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Arbeitsagentur: Softwareprojekt nach sechs Jahren und 60 Millionen Euro eingestellt

Mit "Robaso" (Rollenbasierte Oberflächen) wollte die Arbeitsagentur eine einheitliche IT-Plattform schaffen, die 16 verschiedene Anwendungen vereinigen und bei Ereignissen wie der Arbeitsaufnahme eines Klienten die Prozesse vereinfachen sollten.

Nach sechs Jahren Entwicklungszeit und Kosten von 60 Millionen Euro wurde das Projekt nun aufgegeben: Robaso sei für den praktischen Einsatz nicht flexibel genug gewesen, da die Komplexität der Wirklichkeit unzureichend abgebildet war.

Das Projekt macht übrigens nur einen kleinen Teil des IT-Budgets aus: eigenen Angaben zufolge hat die Arbeitsagentur von 2011 bis 2016 insgesamt ca. 4,5 Milliarden Euro ausgegeben, um "die Mitarbeiter mit moderner IT zu unterstützen".


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WebReporter: TheRoadrunner
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Arbeitsagentur
Quelle: sueddeutsche.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.02.2017 12:31 Uhr von nchcom
 
+7 | -0
 
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Dann sollte man sich das mal rein ziehen. Das heißt bei 90.000 Mitarbeitern wären das 50.000 Euro gesamt oder 10.000 Euro pro Jahr

Zwischen 2011 und 2016 hat die Bundesagentur für Arbeit rund 4,5 Milliarden Euro in Betrieb und Entwicklung ihrer IT gesteckt.

Quelle: https://www.heise.de/...
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17.02.2017 12:33 Uhr von Agassiz
 
+6 | -0
 
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Mich würde mal interessieren, welche IT-Butze dahinter saß - oder wer seitens der Arbeitsagentur dafür zuständig war - dieser jemand musste sich bestimmt leider ein neues Opfer bzw. neuen Arbeitsplatz suchen (wenn überhaupt) - aber natürlich eine satte Abfindung oder Bonus für seine Mühe bekommen. - Äußerst ärgerlich solche Meldungen zu lesen :(
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17.02.2017 14:35 Uhr von bigX67
 
+7 | -0
 
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@agassiz:

dass der verantwortliche sich einen neuen job suchen muss, wäre die korrekte vorgehensweise. wird aber nicht passieren - wie beim BER, bei der elbphilharmonie, bei S21, bei der NSU oder bei amri ist niemensch verantwortlich oder wenn er verantwortlich war, wird er hochgelobt und besser bezahlt.
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17.02.2017 15:39 Uhr von DiggerDigger
 
+6 | -0
 
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Aber wenn ein ernsthaft Arbeitssuchender einen PC oder Drucker braucht, um z. B. Bewerbungen zu schreiben, oder Online nach Jobs zu suchen, wird das lachend abgelehnt.

Da gibt´s noch nicht mal Kreditweise was.

Der "Kunde" kann ja im Erdgeschoss an den öffentlichen Computern der ARGE alles erledigen: Hm, heute mal wieder alle Computerplätze frei, sind wohl alles nur Faulpelze, die Arbeitslosen.

Ach nee, alles defekt...

Na, da stehen wohl wieder Strafkürzungen ins Haus, weil man sich nicht "ausreichend ernsthaft" beworben hat.

[ nachträglich editiert von DiggerDigger ]
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17.02.2017 16:29 Uhr von physicist
 
+3 | -0
 
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Wird wohl so gelaufen sein wie bei den üblichen öffentlichen Ausschreibungen:

- Der billigste bekommt den Auftrag
- Für jedes unvorhersehbare Extra wird es auf einmal teurer.
- Am ende wurde viel Geld ausgegeben und nix funktioniert (wie bei BER, die Elbphilharmonie hats ja grad noch geschafft)
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17.02.2017 16:55 Uhr von TheRoadrunner
 
+3 | -0
 
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Zusatzinformationen:
"Das nun gestoppte System hatte die Bundesagentur selbst entwickelt."
http://www.spiegel.de/...
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17.02.2017 22:20 Uhr von Leichenvater
 
+1 | -0
 
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Das die Agentur mit unfähigen Mitarbeitern bestückt ist war schon klar, aber das es solche Dimensionen ausmacht ist echt unbeschreiblich. Meiner Meinung nach kann man das auch mit Untreue gleich setzten. Denn sonst würden die Leute nicht so verantwortungslos mit Geld umgehen. Das ist unverschämt. Der Rest ist ohne Kommentar....
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18.02.2017 08:20 Uhr von Feinripptraeger
 
+1 | -0
 
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Zitat: "Wird wohl so gelaufen sein wie bei den üblichen öffentlichen Ausschreibungen:

- Der billigste bekommt den Auftrag"

Schön wäre es.... Solche Aufträge werden "verschoben".

Das war eine gigantische ABM, um diese vielen Unfähigen aus der Arbeitslosenstatistik zu haben.
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19.02.2017 18:17 Uhr von Tilt001
 
+0 | -0
 
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Die Arbeitsagentur ist selber die größte ABM für Arbeitslose. Wie kann man da ernsthaft erwarten, die rationalisieren sich selber weg?

Wenn die Software funktioniert hätte, hätte man auch jede Menge Arbeit eingespart! Aber wenn eine Behörde selber damit beauftragt wird, hat das ja auch in der Vergangenheit noch nie funktioniert!

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