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BDA: Neue Bundesregierung muss für Zuwanderung von Arbeitskräften sorgen

Für 2030 prognostiziert der Arbeitgeberverband BDA einen Fehlbedarf von sechs Millionen Arbeitskräften, der durch Ausschöpfung des Erwerbspotenzials von Frauen und Menschen im höheren Alter ausgeglichen werden müsste, wenn die Regierung ihre Zuwanderungspolitik nicht am Arbeitsmarkt orientierte.

"Damit meine ich nicht allein Zuwanderung aus fernen Drittstaaten, die Fachkräfte können auch aus den europäischen Nachbarstaaten kommen - dort wo die Arbeitslosigkeit erheblich höher ist als bei uns", so Ingo Kramer, BDA-Präsident.

"Deutschland ist ein Einwanderungsland. Und Deutschland muss sich dieser Situation", die mit der in den 50er und 60er Jahren vergleichbar ist, "bewusst sein". Darüber hinaus fordert Kramer von Politik und Wirtschaft, die Digitalisierung nicht zu verschlafen.


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WebReporter: Prof_Ernst
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Bundesregierung, Zuwanderung, BDA
Quelle: sueddeutsche.de

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19.04.2017 19:36 Uhr von auru
 
+19 | -1
 
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Die Arbeitskräfte, die die Drecksarbeit machen sollen, werden knapp. Von unseren Nachwuchkräften will sich ja keiner mehr die Finger dreckig machen.
Es geht auf Dauer nicht, wenn zu viele die Arbeit verwalten und planen, statt sie zu erledigen.
Die wollen von den anderen Ländern zu deren Schaden ja nur die guten Leute abwerben.
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19.04.2017 19:40 Uhr von Steel_Lynx
 
+31 | -4
 
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Was für ein Bullshit!

Was wir brauchen sind keine Zuwanderer, sondern Unternehmen die Ausbilden.
Jedes Jahr bleiben hunderte Ausbildungsstellen unbesetzt und noch mehr Jugentliche und auch Erwachsene finden keine Ausbildung, weil sie ein Abi brauchen um Müllman zu werden oder sonst einen Quatsch.
Natürlich sind das nicht nur die Firmen schuld, auch das Schulsystem und die Auszubildenden selber, das wollen wir ja nicht verschweigen.
Aber statt selber auszubilden, Facharbeiter aus dem Ausland einzustellen, geht doch wohl in die falsche Richtung!
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19.04.2017 19:48 Uhr von hannes759
 
+13 | -5
 
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Die Millionen Fachkräfte die sie schon ins Land geholt haben reichen wohl nicht mehr.

(Um die soll sich doch der Sozialstaat kümmern.)
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19.04.2017 20:08 Uhr von strellnikoff
 
+16 | -4
 
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Ahh die Flüchtlingsboote kreuzen wieder. Schnell mal wieder die "Mangel an Fachkräften" Lüge aufgetischt, dann frisst der deutsche Michel es auch.
Eventuell wäre eine Änderung des ALG II Gesetzes und ein Arbeitsmarkt, ohne Hartz IV für die Unternehmer eine Option.
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19.04.2017 20:38 Uhr von Joeiiii
 
+16 | -2
 
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In ein paar Jahren von ein paar Millionen Arbeitslosen zu einem Arbeitskräftemangel von sechs Millionen? Was für ein Unsinn!

Deutschland schafft sich ab, wenn es einerseits keine ordentliche Schulbildung gewährleisten kann und nach dieser keine Berufsausbildung hinbekommt. Daß viele Betriebe nicht mehr ausbilden wollen oder nur schwer Azubis finden, ist verständlich. Denn was da zum Teil aufschlägt, ist nur schwer zu ertragen. Habe das in unserer Firma selbst erleben "dürfen".

