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Wort des Jahres 2016: "Postfaktisch"

Die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden hat den Begriff "Postfaktisch" zum Wort des Jahres 2016 gekürt.

Bei der Wahl geht es darum, "den sprachlichen Nerv des Jahres zu treffen" und dieser Begriff hat wie kaum ein anderer das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben besonders geprägt und die öffentliche Diskussion dominiert.

In den letzten Jahren wurden "Flüchtlinge", "GroKo", "Rettungsroutine", "Stresstest" oder "Wutbürger" zu den Wörtern des Jahres gewählt.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Wort, Wort des Jahres
Quelle: sueddeutsche.de
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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.12.2016 10:23 Uhr von Brit2
 
+3 | -4
 
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Hab mich grad durchs Netz gewühlt, weil ich wissen wollte, das überhaupt ist. Noch nie gehört ...
Ahhhh ---- emotionale MANIPULATION.
(oder auch gerne Populismus ...)
Deine Freunde sind auch meine ... Deine Feinde sind auch meine ... ahja.
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09.12.2016 11:05 Uhr von PrinzAufLinse
 
+9 | -0
 
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Ich hab mich auch mal aufgeschlaut.
Laut Wikipedia:
"Der Begriff POSTFAKTISCHE POLITIK bezeichnet ein politisches Denken und Handeln, bei dem Fakten nicht mehr im Mittelpunkt stehen. Die Wahrheit einer Aussage tritt hinter den Effekt der Aussage auf die eigene Klientel zurück. In einem demokratischen Diskurs wird – nach dem Ideal der Aufklärung – über die zu ziehenden Schlussfolgerungen aus belegbaren Fakten gestritten. In einem postfaktischen Diskurs wird hingegen GELOGEN, ABGELENKT oder VERWÄSSERT – ohne dass dies entscheidende Relevanz für das Zielpublikum hätte. Entscheidend für die von postfaktischer Politik angesprochenen Wähler ist, ob die angebotenen Erklärungsmodelle eine Nähe zu deren Gefühlswelt haben"

Hmhmhm? "gelogen, abgelenkt, verwässert"
MaW: Der momentan in Deutschland praktizierte politische Diskurs ist postfaktisch.

[ nachträglich editiert von PrinzAufLinse ]
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09.12.2016 11:40 Uhr von stuhl
 
+2 | -4
 
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Billig. Einfach nur boehmermann.
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09.12.2016 11:51 Uhr von Negativnase
 
+5 | -7
 
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Also meins wäre AFD oder Donald Tump weil beide dies Jahr mal richtig genervt haben.
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09.12.2016 15:01 Uhr von spitzelparadis
 
+2 | -2
 
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Wenn diese Deppen dafür auch noch eine Bezahlung erhalten, dann weiß ich was postfaktisch bedeuten soll.
Dann wird es langsam Zeit, dass man über die Auftraggeber und Auftragnehmer solcher Dekadenzaustriebe erst wieder post mortem erwähnt.
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11.12.2016 15:20 Uhr von bigX67
 
+4 | -2
 
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postfaktisch in anwendung können wir immer wieder auf SN beobachten.
unsere rechte, afd-liebende, neoliberale, flüchtlinge-hassende, npd-gutredende, hitler-nicht-schlimm-findende user-fraktion liefert hier beste beispiele.
bisher 3x beim einliefern von fakes erwischt.

(bei fake rede ich hier nicht von irrtümlichen falschangaben, sondern von bewusster manipulation)

ps: ich finde böhmermann lustig (manchmal) :).
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12.12.2016 11:09 Uhr von Brit2
 
+0 | -1
 
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http://norberthaering.de/... Zitat: Es geht bei dieser Kampagne darum, Kritiker der herrschenden Verhältnisse, von links wie von rechts, zum Schweigen zu bringen. Erst indem man alle Begriffe, mit denen sie ihre Kritik ausdrücken könnten, für unanständig erklärt. Dann muss man sich nicht mehr mit ihren Argumenten auseinandersetzen, sondern nur noch mit ihrer Sprache. Weil das auf Dauer nicht reicht, geht man nun einen Schritt weiter. Man setzt die Begriffe auf den Index und macht ihre Verbreitung nach und nach unmöglich. Und wer sich zu sehr in die Nähe solcher Argumente und Begriffe begibt, kommt irgendwann auch auf den Index von Youtube, Facebook, Twitter, Microsoft und natürlich Google … einfach weg, verschwunden, ganz ohne Gewalt. Dann herrscht wieder Frieden im Land, wie damals 1984.

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