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Langzeitarbeitslose sind bei der Jobsuche immer weniger erfolgreich

Das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen hat anhand einer Studie festgestellt, dass für Langzeitarbeitslose der Ausstieg aus Hartz-IV noch schwieriger geworden ist. Daran ändere auch die bessere Lage auf dem Arbeitsmarkt nichts.

Die Erfolgsquote sank von 20 auf 17 Prozent. Die Statistik wird durch die Nicht-Erwerbslosen und die in Rente geschriebenen Betroffenen noch aufgewertet. Deren Anteil stieg seit dem Jahr 2007 von 32,1 auf 44 Prozent an.

Dagegen stehen die Chancen für die Bezieher von Arbeitslosengeld I besser. 44 Prozent der Bezieher konnten innerhalb des Bezugszeitraums einen Job finden. Im Jahr 2007 waren es noch sechs Prozent weniger. Die bessere Erfolgsquote ist demnach auch durch Fördermaßnahmen begünstigt.


WebReporter: Katerle
Rubrik:   Wirtschaft / Arbeitsmarkt
Schlagworte: Arbeitsmarkt, Jobsuche, Langzeitarbeitslose
Quelle: mdr.de
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26 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.03.2016 15:43 Uhr von Denk-Mal
 
+12 | -16
 
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Der alte Spruch: Einmal Hartz IV immer Hartz IV. Wer so nicht leben will, sollte sehen, dass er vorher einen neuen Job findet. Auch wenn der Job mies und schlecht bezahlt ist. Und nebenbei nach was besserem suchen.
Schwer für jemanden mit mäßiger Schulbildung und gerade ohne Berufsausbildung. Große Lücken im Lebenslauf wirken sich da bei Bewerbungen doppelt negativ aus.
Leider schafft der Niedriglohn bei manchen den fatalen Irrtum, für 100,-€ mehr als vom Amt geh ich nicht arbeiten.
Und so beginnt der Teufelskreis, denn diese Einstellung wird bei Bewerbungen erkannt.
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09.03.2016 16:09 Uhr von Werner36
 
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probleme zum teil selbstgemacht. bsp: nach meiner ausbildung habe ich keine arbeit bekommen und war dementsprechend auf alg 1 angewiesen. nach ca 3-4 monaten hatte ich stellen angebot, aber sie wollten einen führerschein. die firma schrieb also extra ein schreiben mit dem möglichen gehalt und das die stelle unbefristet ist, aber sie bräuchten zusätzlich einen mit einem führerschein. gehalt war für einen berufsanfönger wirkluch nicht schlecht und unbefristet sieht man auch nicht alle tage.

ich ging mit dem wisch also zur bundesagentur und die blitzen mich direkt ab. ich sei angeblich qualifiziert genug für den arbeitsmarkt und es sei zu euer dies das. ich wollte nicht mal, dass die mir den spendieren, sondern hätte es zurückgehalt. sie wollten dennoch nicht.

fazit: ich war noch ca ein halbnes jahr lang arbeitslos und der bundesagentur war es somit um einiges teurer als der führerschein.
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09.03.2016 16:17 Uhr von Tomo85
 
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Für viele ist es ein einfaches Rechenspiel.
Würde man mit Job auf H4-Niveau entlohnt werden, bleibt man wohl besser mit dem Hintern zu Hause und bezieht H4.
Damit will ich nicht sagen, dass die H4ler zuviel kriegen...
Es gibt immer mehr Arbeit die keiner vernünftig entlohnen will, machen soll sie aber gefälligst irgendein Arschloch.

Zudem fallen auch viele junge Familien in H4.
Kind kommt, Frau hört auf zu arbeiten, der Mann verdient weniger als der Familie zusteht -> mit H4 aufstocken.

Aber so schlimm kann es nicht sein, wenn wir noch Geld für Fremde übrig haben.
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09.03.2016 16:22 Uhr von Starstalker
 
+4 | -7
 
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Die Frage ist doch, und da fehlen zumindest hier die Daten, um was für Langzeitarbeitslose es sich dabei handelt?

Interessanter wäre zu sehen, wo der Unterschied von Langzeitarbeitlosen mit und ohne Qualifikation liegt. Auch müsste man diese Daten dann noch mal nach Alter aufschlüsseln, da es bekanntlich gerade ältere Personen schwer haben, entsprechend einen neuen Arbeitsplatz zu finden.

