03.11.17 11:16 Uhr
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Sozialistisches Experiment in Spanien: Mieten in Dorf kosten nur 15 Euro

 

In dem spanischen Dorf Marinaleda leben an die 3.000 Menschen und diese sind Teil eines sozialistischen Experiments.

Die Bürger zahlen 15 Euro Miete im Monat, sie arbeiten gemeinsam auf den Feldern und verwalten alles im Kollektiv. Alle bekommen pro Arbeitstag 50 Euro und es gibt keine Arbeitslosen.

Ihre Häuser bauen die Bewohner der Utopie selbst und der Ort soll ein Vorbild für ein gerechteres Leben sein. Kritiker monieren die schlechte Schulbildung in dem Ort und die beruflichen Entwicklungschancen sowie fehlende Altersvorsorge.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Spanien, Dorf, Experiment, Mieten
Quelle: focus.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.11.2017 15:08 Uhr von Tilt001
 
+1 | -3
 
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Die landwirtschaftliche Genossenschaft mit Bauland für Beschäftigte, ist ein kommunaler Eigenbetrieb unter einem parteilosen Bürgermeister?

Klingt eigentlich gescheit, aber wieso muss man das als Sozialismus verkaufen? Eigenbetriebe gibt es auch noch in Deutschland viele. Die können auch jede andere Rechtsform besitzen.
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03.11.2017 15:31 Uhr von Dr_Simi
 
+4 | -5
 
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Dieses Experiment lief doch jahrzehntelang in Osteuropa und alle wissen wie es endete.

[ nachträglich editiert von Dr_Simi ]
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03.11.2017 16:08 Uhr von Max97
 
+3 | -2
 
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Das Experiment ist kein echtes Experiment. Zumindest nicht auf ein Land anwendbar. Mit 3.000 Menschen, von denen wohl 1/3 unter 18 sind, ist das System überschaubar. In so einer kleinen Gemeinschaft kann man sich nicht aus dem System ausklinken. Wer zuhaus beleibt, bekommt Druck von seinen Mitmenschen. Und das ist der Unterschied zu dem anonymen System eines Landes. Für Individualisten ist in so einer kleinen Gemeinschaft kein Platz. Wer nicht mitzieht, wird wohl herausgemobt. Was beliebt sind dann die, die hart arbeiten. Wenn also irgendwann alles ausgewertet wird, wird man feststellen, dass alle wunderbar mitgemacht haben. Die, die man herausmobte, wird man als Unwillige ansehen.
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03.11.2017 16:53 Uhr von bigX67
 
+1 | -3
 
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@dr-simi:

nö - klingt nach syndikat oder rat, nicht nach kader-organisation.

@max:

warten wir doch mal ab, bevor wir es wieder schlechtreden.
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03.11.2017 18:55 Uhr von Max97
 
+2 | -3
 
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@bigX67

"warten wir doch mal ab, bevor wir es wieder schlechtreden."

Da muss man nichts abwarten, weil neu ist das nicht. Auch die Kibbuze funktionieren nach dem System. Man muss da schon idealistisch sein um so zu leben, dann aber nimmt man Entbehrungen freiwillig in Kauf. Und wenn man ehrlich ist, würde nicht Frischfleisch aus dem Ausland dazukommen, wären die Kibbuze inzwischen Geschichte.

Dabei kann man aus Kibbuzen sehr viel lernen. Die Idee ist toll, das will ich nicht bestreiten, aber sie zeigen, dass es ohne Kompromisse nicht funktioniert. Als Beispiel die Gleichheit von Mann und Frau. Mit der Zeit hat sich herauskristallisiert, dass Männer überwiegend bei der schweren Feldarbeit zu finden waren, während die Frauen sich um den Nachwuchs kümmerten. Das hätte man auch anders machen können, aber so stellte es sich als effektiver heraus. Das andersherum funktioniert wunderbar auf den Papier und bei Diskussionen, aber nicht in der Praxis.

