22.03.16 15:29 Uhr
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Russland: Ukrainische Pilotin muss 22 Jahre in Lagerhaft

Ein russisches Gericht hat die ukrainische Pilotin Nadija Sawtschenko zu einer langen Haftstrafe verurteilt.

Die 34-Jährige muss 22 Jahre in Lagerhaft verbringen.

Der Frau wird vorgeworfen, am Tod von zwei russischen Reportern im Kriegsgebiet Ostukraine verantwortlich zu sein, was diese jedoch bestreitet.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Russland, Haft, Ukraine, Pilot
Quelle: spiegel.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.03.2016 16:07 Uhr von Perisecor
 
+8 | -18
 
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22.03.2016 16:37 Uhr von Starstalker
 
+6 | -15
 
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Gut, dass es in Russland keine Gerichtsbarkeit unabhängig vom Diktator Putin gibt, ist ja nicht erst seit heute bekannt. Was es da nicht alles an Schauprozessen in der Vergangenheit gab; Die alten Griechen hätten ihre wahre Freude gehabt, daraus Dramen zu entwerfen.

Damit verstößt Russland übrigens nachweislich und zum wiederholten Male gegen das Minsker Abkommen, welches auch von Russland anerkannt wurde, und das ganz klar einen Gefangenenaustausch zwischen den Konfliktparteien vorsieht.

Man kann nur darauf hoffen, dass der Westen die Sanktionen bei nächster Gelegenheit verlängert. Die Putinisten auf SN behaupten ja immer, dass sich Russland ans Minsker Abkommen hält. Hier sieht man ganz klar, für jeden sichtbar, dass dem nicht so ist.

Letztendlich ein weiterer russischer Theaterprozess, welcher vornehmlich der Befriedung der russischen Bevölkerung dient, nachdem diese zunehmend mit einer extremen Inflation und einer steten Verarmung konfrontiert sind. Die russische Politik funktioniert seit jeher nach diesem Prinzip - Außenpolitik ist vor allem Innenpolitik.

[ nachträglich editiert von Starstalker ]
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22.03.2016 17:05 Uhr von Perisecor
 
+4 | -15
 
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22.03.2016 17:05 Uhr von KungFury
 
+1 | -8
 
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Das perfide Spiel mit der Wahrheit.

http://www.br.de/...
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22.03.2016 17:08 Uhr von KungFury
 
+3 | -6
 
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Beweismaterial wie Mobilfunkdaten, die zeigen könnten, dass Sawtschenko zum Zeitpunkt des Mörserbeschusses bereits in Gefangenschaft der Separatisten war, wurden vom Gericht nicht anerkannt....
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22.03.2016 18:25 Uhr von ar1234
 
+4 | -6
 
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Eins hat Putin jedenfalls geschafft. So schnell wird der Westen und dessen Wirtschaft den Russen nicht mehr vertrauen. Davon werden die Russen noch in weit über 20 Jahren was haben oder besser gesagt weniger haben. Die Russen können auch langfristig nicht mehr mit wirklich profitablen Geschäften außerhalb der Rohstoffbranche und einigen nicht nennenswerten Spartenbranchen rechnen. Denn profitable Geschäfte im großen Maßstab benötigen Vertrauen. Zum Vertrauen gehört zum Beispiel, dass man sich halbwegs sicher sein muss, dass man die meist schon lang im vorraus teuer geplanten und vorbereiteten Käufe und Verkäufe dann auch wirklich abwickeln kann und nicht etwa eine neue politische Krise das verhindert, wie momentan bei westlichen Lebensmitteln.

Diese Sicherheit ist eben nicht voll gegeben, folglich wird man solche Geschäfte nur noch dann mit Russland machen wollen, wenn Russland dafür mehr Nachteile, wie schlechtere Preise, in Kauf nimmt.
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22.03.2016 19:03 Uhr von creek1
 
+4 | -5
 
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@Perisecor

In den USA gibt es gar keine Schauprozesse.
Da werden Leute aus Afghanistan entführt und für immer und ewig ohne Prozess auf Guantanamo festgehalten. Das ist natürlich wieder mal etwas anderes, nicht war.

