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Tote Jugendliche in Gartenlaube: Vater wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

 

Vor sieben Monaten fand ein Vater sechs Jugendliche tot in seiner Gartenlaube im bayerischen Ort Arnstein, darunter seine zwei Söhne.

Der Mann wird nun wegen fahrlässiger Tötung angeklagt, er soll ein Stromaggregat fehlerhaft aufgestellt haben.

Die 18- und 19- Jährigen starben an einer Kohlenmonoxidvergiftung während sie in der Laube feierten: Das geruchlose Gas hatte sich im gesamten Gartenhäuschen unbemerkt ausgebreitet.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Vater, Jugendliche, Tötung, Tote, Gartenlaube
Quelle: spiegel.de
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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.09.2017 13:47 Uhr von Imogmi
 
+19 | -9
 
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Erst war es ja BILD die mit den Toten sprechen konnte und jetzt kommt der Spiegel noch dazu.
"Sieben Monate nachdem im bayerischen Ort Arnstein sechs Jugendliche tot in einer Laube gefunden wurden, sind die Ermittlungen abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen fahrlässiger Tötung gegen den Besitzer des Gartenhauses. Den Ermittlern zufolge wird dem Vater von zwei der Jugendlichen vorgeworfen, dass er das Unglück hätte vermeiden können, wenn er den Stromgenerator sorgfältiger aufgestellt hätte. "
man beachte "wird dem Vater von zwei der Jugendlichen vorgeworfen" ?????????

Nur mal ein,zwei Frage dazu, hat der Vater das Aggregat angemacht oder die Jugendlichen ?, hatten die Jugendlichen die Erlaubnis das gartenhaus zu nutzen ? u.s.w.

Hier sieht man mal wieder wie "verbohrt" unsere Justiz ist, bei anderen Delikten mit spez. Beteiligung wird nicht angeklagt, da wird noch überlegt ob der Täter für ein Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen werden soll :-))

wenn es nicht so traurig wäre, könnte man über die Staatsanwaltschaft nur müde lächeln...
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01.09.2017 14:02 Uhr von Leichenvater
 
+1 | -17
 
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01.09.2017 15:17 Uhr von DiggerDigger
 
+18 | -2
 
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Nu haltet mal die Füsse still!

Ich wette, Ihr habt nicht die geringste Ahnung von der Sachlage.

Das ganze ist wirklich äusserst tragisch verlaufen, darum wurde bestimmt auch sorgfältig ermittelt. Und ich glaube auch, dass keiner der Ermittler da leichtfertig Behauptungen aufstellt, sondern Fakten sammelte. 6 Tote junge Leute!

In Deutschland wird - und das ist richtig und wichtig - bei Todesfällen die auf Unfall oder Straftat beruhen, sowie generell bei unschlüssiger Lage bei Tod immer ermittelt.

Die Fakten gehen dann an Staatsanwaltschaft und nach Prüfung dann an das zuständige Gericht zur Rechtsprechung.

Dieses Gericht, nicht Bild oder Stern oder gar einer der übereifrigen ShortNews Kommentatoren findet Recht.

Ich denke, ein/e Richter/in in Deutschland ist ausgebildet und erfahren und auch neutral genug um dann mit seinen Beisitzern oder Schöffen zu einem gerechten Urteil zu kommen.

Das ist doch allemal ein beseres System, als Verfehlungen hier in einer ShortNews von allen ohne Fakten diskutieren und aburteilen zu lassen...
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01.09.2017 15:59 Uhr von meisterallerklassen
 
+2 | -7
 
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18 und 19 etc. - tragisch - aber in dem Alter kontrolliert man ein Aggregat bevor man es in Gang nimmt - mit dem Alter ist man für sich selber verantwortlich
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01.09.2017 16:22 Uhr von hesch
 
+12 | -4
 
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Leidet der Vater nicht schon genug, muß er jetzt noch sein eigenes Grab schaufeln ?
Es ist und bleibt für mich ein tragischer Unfall !
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01.09.2017 16:52 Uhr von hostmaster
 
+5 | -5
 
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Wer hat den Generator gestartet? Der angeklagte Vater oder einer der Jugendlichen?
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01.09.2017 18:00 Uhr von Imogmi
 
+1 | -8
 
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@ DiggerDigger
zum großen Teil hast du vlt. recht, aber trotzdem muss ich dich entäuschen wenn du glaubst was du hier schreibst hast du Tomaten auf den Augen :
"Ich denke, ein/e Richter/in in Deutschland ist ausgebildet und erfahren und auch neutral genug um dann mit seinen Beisitzern oder Schöffen zu einem gerechten Urteil zu kommen."
Es muss erst einmal zu einer Verhandlung kommen, wir wissen nicht wie die Staatsanwaltschaft entscheidet.

Auch haben wir Fakten zur Sachlage, siehe O-Text :
"Das tödliche Gas trat den Ermittlern zufolge aus einem Benzingenerator aus, den der Besitzer der Laube in einem Nebenraum aufgestellt hatte. Unbemerkt habe sich das geruchlose Gas im gesamten Gartenhaus ausgebreitet."
und
"Laut Staatsanwaltschaft war das Stromaggregat nicht für geschlossenen Räume zugelassen."

daraus lassen sich viele Schlussfolgerungen ableiten.
Ich habe nichts gegen dich, aber halte uns nicht für ganz doof.

"Das ist doch allemal ein beseres System, als Verfehlungen hier in einer ShortNews von allen ohne Fakten diskutieren und aburteilen zu lassen..."
es sind doch Fakten vorhanden , also noch ein widersinniger Satz von dir.