Mangelndes Allgemeinwissen, mangelnde Deutschkenntisse (auch bei Nicht-Ausländern wohlgemerkt), mangelnde Mathematikkenntnisse, usw. Hinzu kommt oft auch noch Desinteresse, Faulheit, mangelnder Eifer, usw. Das Kündigungsrecht nach der Probezeit hat fast nur der Azubi, denn der Ausbildungsbetrieb muß gravierende Verfehlungen feststellen, um einen Azubi vor die Tür setzen zu können (Betrug, Diebstahl, etc.).

Alles in allem keine guten Voraussetzungen für einen Ausbildungsbetrieb, der oft auch nicht mit der Ausbildung beginnen kann, sondern die Azubis erst mal auf ein gewisses Niveau bringen muß, was Manieren (z.B. grüßen) und Bildung betrifft. Die Betriebe müssen also zum Teil das übernehmen, was die Eltern und Lehrer längst hätten vermitteln müssen. Daß es da so manchem Betrieb vergeht, verstehe ich gut.
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19.04.2017 21:31 Uhr von det_var_icke_mig
 
+6 | -1
 
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dazu müsste sich erstmal wer finden, der das Thema Zuwanderung (nicht Asyl) überhaupt angehen will

und die Defizite im Bildungs- und Ausbildungssystem sind auch nicht zu verachten

(wieviele Bildungssysteme hat Deutschland eigentlich zur Zeit pro Bundesland, pro Gemeinde/Landkreis, oder pro Schule?)
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19.04.2017 21:34 Uhr von det_var_icke_mig
 
+5 | -11
 
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@Joeiii: den Arbeitskräftemangel gibt es bereits jetzt, trotz der vorhandenen Arbeitslosen

es gibt die Arbeitslosen die "was für soweing Geld" nicht arbeiten gehen

es gibt die Arbeitslosen die nicht ausreichend qualifiziert sind

es gibt die Arbeitslosen die nicht ausreichend mobil sind (z.B. am falschen Ort wohnen aber warum auch immer nicht umziehen können/wollen)

u.s.w.

und schon hast du Arbeitskräftemangel trotz Arbeitsloser
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19.04.2017 23:07 Uhr von Samosa999
 
+6 | -4
 
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...und dann hast du aber auch die Faulpelze, die sich mit Hartz 4 arrangiert haben! Hauptsache für daß Sky Abo reichts!
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20.04.2017 00:33 Uhr von Tilt001
 
+6 | -1
 
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Wenn ich mein Geld nehme, kann ich damit doch alles kaufen was ich will. Wo genau fehlen noch mal genau die Arbeitsplätze?

Jeder Arbeitsplatz ist doch auch die Konkurrenz für einen in anderen Firmen. Man sollte sich mal von der Illusion verabschieden, man kann die netto für alle schaffen, so funktioniert der Kapitalismus nicht!

[ nachträglich editiert von Tilt001 ]
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20.04.2017 08:43 Uhr von Tomo85
 
+6 | -0
 
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Ach Ingo...

Frag doch mal Spanier, Franzosen usw. warum sie nach kurzer Zeit wieder zurückgehen.

Es lohnt sich für sie schlicht nicht hier zu arbeiten.
Die Vergütung und der Alltag bei uns sind es oft einfach nicht wert.

Ja es gibt Arbeit in Deutschland für diese Leute.
Viel mehr dann aber auch nicht.

Denk mal darüber nach Ingo.
Die Löhne stimmen für Deutsche ja schon nicht mehr (und die sind diese Gesellschaft gewöhnt), aber ein Zuwanderer solls machen, auch noch mit Freude?

