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Urteil: Phishing-Opfer sind selbst schuld und erhalten keine Entschädigung

Das Amtsgericht München hat die Klage eines Ehepaars aus Aying abgwiesen, das auf einen Phishing-Betrüger hereinfiel und arglos etwa 4.500 Euro überwies.

Die Kläger forderten von der Bank das Geld zurück, die Richter urteilten jedoch, dass sie selbst schuld an dem Vorfall seien.

Das Paar hatte von der vermeintlichen Hypovereinsbank eine Mail erhalten, wonach ihr Online-Banking-Account ablaufe, weshalb ein Link zur manuellen Zahlung aufgerufen wurde. Laut Richter hätte jedem klar sein müssen, dass es sich hier um eine betrügerische Überweisung handele.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Opfer, Entschädigung, Phishing
Quelle: sueddeutsche.de
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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.08.2017 11:57 Uhr von BoroBMW
 
+16 | -5
 
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Ist das wahr?
Gibbt es echt sooo Dumme Menschen???

Selber schuld!
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21.08.2017 12:10 Uhr von Tuvok_
 
+1 | -1
 
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-DoppelPost-

[ nachträglich editiert von Tuvok_ ]
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21.08.2017 12:11 Uhr von Tuvok_
 
+15 | -3
 
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Seit über 20 Jahren gibt es die Pishing Mails, Prinzen aus Nigeria und Soldaten aus Afgahnistan die Große Geldmengen außer Landes bringen wollen. Es gibt immer noch Leute die drauf reinfallen weil sie sich in einer Welt bewegen die sie nicht verstehen -> DEM INTERNET. Sie glauben alles was auf dem Bildschirm steht und verstehen Null davon wie das Netz tickt... Ergebnis siehe oben.
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21.08.2017 12:43 Uhr von Todtenhausen
 
+14 | -3
 
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"Man soll nicht alles glauben, was im Internet steht."

- Abraham Lincoln
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21.08.2017 12:56 Uhr von Walder67
 
+14 | -2
 
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Es gibt so unheimlich viele naive Menschen, dass ich es aufgegeben habe, über solche Nachrichten verwundert zu sein.
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21.08.2017 14:01 Uhr von oldtime
 
+7 | -0
 
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Es gibt so viele phising Emails. Vielen sieht man sofort an das es keine original Email ist. Aber es gibt immer wieder auch richtig gut gemachte wo man den Unterschied eigentlich kaum noch feststellen kann. Vor allem nicht als Laie.

Das führt bei mir sogar dazu das ich tatsächlich echten Emails nicht mehr vertraue. Wenn da was per Mail kommt mit dem Konto oder so gehe ich immer direkt auf die Webseite und schaue da nach ob das in der Mail stimmt. Nie über einen Link in der Mail.

Emails kann man leider überhaupt nicht mehr vertrauen.
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21.08.2017 14:12 Uhr von Todtenhausen
 
+8 | -1
 
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Meistens hilft es auch, wenn man vorher guckt, wohin ein Link zeigt.

Steht im Text z.B. "Kundenkonto aufrufen" und der Link zeigt zu bankname.irgendwas.domain, dann kann man die Mail getrost sofort löschen.
Im Zweifel direkt im Portal nachsehen (nicht über den Link in der E-Mail), wie oldtime schon geschrieben hat, oder auch einfach mal dort anrufen und nachfragen.
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21.08.2017 14:22 Uhr von spagnolo
 
+2 | -14
 
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21.08.2017 15:54 Uhr von Suffkopp
 
+0 | -4
 
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@Todtenhausen - guter Kommentar. Nur fragt sich WARUM Dir 5 ein Plus gegeben haben.

Entweder sie haben überrissen was Du geschrieben hast oder sie geben damit dem Zitatgeber recht. Das letztere wäre allerdings blöd.

Man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben, hoffen wir mal das Beste :)
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21.08.2017 15:55 Uhr von michel29
 
+4 | -2
 
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Was gegen Phishing hilft ist bei Überweisungen die F13 Taste drücken, dann kann nix passieren
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21.08.2017 16:14 Uhr von LyranX
 
+2 | -0
 
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Ds ist gleichzeitig auch der Grund, wieso wir in 20 Jahren noch Phishingmails bekommen werden.
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21.08.2017 16:43 Uhr von ungetrackt-erwischt
 
+0 | -4
 
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Hat nicht letztin die Buchhaltung einer großen Firma mehrere Millionen so vergeigt. Dabei gehe ich davon aus, daß eine gute Fisching-mail kaum von einer echten zu unterscheiden ist und selbst wenn man auf den Link klickt ist es möglich, daß man gerade einen Hypothetischen neuen DNS-Server verwendet, der durch irgend einen Teil der Mail aktiviert wurde. Sprich man kommuniziert sogar mit der Bank und der echten Adresse von ihr. Nur leider eben nicht wirklich sondern nur mit einem DNS Server, auf dem der Eintrag genau dieser Bank verändert wurde und man auf eine Falsche Seite, die verblüffend echt wirkt geleitet wird.

Ein normaler Nutzer wird dies nicht mal mehr feststellen können, weil ihm dabei gar nichts auffallen kann. Vielleicht hätte er Scripte abschalten können nur das wird ja von so vielen Seiten verteufelt, daß eben viele Nutzer das nicht machen. Die Bestätigung für das umstellen des DNS läßt sich bestimmt so verschleiern, daß der Nutzer etwas anklickt, daß für ihn völlig unverfänglich wirkt.

