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Soziale Medien: Koalition startet Offensive gegen Fake News

Die Regierungskoalition hat sich auf ein verschärftes Vorgehen gegen Hasskommentare und Falschmeldungen in den sozialen Medien verständigt.

Die Koalition will erreichen, dass Facebook, Twitter und andere Plattformen leicht zugängliche Beschwerdestellen einrichten und innerhalb von 24 Stunden reagieren. Sonst drohe ihnen eine empfindliche Strafzahlung.

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) stellt eine Verrohung von Kommunikationsformen in sozialen Medien fest. Verleumdungen, Beschimpfungen und Gewaltandrohung gegenüber Politikern dürfen nicht hingenommen werden, so Lammert.


WebReporter: marc01
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Koalition, Fake, Offensive, Soziale Medien
Quelle: heute.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.01.2017 12:23 Uhr von det_var_icke_mig
 
+6 | -8
 
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armes SN ;)
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14.01.2017 13:04 Uhr von ar1234
 
+14 | -1
 
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Zitat: "Verleumdungen, Beschimpfungen und Gewaltandrohung gegenüber Politikern dürfen nicht hingenommen werden, so Lammert" Zitat Ende.

Wollen die jetzt ein Äquivalent des Gesetzes zur Majestätsbeleidigung erschaffen? Während ich den Teil mit der Gewaltandrohung noch verstehen kann, halte ich es für ein ziemlich falsches Signal, wenn man den Politikern nicht mehr ordentlich die Meinung geigen kann. Es spricht schon für sich, dass sich die Regierung nun darum Gedanken macht anstatt sich den Ursachen der erhöhten Ablehnung unserer Politik gegenüber zu widmen.

[ nachträglich editiert von ar1234 ]
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14.01.2017 13:15 Uhr von architeutes
 
+2 | -1
 
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@PopGoesTheLuzi
Glaubst du das etwa wirklich ??
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14.01.2017 13:39 Uhr von Prof_Ernst
 
+2 | -0
 
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@ar1234
Immerhin sagte Lammert einen Satz früher: "Ich akzeptiere, dass sich politische Mandatsträger eine besonders kritische Begleitung, auch Kommentierung ihres Handelns gefallen lassen müssen."

Quelle ist dieses Interview:
http://www.wr.de/...

Lammert hat nach eigener Aussage "den Bundesinnenminister, den Bundesjustizminister sowie die Vorsitzenden der Landesinnenminister- und der Landesjustizministerkonferenz angeschrieben mit der ausdrücklichen Bitte, das Thema [= Hass-Kommentare] aufzugreifen". Wir werden sehen, was dabei herauskommt. Dass es "ein Äquivalent des Gesetzes zur Majestätsbeleidigung" sei wird, kann ich mir nicht vorstellen.

"Politikern ... ordentlich die Meinung geigen" sollte man in einem sachlichen Ton, anderenfalls disqualifizierte man sich selbst. "Verleumdungen, Beschimpfungen und Gewaltandrohung" sind keine Argumente und sind ungeeignet, irgendjemanden zu überzeugen.
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14.01.2017 14:06 Uhr von AntiDepp
 
+1 | -3
 
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"Die Polizei ist gerade im Bereich der sozialen Medien auf Unterstützung und Hinweise aus der Nutzergemeinschaft angewiesen, um strafrechtlich gegen fremdenfeindliche Hasspostings vorzugehen."

http://www.tagesspiegel.de/...
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14.01.2017 14:09 Uhr von Prof_Ernst
 
+2 | -2
 
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@DerNeue2016
"Wir haben ja aktuell keine anderen Probleme."

Gewaltandrohungen, volksverhetzende Hasskommentare, Falschmeldungen inkl. Verleumdungen sind echt das Letzte. Sie stellen in der Tat schwerwiegende Probleme dar, denn sie können gravierende Folgen zeitigen. Wie man gegen solche Kommunikationsformen vorgehen könnte, ist eine andere Frage. Dazu muss auf jeden Fall gehören, "sich den Ursachen der erhöhten Ablehnung unserer Politik gegenüber zu widmen" (@ ar1234).
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14.01.2017 14:44 Uhr von Rongen
 
+7 | -3
 
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Zensur, das Wort was hier gesucht wird ist Zensur.
Aber schön das die Politikerkaste langsam Angst bekommt.
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14.01.2017 16:39 Uhr von det_var_icke_mig
 
+2 | -6
 
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@Rongen: wie kommst du darauf, dass das Löschen von Beleidigungen oder Gewaltandrohung Zensur sei?

ebenso die Löschung erwiesener Falschmeldungen macht Sinn, denn die Richtigstellung wird von den "Anhängern der News" ja nicht warh genommen, bzw. nicht akzeptiert

ist es also Zensur wenn man die Verbreitung einer Lüge unterbinden möchte?
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14.01.2017 16:48 Uhr von Prof_Ernst
 
+2 | -0
 
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@Rongen

CDU-Politiker Sensburg wünscht sich Netz-Sperren gegen Fake News
http://tinyurl.com/...

