25.07.17 11:25 Uhr
 10.023
 

Berlin: Gut laufendes Café muss schließen - Kein Personal zu finden

 

In Berlin muss ein Inhaber sein seit zehn Jahren bestehendes und gut laufendes Café schließen, weil er einfach kein geeignetes Personal findet.

"Im August können wir wegen Personalmangels und Urlaubs überhaupt nicht öffnen", erklärt Martin Jaenichen: "Jungen Leuten ist oft der Weg zur Arbeitsstelle zu weit, sie möchten nicht am Wochenende arbeiten oder der Job in der Gastronomie ist ihnen generell zu stressig."

Gesucht werden dringend zwei Verkäufer und ein Konditor, die Gastronomie klagt seit langem über Fachkräftemangel.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Berlin, Personal, Café
Quelle: focus.de

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61 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.07.2017 11:43 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
+84 | -7
 
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Ja dann bezahlt man halt mal ein anständiges Gehalt und plötzlich gibts keinen Fachkräftemangel mehr. Und der Focus tut auch noch so als seien es die faulen Jugendlichen. Ekelhaft. Wann gehen diese furchtbaren Fakeschleudern wie Focus und Huffingtonpost endlich über den Jordan. Furunkel am Arsch der Gesellschaft.

[ nachträglich editiert von DesWahnsinnsFetteKuh ]
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25.07.2017 11:43 Uhr von Walder67
 
+52 | -6
 
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Wie viel pro Stunde bezahlt man denn für den weiten Anfahrtsweg, die Überstunden und Wochenendarbeit sowie den unbestritten höheren Stress in der Gastronomie?

1 Euro?
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25.07.2017 11:53 Uhr von Feinripptraeger
 
+56 | -9
 
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Für 9, respektive 10€/h kriegst du keinen Hartz4ler aus dem Bett.
Die warten lieber auf das bedingungslose Grundeinkommen.

Solche Löhne sind ein Witz.
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25.07.2017 11:54 Uhr von Fanille
 
+21 | -5
 
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das Thema betrifft nicht nur die Gastronomie. Es fehlen auch andere Fachkräfte.
Das ganze geschuldet von der dreisten "Hättest was anständiges gelernt" Politik.
In einigen Jahren wird es voraussichtlich nicht mehr möglich sein irgendwo schnell mal auf ein Bierchen oder 2 zu gehen. Wobei ich nicht weiß ob Studierte auch gern Bier oder Wein trinken.
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25.07.2017 11:58 Uhr von bo0z
 
+40 | -3
 
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Wann wird das Wort Fachkräftemangel endlich aus den Köpfen verschwinden.
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25.07.2017 12:08 Uhr von Suffkopp
 
+18 | -2
 
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Feinrippenträger - völlig richtig. Zumal er ja bei dem Lohn schon die Ansprüche auf "„Sie müssen sich halbwegs mit der Kundschaft verständigen können und pünktlich zur Arbeit kommen. Mehr erwarte ich nicht“," runtertgeschraubt hat. Soll er mal lieber sagen was er zahlen würden wenn da jemand mit Engagement, kundenfreundlichem Auftreten usw. kommt.
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25.07.2017 12:48 Uhr von TendenzRot
 
+2 | -31
 
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25.07.2017 13:04 Uhr von Imogmi
 
+22 | -3
 
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ich dachte wir haben mit der Flut der Neubürger genügend Menschen die Arbeit suchen und natürlich bestens ausgebildet
oder war das ein Irrtum ??? :-))

Jedenfalls die einladende Person ist ein gewaltiger Irrtum.
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25.07.2017 13:24 Uhr von Mauzen
 
+19 | -1
 
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Komisch, die Arbeitgeber sagen zum Fachkräftemangel immer nur, dass die Leute den Job nicht mögen, die Arbeitnehmer sagen üblicherweise, dass sie den Job zwar gerne machen würden, aber die Bezahlung so schlecht ist, dass sie nicht davon leben können.
Und wer will schon einen Job annehmen, wenn er weiß, dass er sich direkt noch einen Zweiten suchen müsste?

Zuwandernde Fachkräfte sind nicht nur so praktisch, weil sie jeden Kackjob machen wollen, sondern auch weil sie es für ein hierzulande lächerliches Gehalt machen.

[ nachträglich editiert von Mauzen ]
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25.07.2017 13:33 Uhr von BoroBMW
 
+30 | -0
 
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"Berlin: Gut gehendes Café muss schließen - Kein Personal zu finden"

Eher so:
"Berlin: Gut gehendes Café muss schließen - Kein Personal der für 9 Euro/h malocht zu finden"
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25.07.2017 13:37 Uhr von tafkad
 
+15 | -2
 
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Also ich hätte da einen Konditor aus Leidenschaft an der Hand aber wenn dieser nach Berlin ziehen soll, muss das Gehalt stimmen. Da er nicht ohne Frau und Kinder dort hin ziehen würde und die Frau ja dadurch auch erstmal Arbeitslos wäre müsste der Lohn schon so hoch sein das Umzug + Alleinverdiener ohne weiteres funktionieren muss. Heißt mit anderen Worten wird eh keiner bezahlen wollen.
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25.07.2017 13:47 Uhr von Mein-Bein-tut-weh
 
+14 | -4
 
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Immer die selbe Leier, ob bei den Paketboten, oder bei den Brummi-Fahrern, überall herrscht Fachkräftemangel.

Ich verdiene 22€ die Stunde, Samstags +25% Sonntags + 70% 13 Monatsgehalt +Urlaubsgeld für 5€ mehr die Stunde würde ich wechseln.

