25.03.16 09:57 Uhr
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Minister will statt MHD eine Farbskala auf Produkten

Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf Verpackungen gibt es schon seit 30 Jahren. Der Ernährungsminister Christian Schmidt plädiert dafür, dieses abzuschaffen.

Um der Verschwendung von Produkten entgegenzutreten, will der Minister ein neues System einführen. So soll auf den Verpackungen ein Chip angebracht werden, der eine Farbskala anzeigt.

"Eine Farbskala von Grün bis Rot zeigt an, wie es um die Verzehrbarkeit steht. Jeder kann dann selbst entscheiden, bis zu welchem Grad er das Nahrungsmittel noch verwenden will."


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WebReporter: Supi200
Rubrik:   Freizeit / Essen & Trinken
Schlagworte: Minister, Mindesthaltbarkeitsdatum, Farbskala
Quelle: sueddeutsche.de
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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.03.2016 10:05 Uhr von gerndrin
 
+9 | -0
 
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Typischer Idiot!
Warum nicht die Firmen (wie es in anderen Ländern schon üblich ist), dazu verpflichten, die Lebensmittel zu spenden?
Und die Ampel? Reiner Lobbyismus.
Wird so nämlich von anderen Ländern verwandt, um die gesunden und ungesunden Lebensmittel zu kennzeichnen.. Da haben offensichtlich die Lobbyisten wieder mal ganze Arbeit geleistet!
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25.03.2016 10:12 Uhr von Starstalker
 
+6 | -2
 
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@gerndrin

Zwei vollkommen unterschiedliche Systeme und auch ganz andere Thematiken. Eventuell die News doch noch einmal lesen und dann drüber nachdenken.

Bei der Ampel geht es um die generelle Gesundheit von Produkten, z.B. bemessen am Zuckeranteil und dergleichen.

Bei der Farbskala in der News handelt es sich um ein System, an dem seit einigen Jahren an Universitäten geforscht wird. Der Chip kann anhand bestimmter Stoffe im Lebensmittel dessen Haltbarkeit ermitteln. So lässt sich nahezu genau feststellen, ob ein Produkt noch genießbar ist oder eben nicht. Das System soll laut Experten in 3-4 Jahren zum Probeeinsatz bereit sein.

Übrigens hat der Chip auch nichts mit der Kühlkette oder mit Wärme und Kälte zu tun, obgleich diese natürlich Einfluss auf den generellen Verfallsprozess der Nahrung haben können.
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25.03.2016 10:14 Uhr von Komikerr
 
+11 | -0
 
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Also ich entscheide immer selber, wann und wie lange ich Lebensmittel verwende.
Ich werf nicht panisch ne Milch weg, weil sie einen Tag übers MHD ist... Nein ich rieche dran... und ich probier dran und dann erst entscheide ich, ob das Lebensmittel schlecht ist oder nicht... auch wenns MHD 2 Wochen überschritten ist.
Aber versuch den Leuten das mal zu erklären....
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25.03.2016 10:23 Uhr von Xamb
 
+10 | -0
 
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Das einzig richtig wäre, das Produktionsdatum auf zu drucken, sowie die vom Hersteller erwartete Haltbarkeit.
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25.03.2016 10:26 Uhr von Alexius03
 
+8 | -3
 
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"elektronische Chips auf Joghurtbechern die Veränderungen des Produktes täglich ermitteln"...Joghurt mit Batterie und Display, bald auch mit bluetooth, ich nenne das mal "Forschung für die Mülltonne"
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25.03.2016 10:30 Uhr von Karl-Paul-Otto
 
+5 | -5
 
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Wenn z. B. McD(oof) das System auch einführen soll können die sich den Chip sparen und sogar alte Werbung recyceln: "Oh, guck mal, Mami, alles rot!"

Bei dieser Idee hatte eindeutig jemand einen Chip zu wenig. ihm ist tatsächlich ein Irrlicht aufgegangen (Genau wie Dobrindt mit seiner Maut)

[ nachträglich editiert von Karl-Paul-Otto ]
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25.03.2016 11:15 Uhr von Starstalker
 
+2 | -8
 
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"Und der Chip kostet auch wieder Geld und Energie und das wollen die auf jeder Verpackung anbringen? Das aktuelle System ist schon völlig ok."