Für Langzeitarbeitslosigkeit muss es in irgendeiner Form immer auch einen Grund geben. Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier Regeln. Allerdings wird vielen Langzeitarbeitlosen einfach die notwendige Qualitfikation fehlen, oder auch nur entsprechende Expertise. Natürlich gibt es auch Gründe, wie Gesundheit, Region und Lage oder eben auch schlichter Unwille zu arbeiten.

Fakt ist aber auch, dass man Langzeitarbeitslose eigentlich ganz anders betreuen müsste. Die ganzen Pseudo-Maßnahmen von denen man so hört, wie 1-Euro-Jobs oder VHS-Lehrgänge, sind am Ende auch nur da, um die Leute aus der Statistik zu bekommen. Eigentlich bräuchten viele dieser Leute aber einen engmaschige Rundumbetreuung und entsprechende Hilfestellung. Gerade Langzeitarbeitslose werden es schwer haben, um überhaupt wieder in den Trott des normalen Arbeitslebens zu kommen.

Aber offenbar ist das einfach nicht gewollt. Wobei ich dabei nicht mal sagen will, dass die Leute es teils nicht auch selbst in schuld sind. Weiterbildung gibt es in Deutschland häufig gratis oder recht günstig und Dinge wie das Internet tun ihr Übriges dabei. Es muss also niemand darauf warten, dass die Welt einem zu Füßen liegt. Das hat noch nie funktioniert. Wer etwas ändern will, der wird es zwangsläufig mit eisernem Willen und Eigeninitiative machen müssen.
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09.03.2016 16:24 Uhr von Marco Werner
 
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@Werner36
Diese Praxis ist typisch für die Bundesagentur für Arbeit. Für die zählt nur das hier und jetzt, nicht das was auf lange Sicht dabei rauskommt. Und hier und jetzt sehen sie nur die Kosten für den Führerschein und ignorieren die langfristigen Kosten des Leistungsbezugs, weil sich dieser Gedanke mit "Vielleicht findet er ja doch noch kurzfristig einen anderen Job!" schönreden lässt.

@Denk-Mal
Größere Lücken im Lebenslauf ziehen weitere große Lücken geradezu an. Denn viele Chefs verbinden große Lücken automatisch mit "Der ist nicht gut qualifiziert oder stinkfaul,sonst wäre er nicht so lange daheim gewesen....so einen will ich auch nicht haben!".

@Tomo85
Ich kann jeden verstehen,der sagt,daß er für einen Lohn auf Hartz IV-Niveau nicht arbeiten geht. Das hat nichts mit Faulheit zu tun, sondern ist eine reine Kosten-Nutzen-Sache. Aufwand ohne Mehrgewinn ist unnützer Aufwand. Eine Bank verleiht schließlich auch kein Geld zum Nullzins.

[ nachträglich editiert von Marco Werner ]
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09.03.2016 16:30 Uhr von doncazadore
 
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ich geb euch ja beiden im prinzip recht.wenn man aber mit einem fachhochschulabschluß sich darauf eingelassen hat, als facharbeiter zu arbeiten,weil man ja nicht arbeitslos sein wollte,kommt man in der regel nicht wieder in die höhere qualifikation.eher wird man bei erneuter arbeitslosigkeit in eine hilfsarbeiterstelle vermittelt, gerade weil man schon länger als 30 Jahre gearbeitet hat. und dann aufgrund des alters ohnehin als "schwer vermittelbar" eingestuft wird.fördermaßnahmen - habe ich persönlich beim jobcenter gehört - " lohnen nicht mehr".
also- hilfsarbeiter bis zur rente.aber wenigstens nicht abhängig von bürokraten.
mit beiden meinte ich beitrag 1 und 2.

[ nachträglich editiert von doncazadore ]
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09.03.2016 16:50 Uhr von Facts63
 
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Das Problem ist nicht der Langzeitarbeitslose (LZA), sondern eine Politik, die gewisse schleichende Prozesse nicht abgestellt hat . denn LZA sind nicht nur "dumme" Leutz" , sondern auch und insbesondere
hochqualifizierte Ingenieure und ITler - Eine Gruppe also ,dei angeblich händeringend gesucht ,aber zu Konditionen, die keiner annimmt .. Erst kürzlich auf WISO findet so ein Unternehmer keine obwohl er 15 €/h bereit wäre zu zahlen .... Nur selbst im ÖD zahlt man mind 22€ ...Das heißt man hat Wahnvorstellungn auf seiten der HumanResources....Googlen sie mal BOSCHREXROTH ABSAGEN .. auf MC sind sicher keine Dummies , also das ist was oberfaul...