Nee is richtig Ingo.
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20.04.2017 08:54 Uhr von mystik02
 
+3 | -2
 
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Der Arbeitskräftemangel steht glaube ich außer Zweifel. Das Zuwanderung gebraucht wird ist ebenfalls außer Zweifel. Problem ist nur die Zuwanderung richtig zu steuern. Was wir nicht brauchen sind Leute die keine Ausbildung haben und zum Teil noch nicht mal Fähigkeiten dazu mitbringen die Ausbildung nach zu holen. In der Regel ist es ja so das Leute die die Intelligenz haben, im eigenen Land schon Erfolgreich sind und keine Ambition haben weg zu gehen. Die aber die zu Hause schon Erfolglos waren sind dann auch der Suche nach dem Land wo Milch und Honig fließt. Dadurch liegt es in der Natur der Sache dass bei ungeregelter Zuwanderung nur die Unterschicht kommen wird. Damit werden wir den Arbeitskräftemangel auch nicht lösen können sondern nur die Anzahl der gegenüberstehenden Arbeitslosen nur vergrößern wird.
Lösungsansätze sehe ich darin dass man hier ein Punktesystem nutzen könnte wo für Ausbildung und Kenntnisse Punkte vergeben werden. Je mehr Punkte man hat, wird die Zuwanderung erleichtert bis zu unterstützt oder bei zu wenigen Punkten verschärft. Eine weitere Idee wäre alle freien Stellen im Internet gesammelt zu veröffentlichen (und im Ausland zu bewerben) wo sich potenzielle Zuwanderer bewerben können und mit einem Jobangebot dann sogar die Reisekosten gefördert zu bekommen.
@auru
„Die wollen von den anderen Ländern zu deren Schaden ja nur die guten Leute abwerben“
Nun wenn die in ihrem Land Arbeitslos sind werden sie da nicht unbedingt gebraucht, somit entsteht da auch kein Schaden für das Land sondern eher eine Entlastung, weil für den Arbeitslosen keine Unterstützung gezahlt werden muss.

Fazit nochmal, mit dem Anlocken der Unterschicht holen wir uns nur mehr Probleme in das Land, auf einem Gebiet wo wir mit der eigenen Bevölkerung schon genug zu bekämpfen haben. Was wir also brauchen sind Leute die auch in der Lage sind die offenen Lücken zu füllen. Die mir bekannte Australische Einwanderungspolitik finde ich dafür ein gutes Beispiel.
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20.04.2017 09:02 Uhr von Steel_Lynx
 
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@det_var_icke_mig
Das es Arbeitslose gibt, welche "nicht arbeiten wollen" bestreitet keiner.

Aber alles andere?
Das was die Firmen wollen, ist eine eierlegende Woll-Milch-Sau!
Abi + Studium + 10 Jahre Berufserfahrung + Bereitschaft zu unbezahlten Überstunden + maximal 20 Jahre alt + ledig (Umzugsbereit) und das alles für unter 30.000 € im Jahr.
(ein wenig übertrieben dargestellt)

Mobilität:
In Ruhrgebiet (Duisburg, Bochum, Dortmund) ist eine sehr hohe Arbeitslosigkeit und das nicht nur von ungelernten HartzIV-lern, sondern auch Facharbeiter mit Ausbildung und Berufserfahrung.
Und wo werden in Deutschland große Fabriken gebaut?
Richtig: Magdeburg, Dresden, Leipzig oder im Norden bei Bremen oder im Süden bei Stuttgart.
Und wieder sind wir bei dem unterschied zwischen der Realität und dem was sich Firmen wünschen.
Da wird eine Produktion irgendwo in der Papa aufgebaut. Ohne Bus oder Bahnanbindung, ohne Infrastruktur o.ä., da der Standort BILLIG ist.
Wie aber die Arbeiter dahin kommen sollen, ist ja das Problem der Arbeiter!
Ein HartzIV-ler hat (im Normalfall) kein Auto und für einen "6 Monate Zeitvertrag" und 900-1200 € Netto mache ich keinen Umzug von 400-600 km.


