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Trotz Merkels Türkei-Pakt: Flüchtlingszustrom hält an

Seit Mitternacht gilt der neue Pakt zwischen der Türkei und der EU. Flüchtlinge, die illegal in die EU wollen, müssen von der Türkei zurückgenommen werden. Eine Abschreckung ist dies jedoch offenbar nicht. Vergangene Nacht kamen 875 Asylbewerber aus der Türkei nach Griechenland.

Erst am Vortag waren noch 1.498 Flüchtlinge übergesetzt, am Freitag 670 und am Donnerstag 239. Die Zahlen halten also weiterhin konstant an. Auch die Asylbewerber selbst räumen ein, sich nicht beirren lassen zu wollen. Sie würden auf eine Wiederöffnung der Balkan-Route hoffen.

Eine 17-Jährige aus Aleppo sagte dazu: "Wir müssen zu unserem Vater in Deutschland". Sie und ihre Familie hätten angenommen, dass nach dem Türkei-Gipfel alle nach Norden durchkämen. Nun sitzen sie wie 12.000 andere in Idomeni fest. Insgesamt warten laut Krisenstab in Griechenland 48.141 Flüchtlinge.


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WebReporter: Secutor
Rubrik:   Politik / Europa
Schlagworte: Türkei, Pakt, idomeni
Quelle: focus.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.03.2016 13:51 Uhr von RandyMarsh
 
+13 | -0
 
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Und was passiert bitte mit diesen zigtausend Flüchtlingen, wenn die Balkanroute wieder geöffnet wird?
Müssen die dann wieder in die Türkei oder lässt man sie Richtung Deutschland weiterreisen?

Es glaubt ja wohl niemand, dass die Türkei auf einen Schlag 48.000 Flüchtlinge + X zurücknehmen wird.

[ nachträglich editiert von RandyMarsh ]
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20.03.2016 14:16 Uhr von Gothminister
 
+9 | -1
 
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Ob mit oder ohne diese üblen Sultaninen-Pakt:
Es stand und steht diesen Wohlstandsforderern jederzeit vollkommen frei umzukehren. Niemand wird gezwungen oder festgehalten vor der geschlossenen Grenze zu verweilen bzw. sich dorthin auf den Weg zu machen.

Und der 17-jährigen aus Aleppo ist zu sagen: Der Familiennachzug ist ausgesetzt. Die zweijährige Frist vor der Grenze abzuwarten ist nicht zielführend. Vielleicht erklärt sich ja der Vater bereit ein Treffen in der Türkei zu arrangieren?
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20.03.2016 15:02 Uhr von Imogmi
 
+6 | -0
 
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