Hinzu kommt dies ,wenn sie zB heute (oder 2001 oder 1996 ...) also zur eher Unzeit entlassen werden, schreiben sie bundesweit schnell mal mehrere Hundert Bewerbungen .... Das heißt mit Wille , Eigeninitiative usw kommen Sie gegen Leute die - ich zitiere wörtlich : "Wir liegen unter den Tisch vor Lachen,wenn sich bei uns ein Hochqualifizierter bewirbt" ( Weltkonzern ) oder auch solches wie das ein 35 jähriger eine Absage bekommt ,weil "er mit 39 schon nicht mehr arbeitsfähig ist " ........... damit ist fast alles gesagt

Apropo Fachkräftemangel , Wenn sie mal wieder was von BITKOM in der Sache hören .. Ein Vertreter von denen konnte im Heutejournal beim Kleber nicht erklären , woher ihre Zahlen stammen , bzw ihre Korrekturfaktoren

aus 1 Vakanz wedren bei der BITKOM schnell 180 gesuchte .... also wenn mal wieder 36000 IT-ler händeringend gesucht.... sidn das real 300 bundeseit ,also statistisches Rauschen .....

Wie erklären Sie das von 20 MINT Absolventen satte 19 keinen adäquaten Job finden ....

Wie erklären Sie daß ein Jung-INg für eine Firma ein Verfahren sogar gegen diese Oligarchie zum Laufen birngt , Patent etc ---aber statt dessen befristeten AV auf unbefristet zustellen --- sieht man zu das der verschwindet und schreibt ein Zeugnis,daß der nirgend mehr nen Job findet--- das ist kein Einzelfall ,sondern hat Methode... sowas kannman auch als moderne Abtreibungspolitik bezeichnen ...den der legt sich mal keine Kinder zu ..bei solcher Arbeitsrealität.

Es gibt sogar HR-ler dei sagen wer ca 8 Monate auf Jobssuche ist , hat keine Qualifikation mehr . keine ,also net mal sein ABI wird gezählt...

Fazit. man sollte sich mal überlegen ,warum die Jugend idealerweise gleich auswandert bzw --auch das sollte man mal bedenken . sich die Leute sukzessive von dem Sklavenmarkt verabschieden.......

Das heißt solche Sachen wie Lücken im LL sind völlig normal und längst keine AUssage darüber ob einer was kann ...das sind nur dümmlichste Auswahlkriterien die letztlich staatsgefährdend sind. Denn a la long bekommen sowieso über 70% aller Rentner nur noch Grundrente...also ein BGE muß kommen,sonst krachts in Berlin
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09.03.2016 16:54 Uhr von Tomo85
 
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@Denk-mal:
"... denn diese Einstellung wird bei Bewerbungen erkannt."
Und?
Der Mensch geht arbeiten um Geld zu verdienen. Er wird auch mehr arbeiten wenn sich damit mehr Geld verdienen lässt.
Ist das nicht der Grundsatz der Idee von Arbeit und Lohn?

Soll man jetzt applaudieren, dass es Leute gibt die das "erkannt" haben?

Der "fatale Irrtum" besteht darin in diesem Grundsatz irgendwas abwertendes erkennen zu wollen.Nichts anderes!

[ nachträglich editiert von Tomo85 ]
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09.03.2016 17:30 Uhr von Fishkopp
 
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"Ich kann jeden verstehen,der sagt,daß er für einen Lohn auf Hartz IV-Niveau nicht arbeiten geht. Das hat nichts mit Faulheit zu tun, sondern ist eine reine Kosten-Nutzen-Sache. "

Das sehe ich genauso. Welchen wirklichen Sinn macht es für ein paar mehr Kröten sich jeden Morgen hochzuraffen und eine Arbeit zu machen auf die man meist dann sowieso keinen Bock hat bzw. bei der man keinen Spass hat ? Denn meistens bekommt man nur miese Jobs. Ich kann dementsprechend die Leute auch vollstens verstehen. Hinzu kommt ja auch noch das man Leute über 30 mittlerweile tendenziell nicht mehr nehmen will. Es hat sich nichts geändert an der Lage, am besten 20 Jahre alt und 15 Jahre Berufserfahrung und dann arbeiten für Mindestlohn. Ich mach doch keine Facharbeiteausbildung und lass mich dann für den Rest meines Lebens verarschen aber leider läuft es mittlerweile so im Land. Nach unserem Griechenland Klopps und Flüchtlings Drama wird das unser nächstes Problem, wie schon erwähnt es kümmert sich keiner drumm und man lässt es so laufen.
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09.03.2016 18:43 Uhr von das_leben_ist_schoen
 
