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Pfarrkirchen: Mann äußert in Jobcenter, er wolle 20 Menschen töten

Am vergangenen Mittwochmorgen wurde die Polizei in das Jobcenter in der Ringstraße gerufen. Ein Mann hatte gegenüber einer Mitarbeiterin gedroht, dass, "wenn es immer so lange dauert, hier mehr als 20 Leute sterben werden".

Gegenüber der Polizei äußerte der 64-jährige Mann, etwas derartiges nie gesagt zu haben. Er warf dem Jobcenter vor, dass ihm grundlos kein Geld ausgezahlt werde.

Vom Jobcenter bekam der Mann dann Hausverbot. Gegen ihn läuft des Weiteren ein Verfahren wegen Bedrohung.


WebReporter: Eule92
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mann, Jobcenter
Quelle: wochenblatt.de

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06.08.2016 10:37 Uhr von Borgir
 
+16 | -11
 
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Er sagt, er habe das nie so gesagt, aber Polizei ist da, Verfahren läuft und er hat Hausverbot? Ist das Wort dieses Mannes weniger Wert, als das seines "Beraters" im Jobcenter? Was, wenn er das wirklich nie gesagt hat?

[ nachträglich editiert von Borgir ]
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06.08.2016 10:45 Uhr von stoske
 
+7 | -5
 
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Vor ein paar Wochen im Einwohnermeldeamt von Wuppertal Barmen: Morgens um kurz nach Neun werden schon keine Nummern mehr ausgegeben, die durchschnittliche Wartezeit wird am Display mit ca. 400(!!!) Minuten angegeben, was fast 7 Stunden sind. Der Raum ist überfüllt mit Menschen, viele Mütter mit Kindern aber auch alte Leute, es sind knapp 30 Grad.
"Hoffentlich krepiert hier keiner", sage ich noch zu einem Sitznachbarn.

> Was, wenn er das wirklich nie gesagt hat?
> vielleicht hat er ja gesagt, bei der Warterei würden die Leute auf dem Flur an Hunger oder Langeweile sterben

Davon kann man eigentlich ausgehen. Sowohl die undifferenzierte Reaktion der Leute als auch die Intention der Presse machen dies höchst wahrscheinlich.

[ nachträglich editiert von stoske ]
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06.08.2016 10:48 Uhr von OO88
 
+6 | -4
 
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Bitte die Überschrift ändern,
Er hat laut Quelle nie etwas von Töten gesagt.

Es werden in der Zeit die ich warte hier mehr 20 Leute sterben. Im KKH oder Altersheim hätte er wohl sofort Recht bekommen.
In Deutschland sterben je Std. ca. 100 Menschen.
Wenn er in einer Großstadt im Arbeitsamt wartet könnte es durchaus sein dass in 4 Std. dort mehr 20 sterben könnten wegen dem langen warten.
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06.08.2016 11:27 Uhr von Tilt001
 
+3 | -3
 
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Die Leute die immer auf Langzeitarbeitslose schimpfen, sollten mal überlegen wieso die DDR nicht funktioniert hat.

Da gab es nämlich keine Arbeitslosen! Wer eine Vollbeschäftigung erzwingt, kann das aber immer nur gegen die Maschinen und Roboter und jede Form von Modernisierung. Den niedrigen Lebensstandard daraus will aber keiner also kann das Konzept auf Dauer auch nie funktionieren!

Wer nur Wert auf Arbeit für alle legt und nicht das Produkt daraus, dem eigentlichen Zweck jeder Arbeit der hat die doch auch noch nie zu würdigen gewusst. Der ist nur ein Sklave, dem nur das Hamsterrad fehlt, ein ganz natürlicher Feind jeder Entwicklung die den Menschen von der Arbeit auch befreien will!

