20.04.17 11:08 Uhr
 2.068
 

Kritik von Notaufnahmen: Krankenkassen bezahlen nur zwei Minuten pro Patient

 

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) kritisiert Krankenkassen scharf wegen der Bezahlung der Erstversorgung von Patienten in den Notfallambulanzen der Kliniken.

Pro Patient würden die Kassen nur zwei Minuten bezahlen: "In zwei Minuten soll die verwaltungsmäßige Erfassung der Patienten stattfinden und ein Mediziner Zeit haben, um eine Diagnose zu stellen, die medizinisch korrekt und auch rechtssicher ist".

Diese so genannte Abklärungspauschale setzt Mediziner massiv unter Druck und die Kassen würden sich trotz Milliardenüberschüsse viel Geld sparen. Die Kassen weisen diese Kritik zurück, es gehe darum, die Patienten dann nach der Klärung des Notfalls von niedergelassenen Ärzten behandeln zu lassen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Kritik, Patient, zwei
Quelle: n-tv.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Korpulente Männer haben oft Schwierigkeiten mit der Erektion
In Apotheken sind im Notdienst Läusemittel der Klassiker
In der Schweiz sind legale Hanfzigaretten der Renner

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
20.04.2017 12:22 Uhr von PrinzAufLinse
 
+4 | -2
 
ANZEIGEN
Das schreit nach Digitalisierung. Her mit den RoboDocs!
Kommentar ansehen
20.04.2017 14:56 Uhr von Walder67
 
+4 | -1
 
ANZEIGEN
Die Ärzte beschweren sich, dass sie nur 2 Minuten Abklärungszeit bezahlt bekommen und die Kassen argumentieren, dass NACH der Abklärung ja weiter behandelt werden soll?

Nice.
Kommentar ansehen
20.04.2017 15:08 Uhr von Zintor-2000
 
+6 | -2
 
ANZEIGEN
So nach dem Motto:

Sie heißen?
Herr Meier
Sie bluten stark aus der Schlagader im linken Oberschenkel. Hier ihre Überweisung.

Kommt doch hin, wo ist das Problem? Drive-by Notaufnahme for the Win.
Kommentar ansehen
20.04.2017 23:03 Uhr von Mauzen
 
+5 | -2
 
ANZEIGEN
Diagnose: der Arm ist wohl ab.
Hier ist ein Beutel Eis zum frisch halten, und jetzt ab zu Ihrem Hausarzt!
Kommentar ansehen
21.04.2017 11:18 Uhr von MRaupach
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Und ich kritisiere die Krankenhäuser für die langen wartezeiten in den Notaufnahmen!

Ein Freund meiner Schwester hatte sich die hand gebrochen...

Er war von 19 Uhr abends bis 2 Uhr morgens im Wartebereich der Notaufnahme... in der Zeit hatten sie es immerhin geschafft ihn zu röntgen.... dann hatten sie keine Lust mehr und sind in das 40 min Fahrtzeit entfernte nächste Krankenhaus gefahren... dort kam er sofort dran und wurde auch probmpt opariert, denn der Bruch war wohl etwas schlimmer...

Wenn wir ins Krankenhaus müssen, dann gehe ich schon nicht mehr ohne meinen Kindle los und hoffe das der akku hält....

In der Notaufnahme steht nicht umsonst ein Schild indem erklärt das die DURCHSCHNITTLICHE Wartezeit in der Notaufnahme in einem deutschen Krankenhaus 2 Stunden beträgt....

Das ist doch ein Witz...

Es ist eine NOTAUFNAHME! Ich habe vollstes Verständnis dafür das dringende Fälle eher behandelt werden, aber die durchschnittliche Wartezeit sollte trotzdem bei höchstens 30 Minuten liegen... das bedeutet das dringende Fälle sofort dran kommen und die nicht so dringenden trotzdem noch über ne stunde warten müssen (ist halt der Durchschnitt)... aber wenn der Durchschnitt bei 2 Stunden liegt und das "normal" sein soll... dann warten Patienten entweder regelmäßig über 4 Stunden in der Notaufnahme oder und das wäre schlimmer... dringende Notfälle müssten ebenfalls warten....

Darüber sollten sich die Krankenhäuser mal Gedanken machen!
Kommentar ansehen
23.04.2017 17:21 Uhr von Wackel.Dackel
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
@Zintor-2000
"Sie heißen?
Herr Meier
Sie bluten stark aus der Schlagader im linken Oberschenkel. Hier ihre Überweisung."

SCHWACHSINN!!!

@Mauzen
"Diagnose: der Arm ist wohl ab.
Hier ist ein Beutel Eis zum frisch halten, und jetzt ab zu Ihrem Hausarzt!"

GENAUSO SCHWACHSINNIG!!!

Wir haben hier in Deutschlanf folgendes Problem:
Die Patienten haben heutzutage keine Lust wegen einem kleinen Wehwehchen zum Arzt zu gehen und dort die Wartezeit in kauf zu nehmen.
Viele sagen sich dann, fahren wir mal SCHNELL ins Krankenhaus in die Notaufnahme, dort geht es schneller...PUSTEKUCHEN.

Das nennt sich NOTAUFNAHME, d.h hier sollen Patienten medizinisch versorgt werden bei denen u.a. Lebensgefahr besteht und nicht die, die schon seit einer Woche eine verstopfte Nase haben.

