell attraktiver sein derzeitiges Personal zu überlasten, als für die viele Arbeit neues Personal einzustellen."
Eine Frage ist, ob man dann qualifizierte Leute für die Stellen findet. Die andere Frage ist, was man bei schlechter Auftragslage machen kann. Ich meine, dass der Kündigungsschutz in D ein Grund dafür ist, dass nur wenige Leute unbefristet eingestellt werden.
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13.11.2017 15:34 Uhr von nilpeerd
 
+7 | -3
 
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Meiner Erfahrung nach kann der Vorschlag der sogenannten "Wirtschaftsweisen" von einem erheblichen Teil der deutschen Arbeitnehmer leider nur mit Zorn im Herzen quittiert werden.
Diese Aussage scheint das Ergebnis einer fröhlichen Runde von Teilnehmern darstellen die über einen großen Teil der deutschen Arbeitswirklichkeit nicht genügend oder gar keine Informationen haben.

Es herrscht landauf landab in vielen Berufen ein Mangel an Arbeitskräften die auch in den nächsten Jahren nicht requiriert werden können. Es wird in den Gewerkschaften, den Tarifvertragsparteien, den politischen Parteien mühsam an Modellen gearbeitet wie die Familien mit Kindern in die Arbeitswelt ( bei zwei erwerbstätigen in der Familie ) so integriert werden können, dass möglichst alle elementaren Bedürfnisse, vorallem der Kinder, in den tägl. Zeitplan integriert werden können. Mir darf diese "Weise-" Kommission gerne mal nachvollziehbar erklären wie das mit lediglich einer fixierten Wochenarbeitszeit funktionieren soll.

Sodann kommt neben dem persönlichen Gesundheitszustand ( bitte auch dabei die über 60 jährigen Arbeitnehmer berücksichtigen ) noch der ausgeübte Beruf wie beispielsweise Maurer, Fernfahrer, Pflegekraft in den verschiedenen Bereichen der deutschen Kliniken usw. zum Tragen.

Es gibt in jedem dieser Berufe beispiele wie sich das zunehmende Alter und die über jahrzehnte andauernde Arbeitsbelastung auf den Krankenstand auswirken. Letztens ging durch die Medien, dass eine deutsche Krankenkasse ihre Statistik ausgewertet hat und feststellte, dass ein erheblicher Teil der deutschen Pflegekräfte wg. Depression wochen- und monatelang Arbeitsunfähigkeit attestiert bekommt.
Und jetzt soll noch die tgl. Arbeitszeit erhöht werden?

Die haben wohl, selbstverständlich in sitzender Weise, reichlich Gebäck und Kaffee in ihren Sitzungen eingenommen und dabei den "Blick aus dem Fenster" umgangen.

[ nachträglich editiert von nilpeerd ]
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13.11.2017 15:49 Uhr von sünder
 
+8 | -2
 
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Ist doch logisch! Damit kann man noch mehr aus den Lohnsklaven heraus quetschen.
Aber wehe, der Lohnsklave will mal ein paar Tage daheim bleiben, weil das Kind krank ist oder man die Eltern pflegen will, bekommt man ein klar und deutliches Nein. Ich persönlich hätte kein Problem mit flexiblen Arbeitszeiten, wenn mein Arbeitgeber meine Flexibilität mit gleicher Flexibilität honorieren würde.
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13.11.2017 15:53 Uhr von teufel788
 
+7 | -2
 
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was wollen diese unternehmer (aussauger) denn noch. erst nur so wenig geld bezahlen, dass man damit nicht recht leben oder sterben kann. anschließend eine befristeten arbeitsvertrag damit man nicht für die zukunft planen kann.
Jetzt vieleicht auch noch bis zu 60 stunden pro woche wie zu zeiten des mittelalters.
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13.11.2017 15:55 Uhr von Fomas
 
+11 | -2
 
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Aha unter dem Label "flexibler" wird uns also jetzt verkauft, die Errungenschaften, die sich das Volk schwer erkämpft hatte in der Vergangenheit, wieder abzuschaffen und Arbeitsbedingungen wie zu Zeiten der industriellen Revolution wieder einzuführen. Toll. *Ironie aus*
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13.11.2017 16:11 Uhr von Fishkopp
 