Das sind Cent-Beträge, wenn überhaupt. Sollte das System eingeführt werden, geht das in die Massenproduktion. Und ich weiß nicht, was ihr euch unter einem solchen Chip vorstellt, aber der braucht keine Autobatterie um zu laufen, sondern verbraucht minimal Strom. Zumal er ja auch nur für einen begrenzten Zeitraum laufen muss. Und es handelt sich dabei nicht um eine hoch komplexe CPU, sondern um einen Chip, der wahrscheinlich kleiner und weniger komplex als ein RFID-Chip ist. Und diese Chips kosten ebenfalls minimalste Cent-Beträge, weil sie in Massen produziert werden.
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25.03.2016 11:20 Uhr von G-H-Gerger
 
+3 | -0
 
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Ich bin auch für die Angabe des Produktionsdatums.
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25.03.2016 12:02 Uhr von Me007
 
+11 | -1
 
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Der Chip kostet ein paar Cent und die Lizenzgebür 1€ wer bezahlt es?
Ich bin dafür das man in Deutschland mal eigenverantwortlich handelt denkt ...
Einfach probieren riechen.......
Ich persönlich habe 1995 Dosenwurst aus 1943 probiert war in einem Brunnen in 10 Meter Tiefe "vergraben" worden und durch Kriegsgefangenschaft nicht mehr rausgeholt worden. Mein Opa ist 1995 vor Glück fast aus dem Fenster gefallen wie wir den "Schatz" gehoben haben und hat fast alle Dosen noch gegessen und ist nicht (daran) gestorben.
MHD der Dosen? Weiß ich nicht da sie keins hatten nach heutigen Richtlinien waren die Dosen bei der Produktion schon nicht mehr zum verzehren geeignet. ;-)
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25.03.2016 12:41 Uhr von GreatApollon
 
+9 | -0
 
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Was für ein Schwachsinn, als ob wir nicht schon genug Müll mit den viel zu großen Verpackungen hätten, soll jetzt noch jede Menge Elektronikschrott hinzu kommen ?!

...wundert mich gar nicht das dieser geistige Dünnpfiff wieder von einen deutschen Minister "ausgeworfen" wurde.
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25.03.2016 13:03 Uhr von Roughnex
 
+7 | -1
 
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Wird eh alles überbewertet. Mein Kollege hat letzte Woche nen Joghurt im Kühlschrank des Pausenraumes gefunden mit MHD 09.06.2015. Er hat den aufgegessen und keinerlei Probleme gehabt. Genau wie die beiden DanySahne mit MHD 31.01.2016. Nur die Sahne war etwas fest meinte er
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25.03.2016 13:06 Uhr von blaupunkt123
 
+3 | -0
 
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Sowas ist doch normal nur eine Idee der Grünen.

Zum einen spart man ein paar kg Lebensmittel, aber im Umkehrschluss verbastelt man in jedes Lebensmittel einen Chip, also noch mehr Elektroschrott das dann auf nimmer wiedersehen im Restmüll verschwindet.....

Super logisch und durchdacht....


Noch dazu sollte man endlich mal die Bürger aufklären.

Nicht jeder wirft wirklich 80 kg weg, sondern es ist per Statistik auf jeden hochgerechnet.

Es sind die Supermärkte, Bäcker und Co. die zig Marken in den Regalen stehen haben, die am Ende dann keiner kauft und weggeworfen werden.
Oder die wegen drei Leuten noch kurz vor 20 Uhr das komplette Regal mit frischen Brot etc. auffüllen...

Also sollte man halt nicht beim Bürger anfangen, sondern bei den Supermärkten die sich einfach zu viel und ein zu großes Sortiment ins Lager stellen, dass am Ende keinen Abnehmer findet !


So wird wieder alles teurer und komplizierter...
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25.03.2016 13:13 Uhr von weitwech
 
+4 | -0
 
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und dann kommen noch ein paar mehr Zusatzstoffe mit hinein um den Chip zu manipulieren etc etc.