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@Tomo85
"Zudem fallen auch viele junge Familien in H4.
Kind kommt, Frau hört auf zu arbeiten, der Mann verdient weniger als der Familie zusteht -> mit H4 aufstocken."

Ja das passiert oft, lässt sich aber in den meisten Fällen abwenden. Ein Bekannter (Frau, zwei Kinder) verdient 1500 € brutto, ca. 1200 € Netto. Er bekommt jetzt zum Lohn noch 270 € Wohngeld, 280 € Kinderzuschlag und 390 € Kindergeld.
Also insgesamt hat er 2140 € zur Verfügung.

Das ganze ist echt Aufwand, aber wegen Kindern muss man als Paar nicht unbedingt ins ALG2 rutschen.
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09.03.2016 18:51 Uhr von Perisecor
 
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Die meisten Hartz4ler, die arbeiten wollen, haben eben jetzt Arbeit gefunden.

Ein größerer Teil will ja sowieso nur den Stempel und trägt das auch offensiv vor.


@ Werner36

Du hättest den Führerschein ja auch selbst bezahlen können, im Notfall mit einem Kredit, Geld von den Eltern, oder eben irgendwelches Habe verkaufen.
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09.03.2016 19:23 Uhr von Slicknews
 
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lol, deswegen heissen die ja LANGZEITARBEITSLOSE.
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09.03.2016 19:23 Uhr von Fernfahrer-ohne-Job
 
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@Perisecor ich kann nur den Kopf schütteln da soll einer der nichts hat sein Hab und Gut verkaufen damit der Arbeitgeber keine Kosten hat? Wenn ein Arbeitgeber einen FS verlangt soll er den auch bezahlen. Ich habe den LKW Schein und wenn eine Firma will das ich für sie fahre dann sollen die auch die Zwanksweiterbildung bezahlen. Bei den Lohn den ein Fahrer heute bekommt bezahle ich das nicht! Dann lieber H4
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09.03.2016 19:56 Uhr von Rongen
 
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man kann sich auch alles schön reden, 44 % soso, das heißt aber auch das jeder zweite der seinen Job verliert H4 bekommen wird wovon nur jeder 5 mal wieder so was wie Arbeit sieht.... Deutschland geht es gut, das ist ein Grund zur Freude...
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09.03.2016 20:16 Uhr von Perisecor
 
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@ Fernfahrer-ohne-Job

Den LKW-Führerschein kannst du privat kaum nutzen, den normalen Führerschein Klasse B eben schon.
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09.03.2016 21:46 Uhr von Mankind3
 
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@peri

Kredit ohne Einkommen? Na zeig mir mal die Bank die sich auf sowas einlässt...
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09.03.2016 23:27 Uhr von anonymous2015
 
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hm...ich...große ausnahme?...seit dem abbi arbeite ich...ich bin heute 73 jahre alt...gut in meiner eigenen (familien) firma....die es übrings seit 1847 gibt.

langszeitarbeitslose haben den nachteil...das ihnen nur niedriglohnsektor bleibt...und es nicht lohnenswert ist, da diese jobs zu schlecht bezahlt werden in deutschland.

[ nachträglich editiert von anonymous2015 ]
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09.03.2016 23:35 Uhr von anonymous2015
 
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p.s.: noch ein nachtrag:
auch die harz4 gesetze sind sehr nachteilig und ungerecht, da man auch arbeit annehmen muß, wobür man nicht/überqualifiziert ist.

das lohndamping in deutschland durch harz4 ist zutiefstes asoziale grundverhalten der deutschen arbeitgeber...die ihre gewinne ja durch dieses lohndamping erwirtschaften.

zB die gewinne der post,bahn,telekom die der deutsche finanzminister erhält, ist eigendlich den in den firmen arbeitenden menschen gestohlen.