Damit das dennoch funktioniert hat man Krippen, Kindergärten und öffentliche Kantinen eingeführt. Dadurch wurde die Frau entlastet. Damit man sie noch mehr entlasten konnte, durfte man sich nur kleine Häuser bauen. Kleines Haus, wenig Hausarbeit. Letztendlich hat man es hingekriegt, ab er nur weil man sich verbogen hat. Und man durfte auch nicht viel besitzen, und und und.

Also, so ganz neu ist das nicht. Das mit dem Kibbuz ist nur ein Beispiel von vielen. Und heute will kaum einer noch in einem Kibbuz leben. Wie gesagt, entweder ist der Kibbuz reich, so dass es sich rentiert, oder man bekommt Idealisten neu rein.
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03.11.2017 19:05 Uhr von Jalapeno.
 
+0 | -7
 
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Und *Max/alla* erklärt wieder die Welt. !

Lustigerweise mag er aber auch gerne die Nazis und die AfD erklären.
Erwähnt aber auch:

[Zitat] ... Da muss man nichts abwarten, weil neu ist das nicht... [Zitat Ende]

Bei der AfD.. muß man auch nicht abwarten; weil neu ist das nicht. !

Was *Uns Mehrfachnick* aber nie erklärt..

WIE man mit so viel Wissen nicht Weltherrscher wurde.
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03.11.2017 19:21 Uhr von CoffeMaker
 
+4 | -1
 
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@ Dr_Simi durch Zersetzung von außen. Das Kapital hat in Westeuropa den Wohlstand nur erlaubt um besser als der Sozialismus zu sein. Falls du nicht bemerkt hast zieht man langsam die Daumenschrauben wieder an , weil der Sozialismus ist besiegt jetzt kann man wieder übergehen zum alten Raubkapitalismus.

@Max97 der Sozialismus hat seine Gesetze genauso wie der Kapitalismus. Du redest von mobben wenn man nicht mitzieht? Na dann schieß mal in deiner Firma quer und zieh dort nicht mit da passiert das gleiche, erst gemobt und dann rauswurf. Wo liegt da dann der Unterschied? Im Kapitalismus gibt es viele kleine Firmen die alle gegeneinanderarbeiten um ihre Besitzer/Aktionäre glücklich machen auf Kosten der Arbeiter, im Sozialismus ist quasi die ganze Volkswirtschaft eine Firma wo alle in einen Topf arbeiten und alle den Mehrwert genießen. Menschen die den Sozialismus ablehnen sind meist ganz gierige Leute die den Hals nicht voll genug kriegen oder Neider die der Meinung sind das ihre Arbeit besser ist und sie daher das Recht haben mehr zu verdienen und es anderen nicht gönnen genausoviel zu verdienen.

Mal so nebenbei, ich hab mich heute amüsiert, da kam heute so eine Werbung im Radio die erwähnte das man im Osten damals 15 Jahre auf ein Auto warten musst, mein Gedanke dazu: super, heute muss ich 15 Jahre sparen um ein Auto zu kaufen.

Wie gesagt, Kapitalismus ist ne ganz tolle Sache, aber eben nur für wenige.
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03.11.2017 20:25 Uhr von Max97
 
+1 | -2
 
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@CoffeMaker

Nichts für ungut, aber:

"im Sozialismus ist quasi die ganze Volkswirtschaft eine Firma wo alle in einen Topf arbeiten und alle den Mehrwert genießen."

ist utopisch. Dabei hast du das Problem schon richtig erkannt, aber, da du die sozialistische Idee gut findest, es nicht weiter gesponnen.

