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Flexirente und Leiharbeit: Bundestag beschließt neue Gesetze

 

Der Bundestag hat mit einem Gesetz zur Flexirente den Weg für mehr Zuverdienst-Möglichkeiten im Alter freigemacht. Demnach behalten Arbeitnehmer, die in Teilrente gehen, mehr von ihrem Zuverdienst.

Grundsätzlich kann man jetzt zur vorgezogenen Rente ab 63 jedes Jahr 6.300 Euro ohne Abzüge hinzuverdienen. Was darüber hinausgeht, wird zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet.

Das Parlament verabschiedete auch das Gesetz gegen Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen. Demnach sollen Leiharbeiter nach spätestens neun Monaten den gleichen Lohn bekommen wie die Stammbelegschaft.


WebReporter: MR.Minus
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Bundestag, Gesetze, Leiharbeit
Quelle: faz.net

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.10.2016 22:28 Uhr von hannes759
 
+32 | -4
 
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In vielen umliegenden Staaten gibt es bedingungslos über 1000 Euro Mindestrente. Nur den Deutschen kann man erzählen, dass sie im Alter in Armut leben müssen.

(oder Werbebättchen verteilen und Tauben fangen)
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21.10.2016 23:11 Uhr von Hanna_1985
 
+27 | -2
 
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Grundsätzlich MUSS man jetzt zur vorgezogenen Rente ab 63 jedes Jahr 6.300 Euro ohne Abzüge hinzuverdienen, um nicht in Altersarmut zu enden. (Hört Euch Volker Pispers an, er rechnet vor, dass ab 2030 die Altersarmut bei der Rente auf 40% steigt!)

Das Parlament verabschiedete auch das Gesetz gegen Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen. Demnach WERDEN Leiharbeiter nach spätestens achteinhalb Monaten gegen andere Leiharbeiter ausgetauscht.
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22.10.2016 00:11 Uhr von willi_wurst
 
+14 | -0
 
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Hanna_1985: "Das Parlament verabschiedete auch das Gesetz gegen Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen. Demnach WERDEN Leiharbeiter nach spätestens achteinhalb Monaten gegen andere Leiharbeiter ausgetauscht. " -> Entweder das, oder die Zeitarbeiter werden eben nicht ausgetauscht. Den Leihfirmen wird gekündigt, die nächste steht auf der Matte und übernimmt alle Arbeiter von der alten Zeitarbeitsfirma und schon geht die gleiche Scheisse wieder von vorne los.

War nicht auch geplant, das Zeitarbeiter nach 18 Monaten fest übernommen werden müssen?
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22.10.2016 07:05 Uhr von der_amateur
 
+7 | -0
 
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21.10.2016 23:11 Uhr von Hanna_1985

Der Volker hat so einiges vorrausgesagt^^
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22.10.2016 07:26 Uhr von anex
 
+11 | -0
 
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Eigentlich müssten, wie in anderen Ländern auch, Leiharbeiter deutlich mehr bekommen als die Stammbelegschaft um einen Missbrauch zu verhindern. Aber darum geht es unseren Gönnern ja sowieso nicht.
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22.10.2016 11:10 Uhr von Wurstwasserpfeiffe
 
+9 | -0
 
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Solange unsere Volksverräter solche "Lücken" bei Ihren Gesetzgebungen hinterlassen, ist dem Missbrauch IMMER Tür und Tor geöffnet.

...und das mit Absicht.

Nicht wahr, Herr Clement?
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22.10.2016 21:39 Uhr von det_var_icke_mig
 
+0 | -0
 
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IceWinter: Leiharbeit ist was tolles, sofern das Gesetz dazu richtig gemacht wäre ...

der wichtigste: der Leiharbeiter bekommt dasselbe wie der Festangestellte (dadurch wird er teuerer als ein Festangestellter weil die Leihbude auch was verdienen will und das Risiko trägt)

der Rest wäre dann Kosmetik
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23.10.2016 11:50 Uhr von det_var_icke_mig
 
+0 | -1
 
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Schnappschildkröte

wie kommst dadrauf?