Die Ukrainerin Sawtschenko wird nach einer gewissen Zeit gegen Zwei Russen ausgetauscht die in ukrainischer Gefangenschaft sind und dort genauso in einen Schauprozess verurteilt wurden.
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22.03.2016 19:06 Uhr von erw
 
+1 | -0
 
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Lagerhaft aka Gulag.
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22.03.2016 21:01 Uhr von zillibus
 
+3 | -3
 
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Gibt drohnenangriffe... einsperren oder verhandlungen kann sich die pleite usa nicht mehr leisten
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23.03.2016 00:46 Uhr von CrowsClaw
 
+2 | -3
 
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@ creek1

Die zwei russischen Soldaten die festgenommen wurden?

Komisch kann doch gar nicht sein.
Haben unsere Kreml-Zombies doch lange bestritten das russische Soldaten in der Ukraine kämpfen.

Was ist eigentlich mit Girkin? Der, der immerhin die völkerrechtswidrige Annexion gestartet hat.
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23.03.2016 09:45 Uhr von NOVORO
 
+1 | -3
 
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"Sawtschenko hatte schon vorab angekündigt, dass sie das Urteil nicht anfechten werde."

http://www.general-anzeiger-bonn.de/...


Aber Sie ist doch eindeutig "unschuldig" ?!?!?! Kämpft man da nicht weiter, wenn man "unschuldig" ist... oder will Onkel Poroschenko die Anwaltskosten nicht mehr zahlen?

Wie sich die Angeklagte benimmt.. ist auch nicht normal, zeigt den Stinkefinger, lacht etc.
Sorry aber ganz normal im Kopf scheint sie nicht zu sein..
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23.03.2016 11:34 Uhr von CrowsClaw
 
+0 | -1
 
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@ NOVORO

"Aber Sie ist doch eindeutig "unschuldig" ?!?!?! Kämpft man da nicht weiter, wenn man "unschuldig" ist"

Bei einem russischen Schauprozess, wo von Anfang an klar war das sie für schuldig befunden wird, macht es keinen Sinn in Revision zu gehen.

Putin will das sie schuldig ist, also ist sie es.
Sie kann machen was sie will, am Urteil wird sich nichts ändern. Außerdem gibt es sowie für sie keine faire Gerichtsbarkeit, von einem fairen Prozess mal abgesehen.

Bei einem zweiten Prozess hätte sich alles bloß wiederholt.

Darauf hätte man auch selbst kommen können...

"Wie sich die Angeklagte benimmt.. ist auch nicht normal, zeigt den Stinkefinger, lacht etc.
Sorry aber ganz normal im Kopf scheint sie nicht zu sein.."

Bla bla bla

Sie kann vor Gericht nur verlieren, noch bevor sie das Gebäude betrat stand das Urteil fest, sie kann sich also benehmen wie sie will, es ändert nichts.

darauf hätte man auch...
Siehe oben...

[ nachträglich editiert von CrowsClaw ]
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23.03.2016 17:17 Uhr von Perisecor
 
+2 | -1
 
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@ NOVORO

Sie wurde vom russischen Auslandsnachrichtendienst entführt und gefoltert. Sie hofft jetzt wohl auf einen Gefangenenaustausch.

Dass sie das Gericht nicht anerkennt und es für sie, auch völkerrechtlich, gar nicht erst zuständig ist, hat sie ebenfalls (korrekterweise) mehrfach betont.
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24.03.2016 12:36 Uhr von G-H-Gerger
 
+0 | -0
 
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gibt es irgendwo einen Link zur Urteilsbegründung? Würde ich gerne mal lesen.

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