"was für so wenig Geld":
Dabei spielt nicht nur Geld eine Rolle, sondern auch die Arbeitsplatzsicherung.
Ich persönlich bin zwar nicht in der Situation, war es aber schon oft genug!
Ich würde jederzeit einen festen Job für 1000,- Netto, einem 3-12 Monate befristeten mit 1200,- Netto vorziehen.
Das was ein Arbeitsloser angeboten bekommt, ist aber meist ein befristeter Job oder Zeitarbeit.
Selbst verständlich kann so ein Job zu einer unbefristeten Stelle führen, aber die Chance ist geringer als ein Lottogewinn.
Und was glaubst du, wie doof ich immer angeschaut werde, wenn ich bei einem Vorstellungsgespräch meinen Lebenslauf vorlege? 12 Monate Arbeit, 1 Monat Arbeitslos, 6 Monate Arbeit, 2 Wochen Arbeitslos, 9 Monate Arbeit, 2 Monat Arbeitslos und so zieht sich das, von nach der Bundeswehr bis zur 2. Ausbildung (5 Jahre).
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20.04.2017 09:09 Uhr von Steel_Lynx
 
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@ mystik02

"Der Arbeitskräftemangel steht glaube ich außer Zweifel"
"Das Zuwanderung gebraucht wird ist ebenfalls außer Zweifel"
Wieso?

Arbeitskräfte haben wir in D genug.
Ausgebildete Fachkräfte (bzw. im Fall von Firmen: Fachkräfte die für einen Mindestlohn arbeiten) fehlen.
Aber statt Zuwanderer zu begünstigen, sollte doch besser Ansässige gefördert werden.
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20.04.2017 09:50 Uhr von TransAm
 
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Vielleicht sollten Firmen wieder mehr Fachkräfte ausbilden. Da sind die Firmen aber alle gleich. Das sollen mal die Anderen machen, selber ausbilden will keiner mehr.
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20.04.2017 09:55 Uhr von mystik02
 
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@Steel_Lynx
Erstmal wenn meine Generation in Rente gehen wird, werden mehr Menschen vom Arbeitsmarkt verschwinden als wir derzeit an Arbeitslosen haben. Alleine da werden schon Lücken auch ohne Facharbeiterhintergrund entstehen.
Des Weiteren wird nicht jeder der jetzigen Arbeitslosen die Begabung haben die Fachliche Mindestvoraussetzung zu erreichen. Einen Hauptschüler der KFZ-Mechaniker ist, wird sich sicherlich sehr schwer tun, schwere CAN-Analysen bei Fehlverhalten von Steuergeräten in KFZ zu erlernen auch wenn er eine Berufliche Nähe dazu hat.
Das Jobs für die diese Ausbildungen extrem deutlich über dem Mindestlohn liegen, sorgt auch immer noch nicht dafür, dass wir die Anzahl an Mitarbeitern finden die hier gesucht werden. Einstiegsgehälter liegen hier in der Regel bei 40-60k€/Jahr. Wenn es also ausreichend ausgebildete Fachkräfte gibt, wo sind die dann? Warum werden teilweise Kopfprämien nur für die Vermittlung solcher Leute von 4k€ und mehr gezahlt wenn sie so zahlreich da sind?
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20.04.2017 10:07 Uhr von mystik02
 
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@TransAm
dann lese mal hier
http://regionalbraunschweig.de/...
es werden ja keine Auszubildenden gefunden. Wenn ich in Neiddiskussionen zu meinem Gehalt sage, Leute dann macht es so wie ich, geht nach der Arbeit zur Schule lernt dazu dann bekommt Ihr auch solche Jobs, bekam ich in der Vergangenheit einhellig die Antwort das so was doch zu schwierig ist wozu man keine Lust hat. Einfach nur die Forderung nach mehr Ausbildungsplätzen zu rufen löst das Problem nicht. Wenn Leute mit Willen da sind wird es auch mehr Ausbildungsstellen geben, da man an der Ausbildung anderer ja auch verdienen kann.
Nun diese Meinung beruht allerdings auf persönlichen Erfahrungen und wünsche mir aber das ich nur eine Nicht-repräsentative Gruppe getroffen habe.
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20.04.2017 11:29 Uhr von Salomon111
 
