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Klatsche für Jobcenter: Maßnahmen für Arbeitslose nur zufällig erfolgreich

 

Der Bundesrechnungshof attestiert den bundesweiten Jobcentern einen nur mäßigen Erfolg bei der Vermittlung solcher Leistungsempfänger, die an einer Maßnahme teilgenommen haben. Dabei seien Angebote wie Ein-Euro-Jobs und Weiterbildungen "oft nur zufällig erfolgreich".

Zudem urteilen die Prüfer, dass die "mit hohem finanziellen Aufwand der Jobcenter und großem persönlichen Einsatz der Leistungsberechtigten erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten" in aller Regel "nutzlos" wären. In der Folge würden sich viele dieser Maßnahmen als wirkungslos erweisen.

Bei ihren Stichproben von 500 Fällen Ende 2015, konnten die Prüfer zudem feststellen, dass Maßnahmen von den Sachbearbeitern in 39 Prozent dieser Fälle nicht ordnungsgemäß dokumentiert wurden. Damit würden die Fachkräfte in den Jobcentern gegen Vorgaben und Weisungen verstoßen oder diese missachten.


WebReporter: Realpolitik
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Arbeitslose, Jobcenter
Quelle: n-tv.de

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18.11.2016 10:59 Uhr von spitzelparadis
 
+13 | -0
 
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Nur ZUFÄLLIG, ich sage mal, diese Abläufe sind bewusst gesteuert. Ein entsprechende Zahl / Anzahl von Arbeitslosen macht diese erpressbar und auch die Menschen, welche sich noch in der anderen Form der Sklaverei befinden.
Außerdem werden solche Sinnlosigkeiten an Maßnahmen benötigt um die Statistiken zu fälschen.
Ich sage da bewusst fälschen, da hier ein Vorsatz vorliegt.
Nur bedauerlich das der Bundesrechnungshof nicht exekutiv Handeln kann, eigentlich eine
Behörde welche auch nur Steuergelder frisst, ebenso die Landesrechnungshöfe.
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18.11.2016 10:59 Uhr von ITler84
 
+13 | -2
 
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Arbeitsgelegenheiten schaffen.. gehts noch?
Arbeit die sinnvoll ist und ordentlich bezahlt wird gerne aber das wird ja auch gemacht. Lücken im Lebenslauf werden auch überbewertet, man findet trotzdem gute Jobs wenn man arbeitsfähig ist.

Zum Thema - die Massnahmen von der Arbeitsagentur wie Bewerbungstraining sind schon sinnvoll, allerdings nur in einem gewissen Rahmen. Um ein Arbeitszeugnis zu verbessern und die Bewerbung auf ein nahezu perfektes Niveau zu bringen reichen auch ein paar Wochen, da muss man nicht monatelang von morgens bis Abends zu so einem Training gehen.
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18.11.2016 11:05 Uhr von erdengott
 
+9 | -6
 
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"Würde mich von Seiten der Minusgeber mal interessieren, was da an IceWinters Kommentar so falsch sein soll?" Auch wenn ich kein Minusgeber bin, Der Staat ist nicht dafür da Arbeitsgelegenheiten zu schaffen. Sowas ergibt immer negative Auswirkungen auf private Konkurrenz oder Mitnahmeeffekte.
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18.11.2016 11:29 Uhr von gerndrin
 
+9 | -0
 
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Wiederholt die Bestätigung, dass Milliarden einfach durch den Schornstein gejagt werden. DAS System ist krank, muss aber weiter herhalten um einen großen Teil der Bevölkerung zu kujonieren.
Hartz IV wurde eingeführt, als kurzfristiger Übergang von Arbeitslosigkeit in den neuen Job. Nun hat es sich, Dank an die Sozialen von der SPD und Grünen und nun auch an die Christen von CDU/CSU als Dauerarmut für Millionen! verfestigt. 16,5 Mio. Menschen müssen, von weniger als 917 € leben. Von Armutsrentnern (stark steigend), von 1,6 Mio. die auf die Tafel angewiesen sind (ebenfalls stark steigend), gar nicht zu reden! Es ist, wie mit des Kaisers Neue Kleider: Jeder weiß es, nur die Meisten, unserer Vollgefressenen in Berlin, pro Monat über 30.000 € Kostenden, machen einen auf plöd!
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18.11.2016 11:41 Uhr von Christian83
 
