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Firmenstrategie: Eingeschleuste Mitarbeiter sollen Unkündbaren Fallen Stellen

Firmen stellen unkündbaren Mitarbeitern mit diversen Strategien Fallen, um doch einen Entlassungsgrund zu finden.

Oftmals werden Detektive als Mitarbeiter eingeschleust, die Mitarbeitern zum Beispiel Alkohol im Dienst unterjubeln. Ein anderer Spezialist für solche Fälle ist der Arbeitsrechtsanwalt Helmut Naujoks.

Naujoks preist seine Methoden sogar in Bücher namens "Kündigung von ´Unkündbaren´" oder "Schwarzbuch Betriebsrat" an. Unterlagen, die Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR vorliegen, zeigen, dass auch Naujoks mit Detektiven zusammen arbeitete.


WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Mitarbeiter, Stellen
Quelle: sueddeutsche.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.07.2017 13:04 Uhr von bo0z
 
+19 | -2
 
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Und alles kann auf legalem Boden funktionieren, weil Wirtschaftsliberalität grassiert. Arbeiter = Müll, Wirtschaft = Alles.
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04.07.2017 13:23 Uhr von bingobanga
 
+11 | -1
 
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Solche Praktiken sind nichts neues.
Jeder Mensch ist ersetzbar, und nur das Geschäft zählt.
Das große Geld wird am Rücken des kleinen Mannes/Frau gemacht.
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04.07.2017 13:38 Uhr von Walder67
 
+14 | -4
 
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Wird von der Politik toleriert und ist somit indirekt gewollt.

Aber Herr Tauber ist ja sowieso der Meinung, dass niemand was vernünftiges gelernt hat, der sich beschwert.
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04.07.2017 13:41 Uhr von Werner36
 
+10 | -0
 
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über Naujok gab es schon die ein oder andere interessante reportage. der typ hat soviel dreck am stecken, dass es mir zweifelhaft ist, wieso der typ noch eine zulassung als anwalt hat.
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04.07.2017 14:09 Uhr von doncazadore
 
+4 | -0
 
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die aushöhlung des arbeitsrechts im sinne der arbeitgeber hat in deutschland selbst durch die spd politische rückendeckung erfahren. da mutet es schon wenig glaubhaft an, wenn im wahlkampf vollmundig von der interessenvertretung für die " kleinen leute " und mehr sozialer gerechtigkeit fabuliert wird.
bisher hat noch jede gesetzliche regelung im vorgeblichen oder tatsächlichen interesse der arbeitnehmer die hintertürchen für leute wie naujoks offen gelassen.und einige gewerkschaften spielen da mit den inhalten der tarifverträge noch mit.neue gesetze zum kündigungsschutz oder zeit- bzw. leiharbeit sowie die gängige rechtssprechung haben daran bisher wenig geändert.
es ist also offenbar nicht gewollt, diese hintertürchen zu schließen.

[ nachträglich editiert von doncazadore ]
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04.07.2017 14:28 Uhr von Xaardas
 
+8 | -0
 
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ich könnte mir vorstellen, dass diese Praktiken auch gerne mal genutzt werden um langjährigen Mitarbeitern ihre Abfindungszahlungen wegzunehmen.

Junge ich zähle jeden Tag neue und krassere Fälle, welche immer mehr von der Ausnahme zur Regel werden.
Angefangen von irgendwelchen Sonderrechten für Rechte und linke sowie straffälligen Migranten. Immer mehr Ohnmacht und Toleranz gegenüber der organisierten Kriminalität.
Ganz zu schweigen die ganzen sozioökonomischen Probleme wie die Einkommensscheere, hoher Steuerlast, Altersarmut, immer weniger übernahmen von Kosten der Krankenkassen auch bei offensichtlich notwendigen Fällen und dem maroden Bildungssystem. Zu allem kommt noch hinzu, dass die Menschen sich lieber gegenseitig um das wenige beneiden was sie haben anstatt diese Probleme mal offen anzugehen.