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Wirkliche Fachkräfte gehen in andere Länder. Denn die haben alle keine Lust mit ihrer Arbeit die ganzen Wirtschaftsflüchtlinge zu finanzieren, die wir ungeprüft aufnehmen und nicht mehr loswerden. Und auch im Ausland bekommt man mit dass die NoGoAreas in Deutschland mehr werden. Wer will nach Deutschland zum arbeiten, wenn er von Duisburg Marxloh liest oder von türkischen Erdoganwählern?
Die einzigen die wir kriegen sind Islamisten die sich hier ausleben dürfen und von Grünen und Linken herzlich willkommen werden.
Uns wird zwar nur was von rechter Gewalt erklärt. Im Ausland wird aber auch die linke Gewalt wahrgenommen. Das alles macht Deutschland für Fachkräfte unatraktiv.
Warum versucht man nicht erst mal die Abwanderung zu stoppen?
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20.04.2017 14:45 Uhr von Steel_Lynx
 
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@ mystik02
Ich gebe dir vollkommen Recht, dass nicht jeder Alles machen kann.
Aber um bei deinem Beispiel zu bleiben: Warum muss ein KFZ-Mechatroniker ein ABI haben?
Reicht da nicht eine Mittlere-Reife mit einer guten Noten in Mathe und Informatik?

Und auch wenn der Hauptschüler nicht die hellste Kerze ist und evtl. Probleme mit Grammatik und Rechtschreibung hat, ist eine Fortbildung oder Umschulung und spätere Jobintegration bestimmt leichter und schneller als einen Zuwanderer ohne (oder fast ohne) Deutschkenntnissen so weit zu bekommen.
Und auch unter den Zuwanderern sind nicht alle für mehr als KFZ-Mechaniker geeignet. Der unterschied ist aber, das Zuwanderer einstellen zu Fördergelder führt oder deren Gehalt Teil-Gesponsert wird.


Klar werden Kopfprämien gezahlt. Wurde für meine jetzige Position auch. Und ich liege als IT-ler (noch) nicht bei 40k/Y. Und hätte meine jetzige Firma das anders gemacht, hätten sie sich die Kopfprämie auch sparen können.
Und ich kenne einige IT-ler die auf der Straße sitzen!
Und ich kenne einige Firmen die freie Stellen haben!
Und auch mir ist es so am Anfang ergangen. Alles mögliche an Zertifikaten, aber keine Berufserfahrung. Ergebnis meiner Bewerbungen: Entweder eine Absage oder ein Jobangebot für 26-32k/Y Brutto mit befristung auf 1 Jahr, mit dem Argument das man ja noch so viel aufwenden müsse um mir das nötige Wissen zu vermitteln, aber Wochenenddienst, Reisebereitschaft und Drei-Schicht-System sollten ihrerseits drin sein.


Von Fachkräftemangel sprechen Unternehmen wenn es auf eine ausgeschriebene Stelle ZU WENIG BEWERBER gibt!
Zu gut Deutsch: Das Sahnestück welches die Firma haben wollte war nicht dabei und Die welche da waren wollten zu viel Geld, da aber nur so wenige da waren, fehlte uns das Verhandlungs-Argument um den Lohn zu drücken. Dann suchen wir lieber weiter und beschweren uns das Fachkräftemangel herrscht!
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20.04.2017 17:18 Uhr von mystik02
 