[ nachträglich editiert von anonymous2015 ]
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10.03.2016 08:33 Uhr von tsunami13
 
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Denk-Mal. Arbeit muss man sich aber auch leisten könnnen. Wenn man im Emsland lebt, da ist nicht viel oder Osnabrückerland. Was nützt mir ein schlechtbezahlter Job in 25 km Entfernung? 20 x 50 km =1000 km Also rund 300 € Fahrtkosten. Und das von rund 1300 € netto (10 €/STunde x 160 h - 1/3 Sozialabgaben)? Und Umziehen auf blauen Dunst? Zimmer vor Ort? Dürften auch um die 300 € sein.
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10.03.2016 11:16 Uhr von Tek-Dealer
 
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Wenn ich die Kommentare hier so lese drängt sich mir ein Verdacht auf, es gibt zu viele zu hohe Sozialleistungen in Deutschland.

@ tsunami13 bei 1300 € netto sind 25 km Anfahrt zur Arbeit zu viel?

1300 € Netto sind übriegens Knapp 2000 € Brutto bei Steuerklasse I.

Ohh, Gott, ich sollte wirklich auf eine einsame Insel auswandern .....

Warum lese ich diese Kommentare überhaupt noch ...

Dann mal her mit den Minusen ....

[ nachträglich editiert von Tek-Dealer ]
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10.03.2016 12:09 Uhr von Facts63
 
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Nein, die Sozialleistungen sind nicht zu hoch , sondern zu niedrig. Zu hoch sind die Subventionen für Firmen und im Verbund mit eben der hochfragwürdigen Lohnkultur , solche Sachen wie Kitageld , Kindergeld usw . also Dinge ,die es fürher auch nicht gab und es der Wirtschaft besser ging --- Der ging es u.a auch deshalb besser , weil dei Löhne ggüb zB1990 nicht kauftechnisch halbiert sind

Das heißt man muß kein Gewerkschaftler sein um zu erkennen ,daß im Grunde dei komplette Aganda 2010 ein Murks ist . Hartz4 sollte schon damals 200 Euro höher liegen ( es wird gerne vergessen ,daß die ARGE gerne fordert, aber kaum fördert... ergo kommen die ausgebluteten Leute auch auf solche Ideen ,daß 25 km Fahrt zuviel ist... )

Was div "Neocons" wei die SPD /Grüne / CDU nihct hören will , ist die Tatsache,daß die Löhen jeder Jahr um mind 15% steigen müssten-ohne das dabei die Inflation /Gebühren wegfrißt ...
Schauen sie sich doch nur die Auotpreise an ... Gehalt über den Zeitraum X halbiert , Autopreis verdoppelt -und nicht nur der ...... Man kann leicht auf zB Vermieter schimpfen, die Ursache liegt aber bei der zu geringen Lohnausstaffierung
Man sollte sich mal überlegen ,WARUM zB Riesterverträge zu 85% nicht mehr bedient werden. Richtig , das kann keiner , dessen asche schon am 17. ausgegeben... während im letzten Jh man noch gut Geld hatte...

die 1300 Netto sind natürlich zuwenig , bis sie Miete , KV usw usw zahlen , bleibt eben grad mal H4 ...

Die Einführungen eines BGE ( 1500-2500€ +KV gegenfinanziert durch die Abschaffunge der Pensionen [ sie lesen richtig ] schafft schon mal die (Über)Lebensangst in D ab ... udn die Firmen sidn logischerweise gezwungen wieder gerecht Löhne zu zahlen - also Fachkräfte nicht wie Absagevieh zu behandeln....

[ nachträglich editiert von Facts63 ]
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10.03.2016 14:41 Uhr von Tek-Dealer
 
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Och, jetzt kommt wieder jemand mit dem BGE.

Jeder darf mal nachrechnen:

Deutschland hat ca. 80 000 000 Einwohner.
ca. 18% davon sind unter 20 Jahre alt.


Wenn ich jetzt nur mal die Personen über 20 Jahren nehme ...

Um fair zu bleiben sagen wir mal 65.600.000 Menschen hätten Anspruch auf mtl. 1.000 € bedingungsloses Grundeinkommen.