[ nachträglich editiert von Tilt001 ]
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06.08.2016 12:04 Uhr von TheRoadrunner
 
+0 | -5
 
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In der Quelle steht zudem:
"Vielmehr werde ihm als „Guten Deutschen“ grundlos die Auszahlung von Geld verweigert. Er bekräftigte weiter seine nationalistische Gesinnung und fühlte sich zu Unrecht von der Polizei verfolgt."

@ raqaba
"Andererseits - vielleicht hat er ja gesagt, bei der Warterei würden die Leute auf dem Flur an Hunger oder Langeweile sterben."
Du willst also besser wissen, was der Mann gesagt hat, als diejenigen, die dabei waren?

@ Borgir
"Er sagt, er habe das nie so gesagt, aber Polizei ist da, Verfahren läuft und er hat Hausverbot?"
Wie soll denn ohne Polizei und Verfahren der Sachverhalt festgestellt werden?
Wenn man seine Aussagen einfach nur zu bestreiten braucht, dann behaupte ich in Zukunft auch grundsätzlich, Dinge nicht gesagt zu haben. Und falls es mehrere Zeugen gibt, dann stecken die natürlich alle unter einem Dach oder sind bestochen worden.
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06.08.2016 12:30 Uhr von Tilt001
 
+2 | -2
 
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"Der Kapitalismus funktioniert nur, wenn man diejenigen, die nicht arbeiten können oder wollen, sehr viel schlechter behandelt als die Arbeitenden.

Je miserabler das Leben für Langzeitarbeitslose ist, um so grösser ist die Motivation, sich wieder einen Job zu suchen. "

Ich bin ja auch für einen Unterschied! In der Schweiz hat man mal bei einer Volksabstimmung gesagt 1:12 Gehaltsunterschied wäre angemessen, ist aber leider gescheitert.
Die Schweizer wollten tatsächlich nicht glauben das man auf Manager die das hundertfache Gehalt kriegen und die Firmen trotzdem in die Pleite reiten, verzichten kann.

Also ich bin dafür, das man da nochmal einen neuen Versuch startet und Arbeitslose kriegen dann auch nur noch 60-70% des niedrigsten Gehaltes.

Dafür wurde der Staat auch mal erfunden. Der Kapitalismus selbst neigt nämlich immer zur totalen Ausbeutung, im Grunde jeder sogenannte Wirtschaftsexperte. Sie wollen immer den Maximalprofit für wenige und die Sklaverei für die Masse.

Man muss doch nur mal lernen, man kann auch den Reichen die Millioneneinkommen wegnehmen, man muss dafür nicht Millionen Armen noch das wenige nehmen. Dann kann man die Unterschiede zwischen Arm und Reich auch viel moderater halten ohne gleich im Sozialmus auszubrechen, wo sich keine Arbeit mehr lohnt!

PS. Der größte Arbeitgeber in Deutschland ist übrigens das Jobcenter selber mit ca. 100,000 Mitarbeitern. Das ist auch eine Form die Arbeitslosigkeit zu kaschieren, man spaltet die Arbeitslosen einfach in Echte und Aufpasser, andere sagen auch Kapos!

Es gibt aber noch unendlich viel mehr sinnlose Arbeit in vielen Behörden, nur werden genau die, sich natürlich als allerletztes selber wegrationalisieren zugunsten nur der besseren Technik! Die wirklich produktive Arbeit, die uns auch alles herstellt, machen heute doch nur noch die wenigsten!



[ nachträglich editiert von Tilt001 ]
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06.08.2016 14:47 Uhr von EraZor2k4
 
+2 | -2
 
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Wer nicht einmal in diesem System gesteckt hat, kann definitiv nicht mitreden!

War vor 7,5 Jahren einmal in einer ähnlichen Situation. Mein Betrieb hatte zugemacht und ich wurde arbeitslos. Ich konnte meine Ausbildung aber damals noch abschließen. Danach war ich also arbeitslos. Knapp ein Jahr. Ich bekam ALG1 - aber quasi nichts, weil ich ja in der Ausbildung gewesen war und musste aufstocken gehen mit H4.