Wenn uns doch schon eins gelehrt wurde, ist es der Fakt, wie die Industrie, und gerade die Lebensmittelindustrie, uns betrügt.
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25.03.2016 14:14 Uhr von Alexius03
 
+5 | -0
 
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Wenn die Batterien der Verpackung auslaufen ist das MHD abgelaufen.
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25.03.2016 15:03 Uhr von ar1234
 
+1 | -0
 
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Ich finde, das jetzige System ist schon ziemlich ok. Es sagt mir zum Beispiel, ob ich vom einmal wöchentlich erfolgendem Einkauf am letzten Tag der Woche noch was haben werde oder nicht. Die Farbskala wird hingegen nur Schätzwerte liefern können und am Ende dafür sorgen, dass sogar mehr Lebensmittel gekauft und weggeworfen werden müssen um nicht hungrig da zu stehen oder aber als Alternative zusätzliche Einkaufsfahrten erledigt werden müssen, die ebenfalls Zeit und Geld kosten.
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26.03.2016 11:18 Uhr von Dienst
 
+3 | -0
 
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Das ist doch kein Unterschied zu jetzt. Auch jetzt kann jeder Nutzer entscheiden, bis zu wieviel Tage nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatum noch nutzen will. Und so ei Datumsaufdruck ist auch viel günstiger, als überall so einen Chip anzubringen. Hinzu kommt, das ein Datum jeder gleich sieht, Farben aber nicht von jedem gleich wargenommen werden. Gerade im Bereich Rot/Grün haben ja viele eine Schwäche und nehmen die Abstufungen teilweise gar nicht wahr. Außerdem will ich im Supermarkt präziser vergleichen können. Was nutzt es, wenn ich bei zwei Produkten einen komplett grünen Code sehe, bei einem der Produkte der Code aber am nächsten Tag schon röter ist, während er am anderen noch grün ist. Außerdem kann ich der Farbe ja nicht ansehen, wie langsam sie sich ändernt wird. Bei einem Datum weiß ich genau, wieviele Tage es sind. Wenn ich etwas kaufe, kalkuliere ich ja für die nächsten Tage. Und dann will ich genau wissen, ob ich ein Produkt kaufen kann, daß ich erst ein paar Tage später verwenden will und vor allem, in welcher Reihenfolge ich die Produkte verwenden will. Auch ein hellgrünes Hackfleisch würde ich vor einer dunkelgrünen Konservendose verbrauchen, weil ich ja weiß, daß sich die Farbe bei Hackfleisch schneller ändert. Das muß ja nach wenigen Tagen schon knallrot sein, während eine Konserve über viele Jahre hinweg langsam die Farbe ändert. Also alles in allem finde ich die Momentane Lösung mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum ganz gut. Es sollte nur mehr Aufklärung betrieben werden, daß man viele Produkte auch danach noch verwenden kann. Und wer dann trotzdem alles entsorgt, ist selbst dran schuld und wird es vermutlich auch machen, wenn ihm die Farbe des Chips schon zu rot vorkommt.
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26.03.2016 11:57 Uhr von Chromat
 
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schon jetzt wird das MHD durch die Hersteller künstlich kurz gehalten, damit die Konsumenten die Ware im Zweifelsfall schneller wegwerfen weil sie denken sie wäre verdorben.
Ein Chip würde an dieser Praxis wohl nichts ändern, den programmiert man dann halt so, dass er schneller "rot" anzeigt.
Dem Konsumenten kann man das dann so verkaufen, dass er die Ware wohl nicht richtig gelagert hat und der Chip darum so früh "rot" angezeigt hat.
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01.04.2016 13:56 Uhr von Tschoerman74
 
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Wenn man von solchen Politiker-Überlegungen hört, versteht man immer mehr warum unsere Politiker die WESENTLICHEN Probleme nicht in den Griff bekommen.

Außerdem, wem schadet es eigentlich wenn Lebensmittel von den Bürgern (angeblich) zu früh vernichtet werden? 1. Für den Umsatz im Handel ist es eher förderlich, da ja man ja so schneller neue Lebensmittel braucht, also schneller Geld ausgibt dafür. 2. Für die Gesundheit der Bürger ist es auch förderlich, da der Genuss von verdorbenen Lebensmitteln so (fast) augeschlossen ist. Und 3. Der hungernden "3.Welt" geht es dadurch auch nicht besser oder schlechter - egal was für ein System dafür hier angewendet wird.

Was soll also das Theater? Da will sich doch nur ein (bisher recht farbloser) Politiker profilieren.

Aber dafür ist das GUT FUNKTIONIERENDE alte Mindest-Haltbarkeitssystem zu schade.

Also Finger weg davon, Herr Minister!

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