12.03.16 08:40 Uhr
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Täter sollen in Nachrichten laut deutschem Presserat nicht diskriminiert werden

Wann darf in Medien die Nationalität von Straftätern benannt werden? Bisher hat sich der Deutsche Presserat an die Richtlinie gehalten, dass Medien auch künftig nur dann Religion oder Nationalität von Straftätern nennen dürfen, wenn es einen "begründeten Sachbezug" zur Tat gibt.

Der Chefredakteur der "Rhein-Zeitung", Christian Lindner, erklärte: "Wir werden uns an die Richtlinie 12.1 nicht mehr gebunden fühlen." Wie die "Sächsische Zeitung" mitteilt, will sie die Herkunft von Straftätern in der Berichterstattung künftig generell angeben.

Der Geschätsführer des Deutschen Presserats Lutz Tillmann geht davon aus, dass die Diskussion über das Thema nicht beendet ist.


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WebReporter: saxo
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Nachrichten, Täter, Presserat
Quelle: www.n-tv.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.03.2016 09:25 Uhr von Guertel
 
+23 | -0
 
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das ist genau der richtige weg. statt den opfern zu helfen werden die täter geschützt.
danke sikmar und ferkel!
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12.03.2016 10:10 Uhr von swanson
 
+15 | -0
 
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Aber Name und Bild des Germanwings Piloten wurde durch die Presse geprügelt !!!

Wie geht das denn auf?????
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12.03.2016 11:22 Uhr von Kostello
 
+6 | -0
 
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Die vertuschen die Idemtität von ausländischen Straftätern, damit kein Unmut gegen die aufkommt. Das tut nue jemand, der Sorgen diesbezüglich hat und dem es wichtig ist, Ausländer unter die Bevölkerung zu mischen. Bei anderen sind die nicht so zimperlich. Ich kann mich an einen Fall erinnern, wo immer wiedr erwähnt wurde, dass ein Supermarkterpresser Rumäniendeutscher sein. Die Grünen hatten propagiert, dass Aussiedler Arbeitsplätze wegnehmen, obwohl die es einmal waren, welche hier das Wirtschaftswunder vollbracht hatten. Da wurden Aussiedler zu Ausländer umgedichtet.
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12.03.2016 11:48 Uhr von Pavlov
 
+1 | -13
 
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12.03.2016 12:32 Uhr von DEvB
 
+0 | -7
 
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Darf ich euch mal eine ganze platte Frage stellen? Was genau wollt ihr mit der Information?

Mal angenommen die Nationalität würde erfasst werden. Am Ende kommt raus x% aller Straftaten werden von Deutschen verübt, x% von Türken, x% von Marokkanern, x% von Neu-Seeländern, usw...

Und nun? Welche Konsequenzen wollt ihr daraus ziehen?
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12.03.2016 12:53 Uhr von andersdenker
 
+5 | -1
 
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Deutsche Täter werden mit Bild und Namen genannt:

http://www.bild.de/...

Und bei Ausländern ist das falsch? Was soll dieser Bullshit? Ich habe das Recht es genau so zu erfahren, als wenn Deutsche die Tat begangen haben. Alles andere ist Verschleierung, Verheimlichung, Unterlassung. Mit einem Wort : Lügenpresse !!!
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12.03.2016 13:35 Uhr von Laus_Leber
 
+2 | -0
 
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Gerade, wenn es der Erfassung des Straftäters aufgrund seiner Optik dienlich ist, sollte die Herkunft angegeben werden.
Pressefreiheit hört bei mir auf, wenn der volle Name und der genaue Wohnort eines Zeugen oder eines Verdächtigen genannt wird. Egal welche Herkunft er hat. Das gilt für alle gleich.
Sofern noch keine Verurteilung vorliegt, kann man dem Menschen keine Meute vor das Haus setzen. Damit wird sein Ruf, sein Job, seine Familie etc. gefährdet, auch wenn er es schließlich gar nicht war.
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12.03.2016 14:40 Uhr von nevermind-1
 
+1 | -0
 
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Was bringt eine Nachricht wenn diese nicht neutral ist?!

Mittlerweile muss man schon 3-5 Quellen lesen um sich überhaupt ein Bild machen zu können. Und selbst dann...
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12.03.2016 15:55 Uhr von DEvB
 
+1 | -3
 
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@Screwdrivers, Bastb

Mit genau den Antworten habe ich gerechnet. Ihr wisst aber schon, dass das was ihr wollt gegen Menschenrechte und unser Grundgesetz verstößt? Menschen sind nun mal keine Autos!

Mit eurer Argumentation könnte man auch vorsorglich alle Männer einsperren, da Männer prozentual viel krimineller sind als Frauen.

In einem Rechtsstaat darf man nur Individuen bestrafen und keine Volksgruppen.

