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Urteil: Abmahnung wegen 30 Sekunden Fußballschauens in der Arbeit rechtens

 

Das Arbeitsgericht in Köln hat einem Arbeitgeber Recht gegeben, der seinen Angestellten abgemahnt hatte, weil dieser während der Arbeit Fußball schaute.

Allerdings handelte es sich um nur 30 Sekunden, die der Mitarbeiter eines Automobilzulieferers fernsah. Die Zeit, in der er dadurch nicht arbeitete, sahen die Richter als ausreichend für eine Abmahnung an.

"Erhält jetzt jeder eine Abmahnung, wenn er 30 Sekunden nicht arbeitet? Der Werksleiter ist nach dieser Aktion bei vielen Kollegen unten durch", so viele Kollegen, die bei dem Prozess anwesend waren.


WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Arbeit, Urteil, Abmahnung
Quelle: focus.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.08.2017 11:46 Uhr von Walder67
 
+23 | -2
 
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Wieso nicht gleich ein Auge ausstechen?

Man könnte natürlich auch einfach das persönliche Gespräch mit dem jeweiligen Mitarbeiter suchen und ihm ohne die Erteilung einer Abmahnung klar machen, dass das nicht gern gesehen wird und beim nächsten Mal eine schriftliche Abmahnung erfolgt.

Leider gibt die Quelle nicht viele Details her, ausser, dass 2 Zeugen gegen den Angestellten aussagen. Irgendwie beschleicht mich aber das Gefühl, dass der Werksleiter ein Arschloch ist.
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29.08.2017 12:10 Uhr von actionboy
 
+13 | -2
 
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Es ist aber auch möglich, dass sich dieser Angestellte schon zu oft und zu lange während der Arbeit(szeit) TV Sendungen angesehen hat während seine Kolleginnen und Kollegen ihrer Arbeit nachgegangen sind und es schon viele Beschwerden über sein Verhalten gegeben hat.
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29.08.2017 13:24 Uhr von alexa_11
 
+9 | -1
 
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In der Originalquelle findet man ein bischen mehr Informationen.

Hier der Link:

http://www.express.de/...

Zitat: "Im Kammertermin hatten Werksleiter Christian H. (53) und Logistiker Mehmet E. (55) als Zeugen ausgesagt. Der Logistiker gab an, während seiner Ruhepause am 25. Februar 2016 zunächst sein Stundenkonto und danach einen Livestream vom Europa League-Spiel zwischen Fenerbahce Istanbul und Lokomotive Moskau am Computer aufgerufen zu haben.

„Ich wollte kurz gucken, wie es steht. Als das Spiel bereits lief, habe ich Kemal dazugerufen, um kurz mit ihm zu quatschen. Er hat sich zu mir gesetzt und wir haben geredet. Dabei hat er auch auf den Bildschirm geschaut. Unser Chef stand 30 Sekunden bis eine Minute später vor uns und kündigte Konsequenzen an“, sagte E. vor Gericht. – Quelle: http://www.express.de/... ©2017"

Wenn ich den Teil korrekt verstehe, dann hat der betroffene Mitarbeiter nicht mal das Fussballspiel eingeschaltet sondern nur mit einem Kollegen, der während seiner Pause das Fussballspiel schaute, gesprochen ...
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29.08.2017 13:29 Uhr von alexa_11
 
+2 | -1
 
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@actionboy: In der Originalquelle sieht man Kollegen die vor dem Gerichtsgebäude für den Angeklagten protestieren und Schilder halten. Er scheint also zumindest einen Teil, vielleicht sogar die ganze Belegschaft hinter sich zu haben.
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29.08.2017 16:15 Uhr von rpk74ger
 
+1 | -2
 
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@alexa_11 ... Danke für den Text... für mich klingt das aber eher so, dass er einfach dooferweise schon nach 30 Sekunden erwischt wurde...
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29.08.2017 16:21 Uhr von shadow#
 
+6 | -1
 
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Laut den Aussagen hat der Abgemahnte also nicht mal aktiv den Stream angeschaltet, sondern sich lediglich mehr oder weniger zufällig in Sichtweite von einem Bildschirm aufgehalten, auf dem das lief.
"Vertrauensperson der IG Metall" - alles klar...
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29.08.2017 17:29 Uhr von Fomas
 
+2 | -2
 
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Von dieser ach so humanen Arbeitswelt hab ich echt genug.
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29.08.2017 17:50 Uhr von Imogmi
 
+1 | -3
 
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"Eine solche Abmahnung kann – etwa im Wiederholungsfall – eine spätere Kündigung erleichtern."
das ist der wahrscheinlich richtige Grund, der AG will den Mann loswerden und dabei ist ihm jedes Mittel recht.