+11 | -2
 
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Mein Arbeitgeber reibt sich schon die Hände wenn er mich 12 oder mehr Stunden täglich festhalten könnte. Die Superschlauen sollten mal überlegen inwieweit das ausgenutzt wird, denn das wird es.
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13.11.2017 16:39 Uhr von bigX67
 
+6 | -1
 
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@roadrunner:

leiharbeiter für kurzzeitige arbeitsspitzen kann ich akzeptieren. allerdings müssten die leiharbeiter dann noch mal besser verdienen, als festangestellte. schliesslich sind sie auch flexibler;):

im moment werden die unbegrenzten stellen verdrängt, um sie eben durch leiharbeiter, also ansatzlos zu kündigende arbeiter, zu ersetzen. die politik betreibt eine politik, die vor die anfänge des sozialstaates führt: arbeiterrechte beschneiden, arbeitszeiten flexiblisieren, arbeitgeber entlasten, ...
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13.11.2017 17:11 Uhr von uwele2
 
+7 | -2
 
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wenn ich 30 € pro Stunde bezahlt bekomme können wir über längere Abreitszeiten reden
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13.11.2017 17:44 Uhr von weitwech
 
+7 | -2
 
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Genau....

Länger Arbeiten für noch weniger Geld

Länger arbeiten für noch weniger Rente

Wieso nennen sich Arbeitgebervertreter "Wirtschaftsweisen"?

Weise ist das nie und nimmer.
Das sind eher Wirtschaftshabgierige Egoisten!
Aber der Adel hats auch versucht und ist letztendlich gescheitert!
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13.11.2017 18:30 Uhr von Thomas66
 
+1 | -1
 
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tulex
laut einem Bericht im TV kann man zu den 3 Mio noch rund 1 Mio dazurechnen.
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13.11.2017 18:46 Uhr von moloche
 
+9 | -2
 
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ständig neue Berichte über neue super Wirtschaftszahlen...riesen Gewinne...neue Rekorde bei Steuereinnahmen usw. . Aber das normale Volk soll immer enger den Gürtel schnallen.
Was geht erst ab, wenn die Wirtschaft nicht mehr so rund läuft?
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13.11.2017 19:48 Uhr von Aggronaut
 
+4 | -2
 
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Kaum ist die FDP wieder an der Regierung beteiligt, gehts mit absurden Forderungen wieder los.
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13.11.2017 21:00 Uhr von TheRoadrunner
 
+4 | -2
 
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@ bigX67
Versteh mich nicht falsch, ich bin kein Freund von Leiharbeit.

"allerdings müssten die leiharbeiter dann noch mal besser verdienen, als festangestellte. schliesslich sind sie auch flexibler;)"
Nur dass die vermittelnden Firmen ja auch noch die Hand aufhalten. Das wird also nix.

@ uwele2
"wenn ich 30 € pro Stunde bezahlt bekomme können wir über längere Abreitszeiten reden"
Wenn man sich kaputt schuftet, hilft auch ein tolles Gehalt nicht viel.
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13.11.2017 21:24 Uhr von michel29
 
+5 | -2
 
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25h/Tag _ 8Tage/Woche für 8,86 und dann erst die H4Rente...ein Traum

und schlafen kannste wenn du tot bist...
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13.11.2017 21:49 Uhr von bigX67
 
+3 | -1
 
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@roadrunner:

könnte mit entsprechender gesetzgebung geregelt werden.

[ nachträglich editiert von bigX67 ]
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13.11.2017 22:26 Uhr von RZH
 
+3 | -2
 
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"laut einem Bericht im TV kann man zu den 3 Mio noch rund 1 Mio dazurechnen."

Es sind 6 Mio wie eh und je, nur wird das anders schöngerechnet.
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13.11.2017 22:58 Uhr von physicist
 
+4 | -2
 
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Die Frage die sich stellt lautet:

Weiß dieser „Wirtschaftsweise“ überhaupt was es bedeutet zu arbeiten?
Hat er jemals gearbeitet?

Wenn er so etwas fordert wohl eher nicht....

[ nachträglich editiert von physicist ]
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14.11.2017 01:38 Uhr von RZH
 
+5 | -2
 
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Vielleicht versucht es dieser "Wirtschaftsweise" mal mit körperlicher Arbeit, um wieder auf den Boden der Realität zu kommen...

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