Nur wie will man im Nachhinein einem anderen Menschen zeigen, daß es auf dem Rechner nicht mal zu bemerken war? Dazu müßte man alles Filmen, was man eingibt. Nur das hat kaum ein Mensch, daß er alles was er am PC tut filmt. Wer will das auch?
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21.08.2017 16:43 Uhr von Steven_der_Weise
 
+1 | -1
 
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Was ich viel dümmer finde als auf so eine Mail rein zu fallen, was sicher mehr Leuten passiert als man denkt, wenn man sich mal Statistiken darüber ansieht ist, das die Leute dann die Bank verklagen die damit gar nichts zu tun hat.

[ nachträglich editiert von Steven_der_Weise ]
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21.08.2017 17:13 Uhr von Steven_der_Weise
 
+1 | -1
 
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Man fragt sich da nur, wer ist schlimmer der Anwalt der die zu so was bringt oder der Phishing Betrüger.
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21.08.2017 17:15 Uhr von a.maier
 
+5 | -3
 
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Viele Banken wollen Ihre Kunden , davon einige 70+, vom Internetbanking überzeugen. Das spart Kosten. Die Risiken liegen beim Kunden. Diese Mails sind so gemacht das selbst routinierte Internetnutzer überlegen müssen. 70jährige, die den Banken noch vertrauen, haben keine Chance!
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21.08.2017 17:20 Uhr von a.maier
 
+2 | -2
 
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@Steven_der_Weise
...Die Banken sind Schuld! Sie wollen internetbanking!
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21.08.2017 17:35 Uhr von floflop
 
+1 | -2
 
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zum glück müssen die jetzt noch die anwalts/gerichtskosten tragen ^^
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21.08.2017 17:37 Uhr von Steven_der_Weise
 
+3 | -0
 
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Es spart für beide Seiten kosten(Fahrtkosten z.B)
Und es gibt noch genug Banken mit Filialnetzen, zur Zeit ist also noch niemand zum Internetbanking gezwungen, was es übrigens schon Jahrzehnte gibt und für viele Leute unentbehrlich ist z.B. Berufstätige im Außendienst oder auf Montage, wo ist dein Problem?
Über Sicherheitsmaßnahmen und Haftungsfragen die bei jeder Bank unterschiedlich sein können kann man durchaus Diskutieren, aber sicher nicht über das Internetbanking an sich.

[ nachträglich editiert von Steven_der_Weise ]
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21.08.2017 17:39 Uhr von Leichenvater
 
+6 | -0
 
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vollkommen richtig dieses Urteil

Dazu ist auch nicht mehr zu sagen
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21.08.2017 17:54 Uhr von ungetrackt-erwischt
 
+0 | -3
 
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@Steven_der_Weise

Wenn jemand sie herein legen wollte, gehe ich davon aus, daß es ihm gelingt, weil sie sind so von sich überzeugt, daß es leicht sein dürfte. Das jedoch wäre dann nicht um Geld abzuzocken sondern nur um ihnen zu zeigen, daß es überhaupt unmöglich ist sich ganz davor zu schützen.
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21.08.2017 19:08 Uhr von TheRoadrunner
 
+2 | -1
 
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Zum Thema Phishing war mein Glück wohl, dass ich zunächst (angeblich) von etlichen Einrichtungen solche Emails bekam, mit denen ich gar nichts zu tun hatte. Wenn man zum ersten Mal oder seit langer Zeit mal wieder eine solche Email bekommt *und* es blöderweise auch noch passt --- ich werde es Leuten nicht vorwerfen, dass sie darauf reinfallen.
Noch weniger wie diese Leute kann allerdings die Bank dafür, sofern sie nicht ihre Pflichten in irgendeiner Form vernachlässigt hat.
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21.08.2017 21:37 Uhr von CoffeMaker
 
+4 | -0
 
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@ungetrackt-erwischt nö, deinen hypothetischen Server könntest du nur vorgauckeln wenn du ein Programm auf den Rechner installierst, wird von den meisten Blockern erkannt.
Die einzigen die so noch agieren sind die Leute die dir einen Trojaner auf die Platte hauen wollen.

Phishing selbst ist etwas subtiler, weil beruht sich nur auf Täuschung und der Unachtsamkeit des Empfängers .
Ähnliche Adressen und ähnliches Design. Genau angesehen erkennt man sie aber.

- angezeigten Absendernamen (zb. Deutsche Bank)kann man sich aussuchen
- Betreff mit dem Schlagwort (zb. Sicherung Ihrer Spareinlagen bei der Deutschen Bank) kann man sich ausssuchen
- Abesenderadresse kann man ähnlich (deutsche-bank.onlineservice.de) gestalten
- Design kann man sogar 1:1 kopieren

Knackpunkt ist nur die Absenderadresse, man muss nur eine Domaine kaufen/ordern die irgendwie mit der gewollten Unterdomaine zusammenpasst. Eine Adresse wie http://www.deutsche-bank.kackplatz.de wäre da zb. total fehl am Platz, http://www.deutsche-bank.onlineservice.de wäre da schon auf den ersten Blick glaubwürdiger.

Von daher nicht nur dem Namen und dem Design trauen sondern auch die Korrektheit der Adresse und auch die können auf den ersten Blick trügen, weil landessparkasse.de nicht gleich Iandessparkasse.de ist (erstes mit kleinem L und zweite mit großen i), mit Buchstaben kann man schließlich auch noch spielen.

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