Wetten, bei mir meldet sich von den Asis, die die Arbeitnehmer nur ausbeuten wollen niemand?
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25.07.2017 14:22 Uhr von BoroBMW
 
+4 | -4
 
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@ Mein-Bein-tut-weh
Ich glaub jeder würde für 5 Euro mehr wechseln!

Warum Sonntags + 70 %?
Ist es nicht Standart 100 %?

Nachtrag...
Bei News von Putzhilfe.....
Hast Geschrieben:"
Eine Putze hat noch nicht einmal ein Drittel meines Stundenlohns"
Meinst echt das ne Putzhilfe bei Dir für 7 Euro /Std kommt???
Wo lebst Du denn???

[ nachträglich editiert von BoroBMW ]
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25.07.2017 14:23 Uhr von erdengott
 
+10 | -1
 
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"Ja dann bezahlt man halt mal ein anständiges Gehalt und plötzlich gibts keinen Fachkräftemangel mehr."
Dieses Wirkprinzip nennt man auch "Marktwirtschaft". Mangel gibt es dort nur wenn man sich nicht an die Spielregeln hält. Löhne erhöhen bis sich Leute finden oder der Betrieb nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben ist, in beiden Fällen ist der Mangel weg.

[ nachträglich editiert von erdengott ]
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25.07.2017 14:30 Uhr von Leichenvater
 
+7 | -7
 
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wie kein Personal zu finden? und was machen unsere neuen Fachkräfte die wir in Massen bekommen haben?
Darunter muss es doch ein Paar geben oder?
Das hat ja Volksver.. Merkel und Vasallen uns gesagt.
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25.07.2017 14:46 Uhr von Anima_Amissa
 
+6 | -30
 
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25.07.2017 15:07 Uhr von tafkad
 
+16 | -4
 
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@Anima_Amissa

Also entweder bist Du so ein H4´ler der sich ausnutzen lässt oder so ein Arschloch was andere ausnutzt indem es demjenigen so wenig bezahlt das er davon nicht leben kann.
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25.07.2017 15:15 Uhr von Tomo85
 
+23 | -3
 
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@Anima_Amissa:

Würde ich arbeitslos werden und in H4 rutschen, würde ich nen Teufel tun und versuchen mich damit zu retten unter Wert zu arbeiten.
Das schadet nicht nur mir, sondern meinen Kollegen, meiner Branche.

Kurz: auf Arbeit mit einer Entlohnung gleich H4 muss verzichtet werden.
Special hint:
Die Lösung hier sind bessere Löhne, nicht das mindern des H4-Satzes.

Menschen die moralisch ach so toll dastehen und jede Arbeit zu jedem Lohn mitmachen, haben uns erst in die Situation der Niedriglöhnerei gebracht.
Mal drüber nachdenken...

Lücken im Lebenslauf ... auch so eine Sache ;)
Antwort: "Ich war X Monate/Jahre auf Weltreise, kann ich ihnen nur empfehlen!"
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25.07.2017 16:02 Uhr von Naikon
 
+2 | -4
 
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@Tomo85
dann war ich bereits 3 mal 3 jahre lang auf Weltreise =D
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25.07.2017 16:11 Uhr von Phrix84
 
+13 | -1
 
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wenn ich sehe was eine ex-Freundin von mir in der Gastronomie schuften musste, was da an Überstunden etc. verlangt wurden für einen bestenfalls mittelmäßigen Lohn....Ich kann vollkommen verstehen wenn den Berufszweig niemand freiwillig wählt.
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25.07.2017 16:30 Uhr von allibertbert
 
+9 | -1
 
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Das Meiste dazu wurde schon gesagt. Wenn sich dann seitens des Betreibers noch Frechdreist hingestellt wird um zu sagen, dass man sich nicht vorstellen könne dass es an der sogar über dem Mindestlohn liegenden Bezahlung liegen könne, wunder mich gar nichts mehr.

Mit 0,16€/h über dem Mindestlohn liegenden Einstiegsgehalt mit Aussicht auf einen fetten Euro Gehaltserhöhung "später" muss er sich nicht wundern, dass er keinen findet, der in die Berliner Randbezirke pendelt... Da ist "Regale Einräumen" im Supermarkt um die Ecke deutlich weniger stressig und kaum weniger lukrativ...
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25.07.2017 16:41 Uhr von mannomann30
 
+8 | -20
 
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25.07.2017 17:23 Uhr von Eule99
 
+7 | -5
 
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Solange man Arbeit ablehnen kann und man genug HartzIV hat , dann ist das eben so
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25.07.2017 18:12 Uhr von H1N1
 
+8 | -2
 
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jo dann soll der gute herr gastronom halt ordentliche löhne zahlen dann kommt auch personal
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25.07.2017 18:52 Uhr von Tilt001
 
+9 | -0
 
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""An der Bezahlung - glaubt der Bäcker - könne es nicht liegen: Jaenichen bezahle mehr als den Mindestlohn: 9 Euro pro Stunde Anfangsgehalt, später 10 Euro pro Stunde.""

Der Mindestlohn beträgt aktuell 8,84 Euro, das heißt man bekommt dort nur 16 Cent mehr als gesetzlich erlaubt. Damit ist man mit Sicherheit im unteren Viertel der Gastronomie-Gehälter. Wie die Trinkgeld-Regelung dort aussah wurde leider auch nicht hinterfragt.

Man muss nicht alles retten. Wenn es an irgendwas nicht fehlt in Berlin, dann sind es Cafés.

Aufpassen sollte man nur im Fernsehturm, lasst euch kein Gangsitz aufschwatzen, wenn am Fenster noch Plätze frei sind!

[ nachträglich editiert von Tilt001 ]

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