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@Steel_Lynx
Das Beispiel mit dem KFZ-Mechaniker war ja auch nur weil es von Dir hieß
„Arbeitskräfte haben wir in D genug. …. Aber statt Zuwanderer zu begünstigen, sollte doch besser Ansässige gefördert werden.“
Fachlich ausgebildete oder welche die die Geistige Voraussetzung für die qualifizierteren Fachtätigkeiten mitbringen fehlen und können aus den hier vorhandenen Humanressourcen nicht ausreichend gedeckt werden. Das auch ein zu großer Teil auf niedrigeren Niveau kommen habe ich ja auch schon in meinem ersten Beitrag heute Morgen erläutert. Bei den Handwerkerjobs gibt es auch nicht die großen Lücken die wir in den höher Qualifizierten Jobs vorfinden. Das hat nichts damit zu tun das der Handwerker Abitur benötigt. Im Gegenteil hier Teile ich Deine Meinung das ich da einen Verdrängungseffekt durch die Zuwanderer erwarte. Wobei in einigen Jahren, wenn meine Generation in Rente geht, werden wir auch in dem Bereich Löcher bekommen.
Aber es geht um die höher Qualifizierten Bereiche wo wir nur durch Zuwanderung intelligenter bzw. qualifizierter Menschen die Lücken schließen können, weil das mit unseren Arbeitslosen nicht alleine zu schaffen ist. Hier muss jetzt aber die Politik sich Maßnahmen einfallen lassen wie man die richtigen Zuwanderer herbekommt und nicht die, die uns am Ende nur Belasten.
Nun zu Deinen Konditionen, in dem Bereich wo wir agieren wird sich nicht mehr über Tarif unterhalten da handelt jeder selber seinen Vertrag aus. Ich habe vor zwei Jahren ein Einstiegsgehalt von 55K€/Y bekommen, habe Gleitzeit ohne Kernzeit, einzige Bedingung Arbeit darf nicht liegen bleiben aber max. tägl. Arbeitszeit von 10 Stunden auch niemals überschritten werden. Gleitzeitplus ist auch auf 20 Stunden begrenzt, wenn man dahin kommt muss die Zeit als Freizeit genommen werden. Gut Reisebereitschaft muss ich auch zeigen, kommt aber recht selten vor das ich mal mehr als 15km zwischen den Standorten wechseln muss. Wochenenddienst (nur in Ausnahmefällen und mit vorheriger Beantragung) und Schicht sind komplett unerwünscht. Anscheinend hast Du Dir einfach nur die falschen Unternehmen ausgesucht. Ach ja das mit den Sahnestücken, kann ich auch nicht so bestätigen, leider habe ich in dem Arbeitsumfeld auch schon einige Leute erlebt die Ausbildung auf dem Grabbeltisch bei Karstadt erworben haben müssen, also auch solche Leute werden aus Mangel genommen.
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20.04.2017 18:30 Uhr von det_var_icke_mig
 
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@Steel_Lynx: dass manche Vorstellungen von AG-Seite überzogen sind stellt ja auch niemand in Abrede

"Und auch wenn der Hauptschüler nicht die hellste Kerze ist und evtl. Probleme mit Grammatik und Rechtschreibung hat, ist eine Fortbildung oder Umschulung und spätere Jobintegration bestimmt leichter und schneller als einen Zuwanderer ohne (oder fast ohne) Deutschkenntnissen so weit zu bekommen."

das wäre noch zu beweisen, wer wirklich will lernt deutsch schneller und kann auf Erfahrungen zurück greifen die du bei dem Hauptschüler vergebens suchst

das beruht aber auf beiderseitigem Willen, der Ausländer der deutsch lernen will und der deutsche AG der es ihm beibringen will und was du auch übersiehst: je komplizierter es wird um so internationaler wird die Fachsprache und die Bezeichnungen umso einfacher wird es also sich zu verständigen

ein nicht unerhebliches Problem sind übrigens die mangelnden Englischkenntnisse der Deutschen, wären sie an der Front besser wäre es für alle Beteiligten einfacher
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20.04.2017 20:42 Uhr von Steel_Lynx
 
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@ mystik02
@ det_var_icke_mig

Ich glaube man kann zum Ende hin sagen, dass es immer beide Seiten gibt und man keine Pauschalurteile Treffen kann. Die jenigen aus denen man mehr machen könnte, es aber nicht umgesetzt wird und die jenigen welche dazu gedrängt werden (z.B. durch das Amt) die aber nicht das Talent haben.
Auch bitte ich, mich nicht falsch zu verstehen. Ich habe nichts gegen Zuwanderung und jeder der hier her kommt und arbeiten will, ist mir willkommener als 10 HartzIV-ler die sich drum drücken.
Ich finde es einfach nur unter den gegebenen Umständen falsch.
A) ist unter 10 Einwanderern vielleicht 1er der qualifiziert ist.
B) ist die Rechtfertigung "Fachkräfte-Mangel" weder EIN, noch DER Grund für die Zuwanderung.