+9 | -1
 
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..... mauahahahaha... Fachkräfte in den Jobcentern.... ohje... ich hab schon seitenstiche vom Lachen ....
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18.11.2016 11:51 Uhr von T0mmesD
 
+7 | -0
 
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Wenn man schon mal in so einem "Kurs" war, merkt man recht schnell dass es sich nur um eine Beschäftigungs-Therapie handelt.
Der einzige Vorteil fürs Amt liegt darin, das man nicht als Arbeitslos zählt in der Zeit des Kurses.

Mehr als 2 Stunden Dumm rum sitzen und auf einen "Lehrer" warten ist da nichts zu tun. Wir haben 3 Tage damit verbracht aus Zeitungen unsere "Wünsche" aus zu schneiden. Ich war froh, recht schnell einen neuen Job zu finden. Das war aber nicht das Ergebniss dieser Maßnahme..
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18.11.2016 11:51 Uhr von Brit2
 
+4 | -0
 
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Seit 30 Jahren nichts Neues ...
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18.11.2016 12:18 Uhr von lustigtralalala
 
+6 | -1
 
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Die Agentur für Arbeit und das Jobcenter sind kriminelle!
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18.11.2016 12:42 Uhr von ghostbrot
 
+3 | -0
 
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Na und nu was wird sich ändern ? GARNIX.

mfg
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18.11.2016 13:57 Uhr von HateDept
 
+3 | -0
 
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@IceWinter

Du weißt aber auch, dass ca. 60% der H4-Empfänger durchaus arbeiten gehen?

"... im gegezug halbtags im Altersheim oder sonst wo aushilfst?"
Willst Du den Menschen, deren einzige Chance ihre Existenz zu sichern darin besteht, ihre Arbeitskraft zu verkaufen, etwa zumuten, kostenfrei oder für Dumpinglöhne zu arbeiten? Das klingt wie Hohn auf die Lage aller Lohn- und Gehaltsabhängigen ...

Arbeit muss entweder angemessen vergütet werden können - oder sie bleibt halt liegen ...

Harz4 ist einzig und allein ein Mittel um Druck auszuüben - insbesondere auf diejenigen, die in Arbeit sind! Laut meiner letzen Info hat selbst der BGH eine andere Vorstellung von Existenzminimum.

Am schlimmsten dabei geht´s den Kindern, die automatisch mit bestraft werden, wenn dem Amt irgenwas nicht passt. Man kann´s ja später einklagen und bekommt in ca. 75% der Fälle sogar Recht - aber das muss man erstmal durchhalten ...
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18.11.2016 18:26 Uhr von VincentGdG
 
+1 | -0
 
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Ich habe mind. drei "Bewerbertrainings" mitmachen dürfen. Bei jedem meinten sie, der Aufbau meines Lebenslaufs sei falsch/schlecht/veraltet, obwohl er uns genau so im vorherigen Training beigebracht wurde. Nach jahrelangem Betteln, endlich eine vernünftige Fortbildung zu erhalten, wurde ich in ein "Training für höhere Angestellte" gesteckt, in welchem in allen möglichen Themen (IT, Recht, Steuer, Marketing etc) Einstiegswissen vermittelt wurde. War recht lustig, brachte aber nichts.

Sinnvolle Fortbildungen wie z.B. SAP oder auch technischer Redakteur wollen die Jobcenter um keinen Preis finanzieren, so als wollten sie ihre Kunden nicht verlieren.

Man wird verwaltet, das ist alles.

Und zu den Schulungsfirmen:
Die überleben oft nicht mehr als eine Maßnahme. Ich habe selbst erlebt, wie so ein kleine Firma aus dem Nichts aufgebaut wurde. Angemietet wurden irgendwelche leerstehenden Büroräume, dann drei "Lehrer" für ein paar Monate eingestellt, noch ein bissel Papier und Schreiber auf den Tisch und fertig ist die Maßnahme. Die verdienen gutes Geld und machen nach der Maßnahme die Firma wieder dicht, um kurze Zeit später eine neue zu gründen.