Wenn in einer Firma einer nicht mitzieht, passiert ersten mal nichts. Nehmen wir an wir haben eine Firma mit 20 Leuten und eine faule Socke. Den Kollegen tut die faule Socke erst einmal nichts. Da jeder das gleiche Gehalt bekommt, ob der Kollege arbeitet oder nicht, und nur der Chef den Gewinn abschöpft, ist es den Kollegen egal was der Faulpelz macht. Er muss nur gut im Ausreden sein. Schluckt der Chef das, dann bezahlt er einen für nichts tun. Anders sieht es aus wenn die Kollegen gewinnorientiert arbeiten. Dann kostet ein Faulpelz sie Geld. Amazon hat zum Beispiel ein System eingeführt (oder will es), bei dem alle Mitarbeiter einer Abteilung einen Bonus bekommen, wenn niemand krank feiert. Ergo, die Kollegen übern auf Kranke Druck aus, denn sie kosten sie die den Bonus.

Dein sozialistisches System unterschiedet sich in keinster Wiese von einem Konzern. Ob die Volkswirtschaft den Gewinn bekommt, oder Aktionäre, sie haben nichts davon. Sie sind nur Lohnempfänger. Von dem Erfolg eines Unternehmens haben die nichts.

Natürlich kann eine Kommune funktionieren, aber nur für die, die es wollen.
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04.11.2017 03:13 Uhr von Steven_der_Weise
 
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Für Feldarbeit ist ein niedriges Bildungsniveau sicher besser,um sich wohl zu fühlen und wer seine seine Erfüllung darin findet im Dreck rum zu wühlen bitte , solange die Leute da freiwillig leben wollen.
Warum kommt mir nur bei dieser News der Begriff Arbeiter und Bauernstaat in den Sinn?
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04.11.2017 07:27 Uhr von Jalapeno.
 
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@ Kessel..

<---... Erklär uns die Welt doch mal deiner Sicht.

Ich bin gespannt. ...--->

Kurz und knapp: (Die Ruckzuck Formulierung)

Ein nichts im Universum, bevölkert von (in Selbstmitleid schwelgenden) Lebewesen, die sich Gegenseitig zum Marsch durch Instutitionen antreiben, um anschließend nicht mal mehr zu merken, das das letzte Hemd keine Taschen hat.

..und Jeder ist für sich selbst verantwortlich, und seines Glückes Schmied.
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04.11.2017 10:19 Uhr von Jalapeno.
 
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O.K.

Ich revidiere..

Der Mittelpunkt des Universums (Das Universum überhaupt) bevölkert von lauter glücklichen Menschen, die sich nicht der gesellschaftlichen Indoktrination ergeben,und alle irdischen Güter nach dem Tod mitgenommen werden können..

und nur Staatsoberhäupter, die Schmiede für einen, und sein Glück , verantwortlich sind.

Besser ?
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04.11.2017 11:00 Uhr von Jalapeno.
 
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P.S.

Was uns ungetrackt/ Kessel/Max/trallalö in Bezug auf Kibbuz als Beispiel erzählen mag.. Und "Die/ER/SIE/ES" als "Weisheit" verbreitet..

Funktioniert durchaus woanders anders.

Man schaue mal unter *Pygmäen* nach.

Gibt interessanterweise so Einige "Naturvölker" von den man durchaus was lernen könnte. ...

Aber als "zivilisierter und alles besserweiß 1te Weltler" fällt es Naturbedingt etwas schwerer, sich mit dem reinen Leben zurechtzufinden.

"Hier" brauchts Zucht und Ordnung, und jemand der einem alles "Vorkaut" ...

.... und Keller mit AfD- Altären. (Weil man selbst unfähig ist, sein Leben selbst auf die Reihe zu bringen.)

Und jetzt von denen Erwähnten *Minus* zu bekommen, baut nur auf!

Getroffene Bellen.
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04.11.2017 11:22 Uhr von Tilt001
 
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Das scheint die Seite der Genossenschaft zu sein:
http://www.cooperativamarinaleda.es

Die Eigentümerstruktur ist mir allerdings noch etwas unklar. Wie viele Mitglieder hat die, wie hoch ist der maximale Genossenschaftsanteil? Zahlt sie Steuern an die Gemeinde oder läuft sie als Eigenbetrieb dieser?
Zahlen die Menschen wirklich 15 Euro Miete oder ist das nur die Grundsteuer?