Ganze 6 Stellen hätte ich damals sofort antreten können, hätte ich einen Ausbilderschein gehabt. Also zum Amt und gefragt. Die Antwort war: "Nein". Der Schein hat damals 800 Euro gekostet. Die hatte ich leider nicht. Ein Vorschlag kam vom netten Jobcenter: Verkaufen Sie doch Ihr Auto, das ist eh Luxus!

Achso, und wie soll ein junger Kerl, gerade ausgelernt - OHNE AUTO - wieder einen Job bekommen?

Nach etlichen Absagen und Vorstellungsgesprächen bin ich dann nach 6 Monaten zum Jobcenter und habe gefragt, was ich denn für Weiterbildungsmöglichkeiten hätte in der Zeit wo ich daheim wäre. Ich dachte an sowas wie Betriebswirt oder ähnliches. Tja das war ein Fehler. Ich wurde darauf hin in einer Maßnahme angemeldet. Gut, der Staplerschein war inklusive, also was soll´s - dachte ich damals -

Ich saß also da, an meinem ersten Tag. Die Gruppe war gemischt. 40% das typische Klischee, Jogginghose, Bierchen zum Frühstück, asi eben. 60% waren aber dann doch alles gut gebildete Leute, wie sich noch herausstellte.

Zuerst bekam man einen Wisch, welchen man ausfüllen musste. Und siehe da: die Maßnahme mit einer Dauer von 6 Monaten kostet dem Herrn Steuerzahler knapp 7000 Euro. Als ich das gelesen habe, hätte ich am liebsten gekotzt. Da krieg ich die scheiss 800 Tacken nicht für einen Schein, der mich direkt wieder in die Arbeitswelt hineingebracht hätte, aber einen Kurs für 7000 Euro? Wo ist da die Logik?

Dann der Gegenstand der "Lager und Logistik"-Maßnahme:
Wir wurden gebeten Müll aus dem gelben Sack/gelber Tonne mitzubringen (!) und in Regalen zu sortieren! - Lagerorganisation nannte sich das Fach - kein Scherz!

Bewerbungstraining. Ohne Worte - für 60% des Kurses definitiv total sinnlos.

Die umliegenden Firmen abklappern und nach Praktika fragen. (Weil die Firmen ja nicht täglich von den Maßnahmeleuten gefragt werden. Da gibt´s sicherlich sau viele Stellen!)

Das war´s! Und das 6 Monate lang, jeden Tag das selbe. Plastikmüll sortieren und in Regale einräumen, Bewerbungstraining, Praktika suchen. Fertig.

Ich bin froh, dass ich dann doch einen Monat später Arbeit gefunden habe und diesen Betrieb vermutlich nie mehr verlassen muss, dennoch hat das natürlich erhebliche zweifel am System bei mir hervorgerufen.

Die Jobcenter-Mitarbeiter sind total überfordert. Jeder entscheidet irgendwie anders. Jeder sagt etwas anderes. Wenn man - so wie ich damals - in die Arbeitslosigkeit hereingeworfen wird, fragt man sich natürlich was dieses ganze System überhaupt bringt. Man wird gezwungen alles was irgendwie einen Mehrwert hat, z.B. KFZ, zu verkaufen und das Geld "aufzuleben". Man kommt in solche Maßnahmen, die in keinster Weise! In KEINSTER! einer gebildeten Person überhaupt etwas bringt. Im Gegenteil. Man wird da für dumm verkauft. Und dafür zahlen WIR 7000 Euro.