Aber ich sag ja nichts mehr, da du ja auf das System vertraust...
armes Deutschland

ach ja, wenn du meinst die Medien haben keinerlei Fakten geschrieben, dann müssen wir doch eine Lügenpresse haben.......??

[ nachträglich editiert von Imogmi ]
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01.09.2017 18:24 Uhr von Fishkopp
 
+6 | -6
 
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Ich möchte mal orakeln das diese Anschuldigung bzw. Klage von den Eltern von 4 Jugendlichen gekommen ist, wenn der Besitzer der Laube der Vater von 2 Jugendlichen ist. Jetzt wars der böse Vater der 2 Kinder mit seiner Laube, das jener auch mal eben seinen Nachwuchs verloren hat ist wohl egal oder ?

Und ein Stromaggregat das "stellt" man nicht mal so eben auf. Das baut man auch nicht zusammen. Dort wo es gerade steht kann es angeworfen werden und ein Stecker mittels Stromabnahme abgegriffen werden. Wo sollte man denn sein Stromaggregat "sachgemäß" lagern ? Draussen bei Wind und Wetter ? Wo es nach 2 Monaten kaputt gerostet ist.

Das Ding stand nunmal eben in dem Gartenhaus und die 6 halbwüchsigen haben dann damit ihren Tod besiegelt. Vielleicht sollte man mal in der Schule über den Kohlenstoffmonoxid-Ausstoss von Verbrennern sprechen als nur Müll zu unterrichten.
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01.09.2017 20:29 Uhr von Steven_der_Weise
 
+3 | -0
 
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Sicherlich trägt der Vater eine Mitschuld wenn die Sachlage richtig dargestellt wurde, was sie wahrscheinlich nicht wurde, ich nehme mal an das Wort "Lagerung" stimmt daran nicht und hätte wohl festinstalliert heißen müssen.
Wenn es ein tranportables Gerät war was zur Stromerzeugung sonst draußen verwendet wird, trägt er sicher keine Mitschuld.
Und das wird der einzige Punkt sein, den das Gericht zu klären hat.
Warum fällt es den Leuten immer so schwer zwischen Ihrer Mitleidsheuchelei und rein rechtlichen zu unterscheiden und was ist daran so schwer zu kapieren das es im Justizsystem kein Mitleid, dafür aber Ermessungspielräume gibt.
Wenn er bei einem vernünftigen Richter schuldig gesprochen wird bekommt er sicher Bewährung. Sein Hauptproblem werden dann aber eher die Privatklagen von den anderen Eltern sein.

Ach für die Leute die das wieder nicht kapieren oder nie gelernt haben, es gibt ein Strafrecht (Staatlich) und Privatrecht.

[ nachträglich editiert von Steven_der_Weise ]
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01.09.2017 23:19 Uhr von shadow#
 
+1 | -0
 
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Wie er es aufgestellt hat ist für die Schuldfrage eigentlich irrelevant.
Es geht einzig und allein um die Frage ob er das Aggregat angeschraubt oder die Hütte mit so kurzen Kabeln fest verdrahtet hat, dass man es nicht nach draußen tragen konnte.
Dass er es vorher bereits im Beisein seiner Kinder drinnen betrieben hat, ist zumindest nicht unwahrscheinlich.
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02.09.2017 02:58 Uhr von Steven_der_Weise
 
+2 | -1
 
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Ich entschuldige mich dafür, das ich so komplizierte Worte wie festinstalliert und Transportabel verwendet hab. Lol
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02.09.2017 18:19 Uhr von henry2110
 
+1 | -0
 
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Wenn es um Deutsche geht, muss unbedingt ein Schuldiger her und wenn man dafür den Vater, der schon genug gestraft ist, dafür einlochen muss!
Die Kerle waren 18 und 19 Jahre alt und hätten dieses Stromaggregat auch ins Freie stellen können.
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03.09.2017 01:50 Uhr von Dienst
 
+1 | -0
 
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Es gibt die Möglichkeit, ein Verfahren auch wieder einzustellen, wenn der Täter selbst einen großen Schaden erlitten hat, wie zum Beispiel den Tod der eigenen Kinder. Aber zunächst muß ermittelt werden. Und wenn die Staatsanwaltschaft eine Schuld (oder Teilschuld oder Mitschuld) beim Vater sieht, ist auch die Anklage richtig. Man wirft ihm ja keine Boshaftigkeit zu, sondern nur eine Fahrlässigkeit. Nur daß es auch fahrlässige Tötung als eigenen Straftatbestandteil gibt. Und wenn die Hütte nun regulär genutzt wird und ein Heizagregat vorhanden ist, muß man als Nutzer doch davon ausgehen, daß man es nutzen kann. Dem Vater kann man vorwerfen, daß er es nicht sachgerecht eingebaut hat. Wenn man es selber nicht kann, muß man gerade bei so etwas Experten heranziehen. Zu Prüfen ist einfach (und deshalb die Anklage, damit es im Verfahren geprüft wird), ob der fehlerhafte Einbau dem Vater wirklich anzulasten sind. Hat er gegen allgemeine Sicherheitsbestimmungen verstoßen oder wieso konnte das passieren. Die Anklage ist also richtig und auch notwendig. Darauf muß sich das Volk verlassen können, daß Straftaten auch verfolgt werden. Es wird eh schon viel zu viel nicht verfolgt, wegen Gründen wie Geringfügigkeit oder Fristüberschreitung... Und selbst, wenn der Vater freigesprochen wird, ist es doch gut für ihn. Ohne Verfahren kann man sich immer fragen, ob er schuld ist. Ein Freispruch hingegen schützt auch seinen Ruf.

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