[ nachträglich editiert von VincentGdG ]
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19.11.2016 00:54 Uhr von Chiccio
 
+0 | -1
 
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das dilemma ist das die Jobcenter von der Politik unter Druck gesetzt werden .....was soll ein Jobcenter Mitarbeiter den tun wenn viele der "Klienten" gar keine Faulenzer und Betrüger sind ..sondern viele zum Teil ernsthaft Krank . gesundheitlich eingeschränkt, und es in der Gegend keinerlei Jobs für solche Leute gibt ! ich
g wurde als Dialyse patient mit noch anderen Gesundheitlichen Einschränkungen 3 jahre durch Harz 4 geschleusst bis ich endlich Rente bekam....und so geht es vielen die ich kenne...
Nur das will keiner der grosskotzigen Politiker und Medien wirklich hören
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19.11.2016 14:48 Uhr von Marco Werner
 
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@Alfatir
"Wäre gemeinnützige Arbeit nicht hilfreicher?""

Gemeinnützige Arbeit ? Die Nummer ist schon bei der Einführung der ABM und insbesondere den 1€-Jobs schiefgegangen. Statt nämlich normale sozialversicherungspflichtige Jobs zu schaffen,wurden bestehende Jobs abgebaut und durch 1€-Jobber ersetzt. Es dürfte keine einzige Kommune geben,wo das nicht so gehandhabt wurde.

""Und dann stellt euch vor, wie es aussehen würde, wenn jeder Zigarettenstummel, jedes benutzte Kondom, jeder Hundehaufen und jedes Grafitti umgehend von einem Hartz-IV-Empfänger entfernt werden würde.""

So eine Förderung soll aber eigentlich nur eine begrenzte Zeit vorgenommen werden. Danach müssen die Kommunen selbst sehen,wie sie das finanzieren. Und genau davor haben sie Angst,weil es dann Gegenwind von der Bevölkerung gibt, weil das nur über Steuern finanziert werden kann. Dann käme das allgemeine Geschreie "Steuern für die Beseitigung von Hundescheiße ? Ich hab doch gar keinen Hund!" oder "Ich rauche doch gar nicht und in den Park geh ich auch das ganze Jahr nicht!"

""Auch die etwas dreckigeren Jobs in der Altenpflege könnten von Langzeitarbeitslosen übernommen werden.""

Dann würde genau das passieren,was ich oben schon geschildert habe: bisheriges Personal würde noch mehr abgebaut und durch die billigen Ersatzkräfte ausgetauscht. Ich kann nur für mich sprechen, aber
ich würde schon wollen,daß meine pflegebedürftige Oma lieber von Fachpersonal gepflegt wird und nicht von Leuten,die keinerlei Ausbildung haben und zu diesem Job gezwungen werden. Denn darunter leidet die
Qualität der Pflege defintiv.


@VincentGdG
Mach 10x ein Bewerbertraining bei 10 verschiedenen Dozenten und du bekommst 10 verschiedene Meinungen über die optimale Bewerbung. Dabei geht es diesen Herrschaften auch nicht darum, die Bewerbungen
wirklich zu verbessern, sie wollen lediglich die vermeindliche Notwendigkeit des erneuten Trainings rechtfertigen. Dabei sind einige Dozenten so betriebsblind,daß sie nichtmal ihre eigenen Muster wiedererkennen.
Dank eines bescheiden abgesicherten Netzwerkes haben wir in so einem Training mal die "Musterbewerbung" vom Rechner der Dozentin geklaut und ihr -mit eigenen Daten versehen- als Ergebnis des vorherigen Trainings. vorgelegt.
Es kam, was kommen musste. Sie verriss das Ding als vollkommen untauglich und wollte unbedingt ihre Version durchdrücken ohne zu merken,daß das schon ihre Version war. Ich werde mein Leben lang nicht ihr Gesicht vergessen,
als wir ihr die angeblich untaugliche und die bei ihr erstellte Bewerbung zum Vergleich vorlegten. Die waren logischerweise absolut identisch.

[ nachträglich editiert von Marco Werner ]

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