Ich frage mich wieso sich niemand darüber aufregt? Natürlich gibt es auch Asi´s darunter, keine Frage. Aber ich habe eben auch andere Erfahrungen gemacht. Da saßen Ingenieure, EDV-Kaufleute, Industriekaufmänner und Krankenpfleger und mussten mit mir PLASTIKMÜLL in Regale einräumen...
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06.08.2016 16:25 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ erw
"Entgegen der Aussage von Schröder GIBT es ein "Recht auf Faulheit". Es ist auch egal, ob es der eine oder andere anders sieht. So steht es im Grundgesetz!"
Welcher Artikel ist das bitte?
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06.08.2016 17:05 Uhr von Tilt001
 
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@ TheRoadrunner

Das ist Grundgesetz Artikel 12:

(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.

(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.

(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.

Jetzt zwingt einen das Jobcenter zwar nicht mit Hunden in jede Arbeit, es sanktioniert Menschen die eine angebotene Stelle nicht annehmen aber bis auf Null und wirft sie damit in die Obdachlosigkeit und riskiert ihr Leben. So gesehen müssten Jobcentermitarbeiter die sanktionieren also in jedem Fall in Gefängnis, den was ist Zwangsarbeit anderes als der elementare Zwang auf Kosten des Lebens, diese auch ausüben zu müssen?

Es sind vereinzelt auch tatsächlich schon Menschen dadurch gestorben, wie z.B. diese Arbeitslose in Speyer 2010, der ging nicht mehr zu den Terminen und wurde dann auf Null sanktioniert. Das Amt sagte dann einfach, der hätte ja zur Tafel gehen könne. Tatsächlich hat die ihn aber vor die Tür gesetzt, weil er eben keinen gültigen Hartz IV Bescheid mehr nachweisen konnte! Der ist dann zu Hause verhungert und die Mutter fast mit, weil die hat noch versucht ihn von ihrem eigenen Hartz IV zu ernähren!

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06.08.2016 18:21 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ Tilt001
... wo ist das nun ein "Recht auf Faulheit"?
Das Gesetz besagt zwar, dass niemand in *eine bestimmte* Arbeit gezwungen werden darf. Es besagt aber nicht, dass die Gesellschaft für den Lebensunterhalt von Personen aufkommen muss, die eine (oder vielleicht sogar mehrere) Stellen ablehnen.

"den was ist Zwangsarbeit anderes als "
Es besteht überhaupt keine Zwangsarbeit. Es steht jedem frei, sich selbst eine (andere) Arbeit zu suchen. Man *muss* auch überhaupt nicht arbeiten, wenn man andere Einkommensquellen hat.
Es soll beispielsweise auch Frauen geben, die ihre Partnerwahl in erster Linie darauf ausrichten, ihr Leben von diesem finanziert zu bekommen und nicht mehr arbeiten zu müssen.

"Es sind vereinzelt auch tatsächlich schon Menschen dadurch gestorben, wie z.B. diese Arbeitslose in Speyer 2010"
Du musstest 6 Jahre zurückgehen, um einen Fall auszugraben?
Und ja, da habe ich glatt einen Artikel der Süddeutschen gefunden. Wenn es nicht mehrere solche Vorkommnisse, bei denen Detailinformationen stark übereinstimmen, passierte das jedoch sogar schon 2007, siehe z.B.
http://www.zeit.de/...
Da liest man dann auch:
"Sie hatte offenbar früher soziale Zuwendungen erhalten, jedoch seit einiger Zeit keinen Antrag mehr gestellt." und
"Der Sohn hatte sowohl Arbeitsangebote als auch Untersuchungen ausgeschlagen, und daher ebenfalls keine Leistungen erhalten."
Die Untersuchungen werden hier und auch in anderen Artikeln nicht näher beschrieben. Es erscheint da nicht abwegig, dass der Mann arbeitsunfähig war, dies eben durch die Untersuchungen hätte nachgewiesen werden sollen, und er dann auch ohne zu arbeiten Geld bekommen hätte.
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06.08.2016 22:28 Uhr von Holzmichel
 
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Was will der Honk auf dem Amt, mit 64 kann ER doch entspr. der aktuellen Rechtslage in Rente gehen und gut ist es!!!

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