Härtere Strafen, könnt ihr auch ohne info über die Nationalität einführen. Eine schnellere Abschiebung auch. Aber auch da gilt, dass Täter bestraft werden müssen und nicht Menschen die zufällig die gleiche Nationalität wie andere Täter haben. D.h. in unserem Staat mit unserem Grundgesetz, ist die Info über die Nationalität eines Täter total wertlos, da daraus keine Konsequenzen für andere Menschen mit der gleichen Nationalität gezogen werden dürfen. Das muss euch nicht gefallen, ist aber so...
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12.03.2016 17:41 Uhr von DEvB
 
+1 | -1
 
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@Neu555

Ich möchte keine Probleme verschweigen. Ich möchte nur keine neuen schaffen...

Jeder Täter muss bestraft werden, vollkommen egal welche Nationalität er hat. Jeder unschuldige Mensch hingern darf nicht für Taten anderer Menschen verantwortlich gemacht werden. Wenn du allerdings anfängst nach Verbrechen nach Nationalitäten aufzuschlüsseln, kommt am Ende vielleicht raus, das Marokkaner im Schnitt 10 mal krimineller sind als Deutsche. Dann sind aber vielleicht immernoch 95% aller Marokkaner in Deutschland nicht kriminell. Also... was ist die Konsequenz im Bezug auf Marokkaner?

Machen wir mal weiter... du hast dann nämlich immernoch nicht bewiesen, dass es an der Nationalität der Menschen liegt. Vielleicht sind Marokkaner in Deutschland besonders benachteiligt. Vielleicht sind sie am Ende genauso kriminell wie andere Menschen (Vielleicht sogar Deutsche) die genauso wenig Perspektiven im Leben haben...

Die Justiz in Deutschland darf die Nationalität von Tätern nicht berücksichtigen. Ihr könnt ja gerne dagegen sein, dann hört aber bitte auch auf von Ausländern zu verlangen, dass sie sich an unser Grundgesetz halten und unsere Werte teilen sollen... ihr macht es ja schließlich auch nicht...
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12.03.2016 20:27 Uhr von DEvB
 
+1 | -0
 
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@Screwdrivers

Wenn du die Nationalität von Tätern deswegen feststellen willst, weil du daraus ableiten möchtest, wie du andere Menschen derselben Nationalität behandeln möchtest, verstößt du gegen Artikel 3 unseres Grundgesetzes.

Da gibt es kein wenn und aber...

Deswegen macht es auch keinen Sinn die Nationalität von Tätern festzustellen. Jeder Mensch muss vor Gericht gleich behandelt werden.
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12.03.2016 20:55 Uhr von DEvB
 
+1 | -0
 
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@Screwdrivers

Wie könnte denn bitte so eine Präventationsmaßnahme aussehen?

Gib mir bitte doch mal 1-2 konkrete Beispiele...
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13.03.2016 00:52 Uhr von DEvB
 
+1 | -1
 
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@Screwdriver

Doch ich akzeptiere das. Durchaus... sehr gute Beispiele. Klingt toll... und wurde anscheinend alles eingeführt ohne dass Nationalitäten der Täter gesondert in der Presse ausgewiesen wurden.

Die Sache ist die: Bei deinen Beispielen wurde reagiert, weil die Kriminalfälle lokal konzentriert waren. In dem Fall hat die Polizei eine Spur der sie nachgehen kann ohne eine ganze Volksgruppe unter Generalverdacht zu stellen.

Ändern wir das mal: Nehmen wir an die Untersuchung ergibt, dass z.B. Türken im Schnitt 3x krimineller sind als Deutsche... und das überall in Deutschland. Was ist jetzt deine Präventations?

[ nachträglich editiert von DEvB ]
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13.03.2016 01:03 Uhr von DEvB
 
+1 | -1
 
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Ich meine natürlich Prävention ;)

[ nachträglich editiert von DEvB ]
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13.03.2016 01:12 Uhr von DEvB
 
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@Screwdriver

Mir ist übrigens noch etwas aufgefallen. Bei beiden deiner Beispiele gab es einen begründeten Sachbezug. Aufgrund der lokalen Konzentrierung ließ sich eine Verbindung zur Nationalität herstelle-> polnische Grenze, Maghreb-Viertel. D.h. in diesen Fällen durfte die Presse über die Nationalität berichten und hat es auch.

Ihr fordert hier aber die Nationalität zu veröffentlichen, wenn es keinen Bezug zur Tat gibt... Bei solchen Fällen läuft aber jede Präventionsmaßnahme auf eine Diskriminerung einer Volksgruppe hinaus -> Verstoß gegen das Grundgesetz.

Falls du das anders siehst, gibt mir doch bitte ein Beispiel für den oben beschriebenen Fall... oder einem Ähnlichem.
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13.03.2016 02:55 Uhr von DEvB
 
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@AMB
Da hast du vielleicht sogar recht mit. Ich weiss jetzt nicht, ob du dich damit auf meine Kommentare oder direkt auf die News beziehst.

Falls das eine Reaktion auf meine Kommentare sein sollte:
Es mag keine Diskriminierung sein, wenn du die Nationalität eines Täters bennenst, wohl aber wenn du aus dem Verhalten einzelner Rückschlüsse auf eine Gruppe ziehst und du dadurch auch Unschuldige derselben Gruppe anders behandelst.

Wenn du allerdingst nicht vorhast Rückschlüsse auf eine Gruppe zu ziehen, dann ist die Information der Nationalität wiederum irrelevant...

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