Alles ist jetzt Fake News
https://netzpolitik.org/...

Fake news and the spread of misinformation
http://tinyurl.com/...


[https://netzpolitik.org/... ... litiker-sensburg-wuenscht-sich-n ... etz-sperren-gegen-fake-news/]
[https://journalistsresource.org/... ... ciety/internet/fake-news-consp ... iracy-theories-journalism-research]
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14.01.2017 18:46 Uhr von Prof_Ernst
 
+2 | -0
 
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@Filterfrei

„Beim Punkt ´Falschmeldungen inkl. Verleumdungen´ wäre ich da ganz vorsichtig.“

Ich auch, bewusst hatte ich geschrieben: „Wie man gegen solche Kommunikationsformen vorgehen könnte, ist eine andere Frage“.

Sollen etwa Facebook & Co. oder ein „Abwehrzentrum gegen Desinformation“ entscheiden, das ein Fake ist?

Kann im Internet überhaupt etwas gelöscht werden (rhetorische Frage)?
@det_var_icke_mig, „ebenso die Löschung erwiesener Falschmeldungen macht Sinn“:
Die (Fake-)News sind doch schon tausendmal kopiert worden!

Etwas Besseres als Gegenhalten durch eine möglichst breite kritische Öffentlichkeit, die Fakes als solche entlarvt bzw. Strittiges diskutiert, gepaart Maßnahmen zur Stärkung der Medienkompetenz, speziell der Nachrichtenkompetenz, fällt mir nicht ein.

Die Entlarvung von Fakes ist auch nicht ohne, neben komplett erfundenen Meldungen gibt es z. B. solche, die zwar Fakten wiedergeben, aber weitere, für die Interpretation der Nachricht unverzichtbare Fakten unterschlagen, so dass die News letztendlich in die Irre führt.

@filterfrei, nicht nur die Mainstream-Medien sind ins Visier zu nehmen!

Abschließend Links zu ein paar Seiten zum Thema Faktencheck - kennt jemand weitere?:

International Fact-Checking Network (IFCN), siehe darin die Liste der Unterzeichner mit Links zu Fact-Checkern:
http://www.poynter.org/...

First Draft News: „Wir stellen Ihnen praktische und ethische Leitlinien zur Verfügung, die erklären, wie man aus dem Social Web stammende Inhalte finden, prüfen und veröffentlichen kann“
https://de.firstdraftnews.com/

Mimikama: „Aufgabe: Falschmeldungen entlarven, verdrehte Inhalte klarstellen, auf Nutzerprobleme reagieren“
http://www.mimikama.at/

Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/...
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14.01.2017 21:13 Uhr von det_var_icke_mig
 
+1 | -1
 
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@Prof_Ernst: "Die (Fake-)News sind doch schon tausendmal kopiert worden! "

mag sein, aber wenn man eine solche Quelle löscht und mit dem Hinweis darauf ersetzt, dass sie falsch war und die Richtigstellung dazu hat man einen Ansatz

und es verhindert eine weitere Kopie

"Die Entlarvung von Fakes ist auch nicht ohne, neben komplett erfundenen Meldungen gibt es z. B. solche, die zwar Fakten wiedergeben, aber weitere, für die Interpretation der Nachricht unverzichtbare Fakten unterschlagen, so dass die News letztendlich in die Irre führt."

deshalb sollte sowas auch nicht einfach nur nach einer Meldung gelöscht werden, so wie hier bei SN üblich, die Meldung muss überprüft werden und der Teil korriegiert werden, der falsch ist, also komplett falsch durch ersetzen und wo Fakten fehlen ergänzen

einfach nur löschen ist falsch

"kennt jemand weitere?:"

http://www.metro.se/...

allerdings muss man dazu schwedisch können oder dem google übersetzer trauen
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14.01.2017 23:31 Uhr von Shraddar
 
+1 | -0
 
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Und wer überwacht die Koaltion?..... mmhhh.
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15.01.2017 18:25 Uhr von Prof_Ernst
 
+0 | -0
 
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@det_var_icke_mig
"einfach nur löschen ist falsch"

Ergänzend zu den bisher vorgebrachten Argumenten gegen eine Löschung gebe ich zu bedenken, dass Fake News für die politische Meinungsbildung und den Journalismus sowie als Quelle für die sozialwissenschaftliche und historische Forschung, die "Humanities", zugänglich bleiben müssen.

Bei politischer Meinungsbildung denke ich auch an die Wähler, für die es von Interesse ist zu wissen, aus welcher Ecke Fakes welchen Inhalts kommen ;-)

Fakes könnten es auch wert sein, dokumentarisch erschlossen zu werden. In der historisch beispiellosen (behaupte ich mal) Menge, in der sie jetzt fabriziert werden, und ihrer dank Internet unbeschränkten Verbreitung sind sie ein zeitgeschichtliches Phänomen.

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