@ Fomas
"Von dieser ach so humanen Arbeitswelt hab ich echt genug"

das kann jeder für sich selbst ändern , und wenn er noch möchte seinem Chef den Finger zeigen.
Mann muss sich nicht ausnutzen lassen, in diesem Fall hätte ich dem Chef bzw. der Firma die 30 sec. in Geld erstattet und hätte ihn stehen lassen, aber vlt. muss Kemal ja eine gute Betriebsrente gezahlt werden und man möchte das verhindern ; machen fast alle Firmen mit so einer Betriebsrente da sie zu teuer geworden ist....
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29.08.2017 18:25 Uhr von TheRoadrunner
 
+1 | -1
 
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Zur Originalquelle (siehe Beitrag von alexa_11):
Eine Frage wäre ja, ob der Logistiker selbst denn auch eine Abmahnung bekommen hat. Am Ende etwa nicht, und er hat dafür gegen seinen Kollegen aussagt?

Anstelle des abgemahnten Mitarbeiters würde ich jedenfalls in Berufung gehen.

Mein erster Reflex beim Lesen der News war ja zu sagen, dass jemand wissen sollte, wenn er auf der Abschussliste steht, und sich dementsprechend umsichtig verhalten. Dass er sich nicht schnell genug weggedreht hat, als jemand anders einen Live Stream geschaut hat, kann man dem Mann ja aber nun wirklich nicht vorwerfen.
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29.08.2017 18:55 Uhr von bigX67
 
+1 | -7
 
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fühlt sich an wie union-busting. auf unterster ebene.
vielleicht war es auch nur rassismus oder es ging um eine frau;).

wird jedem raucher auch sofort gekündigt?
zumindestens bei mir haben die 2-3 mal pro schicht ihren schmaus.
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29.08.2017 21:22 Uhr von willi_wurst
 
+5 | -1
 
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Wenn ich nur Logistiker Mehmet E. (55) und Kemal lese, dann weiß ich schon was das für Kerle sind. Nur mal kurz dies, nur mal kurz das ... Im Grunde scheissen die auf alle Regeln. Das wird vollkommen richtig sein, das die eine Abmahnung bekommen haben und spielen sich mal wie immer als Unschuldslämmer auf (Mimimi).
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29.08.2017 21:38 Uhr von Steven_der_Weise
 
+1 | -1
 
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Warum soll es Fußballfans besser gehen als Rauchern, gleiches (Un)recht für alle!!
Und natürlich haben solche Bagatellabmahnungen immer einen Firmenpolitischen Zweck,in erster Linie den Druck auf die Leute zu erhöhen.
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30.08.2017 04:26 Uhr von fraro
 
+4 | -1
 
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Dabei war der Arme doch schon gestraft genug, Fenerbahce Istanbul 30 Sekunden beim Bolzen zuzuschauen!

;-)
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30.08.2017 07:25 Uhr von Brit2
 
+3 | -2
 
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Freie Wirtschaft eben. Nicht Öffentlicher Dienst.
Wenn jemand nachweislich nur 30 Sekunden geistig abwesend ist - riskiert er den Job. Woanders trifft man sich zum Kuchenschwatz und geht in der 30 min Mittagpause für 1 Stunde gemeinsam auf den Wochenmarkt oder liest Zeitung, oder ist Kettenraucher ... Wer morgens später kommt, darf nachmittags früher gehen. Aber nicht nur 30 Sekunden.
Vermutlich geschah jene Abmahnung aus reinster persönlicher Schikane. Leider vom Gesetzgeber her erlaubt. Da zweifelt man eher am Gesetz.

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