Sind im Monat: 65.600.000.000 €
Im Jahr: 787.200.000.000 €

Das gesamtes Steueraufkommen lag im Jahr 2013 bei 619.711.000.000 €

[ nachträglich editiert von Tek-Dealer ]
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10.03.2016 16:02 Uhr von Laus_Leber
 
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Das ist ein riesiger Kreislauf.
Ich weiss nicht was wirklich besser ist, langzeitarbeitslos oder von Job zu Job hangeln oder selbständig werden.
Viele Firmen schwören nur noch auf befristete Arbeitsverträge. Wenn die Person mal krank oder alt wird, kann sie gleich fern bleiben, sobald der Vertrag ausläuft. Dann hangelt der Arbeitnehmer von Job zu Job und ist am Ende dann auch weg vom Arbeitsmarkt. Bedeutet Rente=Pfanflaschensammeln.
Dabei sollten gerade die befristeten Arbeitsverträge ursprünglich Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt integrieren. Witz des Jahres.
Die Selbständigkeit ist dann auch wieder so eine Sache, selbst wenn sie gefördert wird. Man darf nicht krank werden, man muss ständig verfügbar sein (Wochenende und Urlaube gibts gar nicht), ständig darauf achten, dass das Geld rein kommt, immer innovativ und bereit sein zu modernisieren, sobald Geld dafür vorhanden ist, sich ständig weiterbilden und zum Schluss trägt man für sich und andere Angestellte die Verantwortung, dass der Laden nicht insolvent geht. Zudem ist nicht garantiert, dass man damit besser verdient als ein Angestellter.
Langzeitarbeitslosigkeit ist zwar auch eine Alternative, aber wenn jeder so denken würde, könnte man das Sozialsystem bald an den Nagel hängen. Allerdings glaube ich auch, dass man von Firmen heutzutage schneller als langzeitarbeitslos eingestuft wird als einem lieb ist. Da reicht eine Krankheit/Unfall aus und man ist weg vom Markt.
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10.03.2016 16:53 Uhr von tsunami13
 
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@Tek-Dealer. Zuviel? Wie definierst Du zuviel? 25 km x 2 Sind 50 km. Also rund 300 € Anfahrtskosten jeden Monat. Als Junggeselle sind rund 1/3 weg. OK bei 1600 € brutto, bleiben 1100 € übrig.
1300 € SK 1. Ok. Sehen wir mal weiter. Bleiben 1000 € zum leben. Miete für die Familie mind. 700 € warm, 80 m² für 3 Personen. Dann bleiben 300 € zum leben...
Selbst wenn die miete nur 500 € ist, sind 500 € verdammt wenig zum leben. Viele Familien schicken dann die Frau lo zum arbeiten. Zweites Auto und dann 450 €. ganz toll. Ne Freundin machts auch so. De rMann hat meistens eine Fahrgemeinschaft, dann fährt die auf 450 € Zeitungen aus...

Fahrtkosten? Wieso? Habe ich doch gar nicht...

Da bleibt dann weniger als HIV. Und die Leute lernen es nciht, weil die 300 € Fahrtkosten ja nicht sofort anfallen. Sondern irgendwann sind dann halt 500 € für neue Reifen fällig oder 1000 € für ne Reparatur. Aber dafür gibts ja den Dispo oder Kredit...
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10.03.2016 21:44 Uhr von CoffeMaker
 
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"Um fair zu bleiben sagen wir mal 65.600.000 Menschen hätten Anspruch auf mtl. 1.000 € bedingungsloses Grundeinkommen.

Sind im Monat: 65.600.000.000 €
Im Jahr: 787.200.000.000 €

Das gesamtes Steueraufkommen lag im Jahr 2013 bei 619.711.000.000 €"

Spielt keine Rolle, das Geld geht eh gleich wieder mit der Steuer zurück. Bedingungsloses Grundeinkommen heißt nicht das du dein Gehalt mit raufschlägst und dann 1000€ mehr hast. Dein Einkommen was du dann in deinem Job verdienst wird dann anders besteuert so das du am Ende ungefähr das gleiche Geld hast wie vorher. Eine ähnlich Rechnung wird bereits gemacht wenn du zb. einen Minilohn beziehst und aufstocken gehst, Grundlage der Berechnung ist immer der Harz4-Satz und der Lohn wird gegengerechnet. Wäre dann mit dem BGE genauso. Jeder der sich darauf freut 1000€ mehr zu haben freut sich umsonst. Wäre auch idiotisch, weil wenn die Bevölkerung mehr Geld hat würde sofort eine Inflation stattfinden, Preise werden schließlich nicht nach dem realen Wert gemacht sondern das was man maximal rauspressen kann.

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