Wieso habe ich so eine Meinung???
Ich arbeite seit einigen Jahren in der Notfallrettung.
Ein Beispiel:
In der Nacht von Samstag zu Sonntag um ca. 01:30h geht der sog. "Pieper".
Wir fahren schließlich zum Einsatzort und klingeln an der Wohnungstür. Es macht uns eine Frau mittleren Alters die Tür auf, neben ihr steht ein gepackter "Trolley" und sagt uns ins Gesicht sie möchte ins Krankenhaus, weil sie schon seit ca. dreieinhalb Wochen Schmerzen im Rücken hat.
Ich fragte sie, ob sie schon deswegen beim Arzt war?
Ihre Antwort...Nein
Ich wieder...warum nicht?
"Äh, ja...weiß ich nicht!"

Das ist leider kein Einzelfall. Es ist auch nicht nicht so, dass sich die Ärztinnen und Pflegerinnen bzw., die Ärzte und Pfleger in der Notaufnahme vor der Playstation sitzen, oder so ähnlich.
Gerade die Ärztinnen und Ärzte...die haben nachts den Kopf voll und pendeln zwischen Station, OP, und Notaufnahme hin und her.
Das alles sieht der Patient nicht, wenn er im Wartebereich sitzt. Er kriegt in der Regel auch nicht mit, wenn "Notfälle" mit dem RTW in die Rettungsstelle gebracht werden.

Um dieses Problem zu lösen ist unsere Regierung gefordert. Diese hat vor Jahren schon sehr viele staatli. Krankenhäiser privatisiert. Hier geht es nach dem Motto so viele Patienten wie möglich "abzufertigen" mit so wenig Personal wie möglich.
DAS GANZE IST EIN WIRTSCHAFTSZWEIG UND GEWINNORIENTIERT.

Übrigens...in Pflegeheimen läuft es genauso. Soviel Betten wie möglich, und nur soviel Personal wie nötig, bzw. wie vom Gesetzgeber vorgeschrieben.
Beispiel: Ein Pflegeheim in Brandenburg an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt. 86 Betten belegt, in der Nachtschicht EINE PFLEGEFACHKRAFT und EINE PFLEGEHELFERIN.

[ nachträglich editiert von Wackel.Dackel ]
Kommentar ansehen
24.04.2017 10:31 Uhr von oldtime
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@Wackel.Dackel
Natürlich gibt es auch immer Leute die in die Notaufnahme gehen obwohl es kein Notfall ist. Das wird man aber kaum ändern können. Viele Patienten können das auch gar nicht einschätzen. Wenn man starke Schmerzen hat geht man halt zum Arzt. Und wenn der zu hat weil WE oder Abends, dann geht man in die Notaufnahme.

In deinem Beispiel ist das natürlich Unsinn, wenn man drei Wochen Probleme hat und dann in die Notaufnahme möchte. Aber wenn es plötzlich kommt und kein anderer Arzt verfügbar ist verstehe ich das schon.

Aber wenn die Ärzte da zwischen Station, OP und Notaufnahme pendeln müssen, dann braucht man da wohl mehr Personal. Es ist ein Unding das die Krankenhäuser Gewinnorientiert arbeiten. Auch hier bei mir gehören jetzt mehrere Krankenhäuser zu einer Aktiengesellschaft. Seitdem hört man da eigentlich nur noch schlechtes von diesen Krankenhäusern. Eine Katastrophe für Patienten.
Kommentar ansehen
24.04.2017 13:06 Uhr von MRaupach
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@Wackel.Dackel

Ich hoffe du hast mich nicht falsch verstanden:

Ich kritisiere nicht die Qualität der Notaufnahmen, erfahrungsgemäß wird man super versorgt das medizinische Personal ist top und vollbringt kleine wunder... ABER sie sind geradezu fahrläsig unterversorgt....

Als mein Vater im Krankenhaus war fragte ich eine Schwester wie viele schwestern denn zur Zeit auf der Station seien und sie meinte "Zwei das ist Standard für Xxxxxx-Kliniken" (Ich will das spezifische Krankenhaus nicht in die pfanne hauen sondern eher das allgemeine Problem, daher sage ich mal nicht um welchen Betreiber es sich handelt, da sich das vermutlich überall ähnelt)
Darauf fragte ich nur ob die standart-mäßig unterbesetzt seien, worauf hin sie nur gelacht hatte...

Das ist Realität..,,

auch das Problem mit dem "Krankenwagen wegen Kleinigkeiten rufen" das beispiel mit der Oma die seit wochen schmerzen hat und nur nen Taxi ins Krankenhaus braucht ist evtl das extremste, aber im bekanntenkreis hatten wir erst letztens das gespräch und sind darüber übereingekommen, das wenn es plötzlich zu einer Gesundheitbeeinträchtigung kommt (dh. alles as man nicht schon seit wochen hat, sondern spontan auftritt) dann sollte man den Krankenwagen rufen....

Denn es geht auch anders:

Freund meiner tante ist mit seinem Bruder ins Krankenhaus in die Notaufnahme gefahren, weil es ihm plötzlich sau dreckig ging... nach der üblichen "durchschnittlichen" wartezeit kam er dran.. der Arzt (wie gesagt, die QUALITÄT ist top) schaute nur ein blick auf ihn und sagte nur... "Sie haben einen Schlaganfall" ... super diagnose aber es wäre mit Sicherheit besser gewesen den Notarzt zu rufen... ok es ging mit VIEL Glück am ende gut aus, aber man sollte trotzdem mal darüber nachdenken was hätte seien können...

Es ist eine reine Geldmacherei geworden und man spart am Personal...

Refresh |<-- <-   1-8/8   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Barack Obama bricht mit Tweet über Charlottesville Twitter-Rekord
Rechte Gewalt: Immer mehr Rechtsextreme in Deutschland greifen Muslime an
Innenministerium: Keine Beweise, dass Flüchtlinge in Heimatländern Urlaub machen


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?