Junge ich denke wir laufen geradewegs in eine soziale Kernschmelze unüberschaubar großen Ausmaßes und können de facto nichts dagegen tun, da die Politik sich von der realen Welt losgekoppelt hat wie einst der dekadente Adel in seinen letzten Tage des alten Frankreich.

Absolut verängstigende Zustände wenn ihr mich fragt.
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04.07.2017 14:35 Uhr von Steven_der_Weise
 
+10 | -0
 
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Warum braucht man dazu einen teuren Privatdedektiv?
Die"lieben" Kollegen werden es schon richten, gibt doch genug Denunzianten in jeder Firma.
Und die Firmen braucht es doch kaum noch zu stören seit die Abfindungen gedeckelt wurden.

[ nachträglich editiert von Steven_der_Weise ]
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04.07.2017 14:55 Uhr von G-H-Gerger
 
+6 | -0
 
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Das geht viel einfacher. Man gliedert Abteilungen in Einzelfirmen aus und überall dort, wo die Gewerkschaften anfangen sich breit zu machen, wird der Laden dicht gemacht. Wenn sich das dann in der Belegschaft herumspricht, sollte es das gewesen sein. Kostet weniger als teuere Anwälte und Detektive.
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04.07.2017 15:04 Uhr von Brit2
 
+2 | -1
 
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Eigentlich muss man nicht wirklich erst neue Leute dafür einschleusen. Solche Machenschaften kann man auch kostengünstiger planen - setzt man "seine besten Kollegen" auf die ausgesuchten Opfer an.
Es muss auch nicht zwingend Alkohol sein - es genügt bereits zu versuchen, ausgewählte Leute mit falschen Infos zu füttern, damit sie Kritik an Vorgesetzten oder andere negative Äußerungen von sich geben. Oder man verführt zu längeren Pausen oder nach Feierabend werden Seiten aus Akten vertauscht (oder entfernt). Alles schon erlebt.
Schade aber - dass das Vertrauen zu langjährigen Kollegen auf diese Art leidet. Weil ein nettes Lächeln eben doch Zähnezeigen bedeuten kann (bei einigen Leuten, die sonst nie so nett und interressiert und mitteilsam waren ...)
Unsere Personalleitung nahm selbst teil an solchen öffentlich angebotenen Lehrgängen - wie man eigentlich unkündbare Kollegen kündigen kann. Tja. Manche dürfen eben dürfen ...
Wir hatten mal einen Betriebsrat. Der sich nach nur einem Jahr selbst auflöste. Menschlich war es nachvollziehbar ...

[ nachträglich editiert von Brit2 ]
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04.07.2017 15:12 Uhr von Steven_der_Weise
 
+3 | -1
 
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LOL das immer noch so viele Leute an Gewerkschaften und Betriebsräte glauben, die dürfen ganze 3 Dinge machen, Labern, Streiken und einen Anwalt stellen, was jede Rechtsschutzversicherung auch kann zum letzteren, meistens ist die sogar preiswerter als Gewerkschaftsbeiträge.
Für den einzelnen können die also praktisch nichts tun, Und ich denke um die geht es in dem Artikel und nicht um Massenentlassungen.
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04.07.2017 18:32 Uhr von TheRoadrunner
 
+0 | -0
 
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@ bo0z
"Und alles kann auf legalem Boden funktionieren"
Legal ist daran gar nichts. Das Problem ist, diese Machenschaften nachzuweisen. Dadurch, dass einer der beteiligten Detektive auspackt (siehe Quelle), könnte der Anfang gemacht werden.

@ Walder67
"Aber Herr Tauber ist ja sowieso der Meinung, dass niemand was vernünftiges gelernt hat, der sich beschwert."
Davon abgesehen, dass das eine nichts mit dem anderen zu tun hat, ging es in der heutigen News nicht darum, dass derjenige sich beschwert hat.

@ Werner36
"der typ hat soviel dreck am stecken, dass es mir zweifelhaft ist, wieso der typ noch eine zulassung als anwalt hat."
Vermutlich weil man ihm (bisher) nichts nachweisen konnte.

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