Eine Genossenschaft auf eigenem Grund kann natürlich etwas bewirken, vor allem auch durch die Mitarbeiterbindung vor Ort darauf.

Ohne die entscheidenden Zahlen, kann man das Experiment aber auch nicht genauer bewerten.
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05.11.2017 08:12 Uhr von funi31
 
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Klingt stark nach linksversifften Gutmenschen
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05.11.2017 09:08 Uhr von Brunnenbeschuetzer
 
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@Jalapeno: Nimm mich bitte in die Liste auf, von mir hast du auch ein Minus bekommen. Ob dich das aufbaut ist mir scheißegal :)

Wer so in einem schwarz/weiß-Denken gefangen ist wäre ein hervorragender Propagandaminister gewesen. Sobald jemand anfängt mir "alle AfD-Wähler" oder "typisch AfD-Wähler" anfängt brauche ich gar nicht mehr weiter lesen; ich weiß über denjenigen alles, was ich wissen muss. Das ist genau die Schiene von "alle Afrikaner/Syrer/<beliebige Minderheit einsetzen> sind..."
Genau das, was ihr angeblich so verwerflich findet praktiziert ihr selbst und alles was nicht in Euer kleines Weltbild paßt wird gehatet.
Die Wahrheit liegt immer dazwischen, es gibt nicht nur schwarz oder weiß.Und es gibt keine absolute Wahrheit. Modell der Welt und so... .

Ach wem erzähl ich das eigentlich. Waste of time.
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06.11.2017 19:20 Uhr von CoffeMaker
 
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@ Max97

"Wenn in einer Firma einer nicht mitzieht, passiert ersten mal nichts. Nehmen wir an wir haben eine Firma mit 20 Leuten und eine faule Socke. Den Kollegen tut die faule Socke erst einmal nichts. Da jeder das gleiche Gehalt bekommt, ob der Kollege arbeitet oder nicht, und nur der Chef den Gewinn abschöpft, ist es den Kollegen egal was der Faulpelz macht."

Da liegst du falsch. Erstens gibt es viele für die ist Polen offen wenn du einen Hammerschlag weniger tust fürs gleiche Gehalt und zweitens wenn sie die Arbeit des Faulpelzes mitmachen müssen.

"Dein sozialistisches System unterschiedet sich in keinster Wiese von einem Konzern. Ob die Volkswirtschaft den Gewinn bekommt, oder Aktionäre, sie haben nichts davon. Sie sind nur Lohnempfänger. Von dem Erfolg eines Unternehmens haben die nichts."

Das ist auch falsch. Ein Aktionär im Kapitalismus muss nicht zwingend arbeiten, er kann davon leben das andere für ihn arbeiten. Im Sozialismus muss jeder arbeiten, der Mehrwert wird durch Subventionen zurückgegeben so dass der Arbeiter sich immer mehr leisten kann. Meinst du in der damaligen DDR hat ein Brötchen 5 Pfennig gekostet? Ein Kinobesuch 50 Pfennig? Straßenbahnfahrt durch die ganzen Stadt 20 Pfennig? Bahnfahrt von Berlin nach Thüringen 9 Mark? Mieten zwischen 15-75 Mark inklusive Wärme soviel man will? Schulessen 50 Pfennig? Fast alles wurde subventiniert, außer Luxusartikel.

Wenn man die ganzen Gewinne der Konzerne heutzutage einkassieren würde könnte man das bei gleichen Löhnen genauso handhaben und du hättest am Ende des Monats mehr Geld in der Tasche als umgekehrt. Und du sagst das da keiner was von hat? Da hast du irgendwo einen Denkfehler.

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