(Was die englisch Kenntnisse angeht, gebe ich dir aber vollkommen Recht. Selbst unter den mir bekannten IT-lern gibt es genug, wo man keinen Ton versteht. Da ist es egal ob es Deutsche, Belgier, Russen oder Italiener sind.)

Ich persönlich, könnte ich es mir aussuchen (was nicht geht, wegen der Familie), würde als Fachkraft nicht in D bleiben. Dafür sind die Abgaben zu hoch und die Verdienst- und Entwicklungsmöglichkeiten im Ausland besser.
Hätte ich die Möglichkeit wie "Mystik02" solche Vertragsmodalitäten auszuhandeln, wäre das evtl. etwas anderes. Da ich aber erst mit Anfang 30 den zweiten Bildungsweg eingeschlagen habe und mich somit jetzt erst langsam auf den richtigen Weg befinde, ist sowas noch lange hin.
Z.Z. arbeite ich mit Gleitzeit ohne Kernzeit, 10 Stunden limit für ein Startgehalt von knapp unter 40k/Y. Mit einem Einsatzgebiet in drei inner-europäischen Ländern.
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20.04.2017 22:10 Uhr von Asalin
 
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Seid Jahren kommen hier schon die tollsten Kommentare wenn es um das Thema Wertigkeit der Arbeit geht.

Zum Beispiel das Thema Handwerk und Industrie, warum gehen da die Löhne so auseinander wobei vom Fachwissen beide Bereiche immer anspruchsvoller werden.

Wenn ich lese das es dem Handwerk personell besser geht und da erst in ein paar Jahren eine Verdrängung durch billigere Arbeitskräfte stattfinden wird kann ich nur lachen.

Das Handwerk hat keine Personaldecke mehr und ist schon genötigt ungebildetes Personal einzustellen, da sie es Jahrzehntelang geschafft haben das "goldene" Handwerk unattraktiv zu machen und dadurch keiner mehr bereit ist die Ausbildung zu absolvieren um sich dann von Schnöseln erzählen zu lassen sie haben es ja nicht besser verdient.
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21.04.2017 19:57 Uhr von JustMe27
 
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Naja, da die, die am lautesten brüllen, aufgrund von mangelnder Bildung und sehr häufig akuter Alkoholprobleme nicht in den ersten Arbeitsmarkt vermittelbar sind, verstehe ich zwar die Aussage dass es an Fachkräften fehlt, ABER wir haben immer noch eine Jugend die ausgebildet werden möchte. Und auch wenn man die pauschal gerne als dumm ansieht, so sind viele doch im Grunde ganz normale Teenager und spinnen eben.

Lynx, Mechatroniker brauchen kein Abit, eine Freundin von mir hat letztes Jahr abgeschlossen und sie hat die Ausbildung mit der mittleren Reife begonnen...

[ nachträglich editiert von JustMe27 ]
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22.04.2017 08:54 Uhr von Tilt001
 
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Manchmal sieht man im Supermarkt eine unbesetzte Kasse, ist das die fehlende Fachkraft die alle suchen?

Wo genau bitte fehlen denn die Fachkräfte? Welche Baustelle ist dass, die jetzt deswegen liegenbleibt und im Endresultat eine echte Marktlücke hinterlässt? Also Kunden mit Geld, die es aber nicht loswerden!

[ nachträglich editiert von Tilt001 ]

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