die Gründe für Leiharbeiter sind vielfältig, der gedrückte Lohn ist nur einer davon

- Umgehung des Kündigungsschutzes für den Leiharbeiter
- Krankheitsrücklagen für den Leiharbeiter liegen bei der Leihbude nicht bei dem der leiht
- kurzfristige Ausweitung der Belegschaft für Auftragsspitzen
- Probezeitanstellung entfällt, so man über diesem Weg neues Personal sucht
- Anzeigenmaraton und Bewerberauswahl entfällt, wenn man über diesen Weg neues Personal sucht

glaubst nicht? naja, dann schau mal über den Tellerrand z.B. nach Skandinavien ;)

in manchen Branchen z.B. Gesundheit verdienen die Leiharbeiter sogar mehr als das Stammpersonal, was es für die Krankenhäuser z.T. extrem schwierig macht Stammbelegschaft zu finden, und trotzdem werden die gemietet wie nix

Lohndumping ist nicht der einzigste Vorteil von Leiharbeit, aber der der in Dtl. am meisten ausgenutzt wird
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23.10.2016 12:18 Uhr von uwele2
 
+2 | -0
 
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wenn man Leiharbeit wirklich als das verwenden will für was es geplant war nämlich um Produktionsspitzen auszugleichen muss man Leiharbeit deutlich teurer machen als Eigenbeschäftigte.
Ansonsten führt es zu Abbau von festen Arbeitsplätzen.
Das ist jedem klar nur der Regierung nicht
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23.10.2016 18:15 Uhr von det_var_icke_mig
 
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@Anonymous: und was macht die Personalverwaltung einer jeden Firma?

die "vermitteln" (Einstellen) und "verwalten" auch das Personal einer Firma und verdienen damit ihr Geld

warum ist das OK solange sie zur selben Firma gehören wie die Arbeiter aber nicht mehr OK wenn dieselbe Arbeit durch eine andere Firma gemacht wird?
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24.10.2016 11:50 Uhr von ITler84
 
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Allein schon wenn sie damit den Kündigungsschutz umgehen ist das nicht mehr legal für mich.

Naja muss jeder selber wissen, ich werde nicht mehr für Zeitarbeitsfirmen arbeiten nachdem SIEMENS ein Projekt am ersten Arbeitstag einfach gecancelt hat. Dann durften sich 20 Leute wieder arbeitslos melden und als entschädigung gab es 15 oder 20€, lächerlich auf jedenfall... Eine Entschuldigung seitens Siemens kam natürlich nicht.

[ nachträglich editiert von ITler84 ]
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24.10.2016 19:20 Uhr von Marco Werner
 
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@det_var_icke_mig
Wenn eine Firma einen hohen Krankenstand hat und daher zu Einsparungszwecken auf Zeitarbeit setzt,dann sollte sie sich lieber mal Gedanken machen,wieso der Krankenstand so hoch ist. Denn dann stimmt im Normalfall etwas mit dem Arbeitsklima nicht.
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25.10.2016 06:17 Uhr von det_var_icke_mig
 
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@Marco Werner: aha, das Arbeitsklima ist also an der jährlichen Grippewelle schuld

und mal ehrlich, es wäre ja nett, wenn schon bei einem Krankheitsfall ein Ersatz kommt, damit der Rest nicht auch noch vor Stress zusammenklappt

ist jetzt aber ein Krankheitsfall ( gebrochenes Bein z.B.) gleich Hinweis auf schlechtes Arbeitsklima?
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25.10.2016 18:17 Uhr von Marco Werner
 
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@det_var_icke_mig
Ich habe nicht von saisonal bedingten Erkrankungen geredet,sondern von einem kontinuierlich hohen Krankenstand in so mancher Firma, weil die Leute einfach überfordert sind. Wenn Firmen beispielsweise in einer 6-Tage-Woche arbeiten (ist z.B. da wo ich arbeite so),dann ist der Krankenstand da auffällig hoch. Nicht weil die Leute tatsächlich krank sind,sondern weil sie einfach ausgebrannt sind.

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