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13,4 Milliarden Lichtjahre: Teleskop findet Galaxie in Rekord-Entfernung

Das Weltraum-Teleskop hat eine sensationelle Entdeckung gemacht: Es hat die bislang am weitesten entfernteste Galaxie gefunden.

Die Galaxie wurde auf den Namen "GN-z11" getauft und befindet sich 13,4 Milliarden Lichtjahre entfernt. Das ist ein extrem weiter Blick in die Vergangenheit des Universums, das 13,8 Milliarden Jahre alt ist.

Die Galaxie "GN-z11" ist 25 Mal kleiner als unsere Milchstraße und entstand kurz nach dem Urknall.


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WebReporter: blackinmind
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Rekord, Galaxie, Teleskop, Entfernung
Quelle: heise.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.03.2016 16:21 Uhr von heavybyte
 
+1 | -6
 
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Nein, das Alter des Universums wird mit 13,798 Mrd. Jahren angegeben.

Wenn ich richtig rechne, dann müsste diese Galaxie in rund 400Mio. Jahren diese Strecke zurückgelegt haben.

Ich dachte, nix ist schnaller als Licht.

Es seidenn, wir (die Erde) hätten uns seit dem Urknall in gegensätzliche Richtungen ausgebreitet, mit Lichtgeschwindigkeit, aber selbst dann, könnten wir diese Galaxie jetzt noch nicht sehen.
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04.03.2016 17:30 Uhr von blackinmind
 
+1 | -0
 
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Mit dem Urknall entstand das Universum - das expandiert seitdem. Somit sind einige Sachen, die um den Urknall herum (400 Mio Jahre später ist fast "kurz" danach - astrononisch gesehen) entstanden weggedriftet. Somit ist diese Galaxie kurz nach dem Urknall entstanden und somit an den Rand des Universum gewandert.
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04.03.2016 18:40 Uhr von IRONnick
 
+3 | -0
 
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Das Universum ist grösser als 13,798 Mrd Lichtjahre weil es sich offenbar mit Überlichtgeschwindigkeit ausbreitet.
In Bild der Wissenschaft 01/16 gibt es einen interessanten Artikel "Der dunkle Fluss im Weltall".

"Demnach steuert unsere lokale Gruppe auf den Großen Attraktor zu, dahinter liegt noch der Shapley-Superhaufen.
Allerdings würde selbst das nicht diese rasante Bewegung erklären, man vermutet eine noch viel größere Ansammlung, denn Millionen Galaxien in einer Entfernung bis zu 3 MRD LJ rasen mit 700-1000 Km/s in Richtung des Sternbilds Wasserschlange.
Niemand weiß, was es sein könnte, denn es liegt hinter dem Beobachtungshorizont.
Weil der Weltraum ein endliches Alter hat und sich ausdehnt, in den letzten 6 Mrd Jahren immer schneller, ist dieser Horizont inzwischen rund 45 !!! Mrd LJ von uns entfernt !"

Kurz zusammengefasst.

[ nachträglich editiert von IRONnick ]
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04.03.2016 19:30 Uhr von Phyra
 
+3 | -0
 
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@heavybyte
"Wenn ich richtig rechne, dann müsste diese Galaxie in rund 400Mio. Jahren diese Strecke zurückgelegt haben.

Ich dachte, nix ist schnaller als Licht.

Es seidenn, wir (die Erde) hätten uns seit dem Urknall in gegensätzliche Richtungen ausgebreitet, mit Lichtgeschwindigkeit, aber selbst dann, könnten wir diese Galaxie jetzt noch nicht sehen."

du hast die sache mit der expansion des universums nicht so ganz verstanden, Zum einen expandiert der raum, d.h. die distanz eines jeden himmelkoerpers vergroeßert sich zueinander, es sei denn sie bewegen sich durch ihre eigenbewegung schnell genug aufeinander zu um dies auszugleichen. Außerdem kann sich zwar nichts schneller als c bewegen, nach heutigem kenntnisstand, aber das hat nichts mit der expansion des raumes zu tun, dieser kann durchaus in überlichtgeschwindigkeit expandieren.
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04.03.2016 20:38 Uhr von TimeyPizza
 
+1 | -1
 
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Das ist sogar ein kleines Problem. Denn nach aktuellen Modellen zur Strukturbildung im Universum reichen 300.000 Jahre nicht um eine ganze Galaxie zu bilden. Der CMB ist ja auch gerade mal so alt ..
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04.03.2016 21:50 Uhr von derby11
 
+1 | -0
 
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..faszinierend...
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04.03.2016 23:32 Uhr von IRONnick
 
+1 | -0
 
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Da es im Einsteinraum keine doppelte LG gibt, müßte sich theoretisch der Raum zusammenstauchen.
Frei nach dem Motto, wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, muss der Berg zum Propheten kommen
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05.03.2016 09:07 Uhr von Mappenflicker
 
+1 | -1
 
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Ich frage mich nur, warum kann man Sterne,Galaxien usw. in Millionen LICHTJAHREN entdecken, oder sogar von der Erde aus, den Mars mit Teleskopen so nah ranholen, das Strukturen zu erkennen sind.

ABER man ist nicht mal in der Lage, mit hochtechnisierten Geräten, SO die Mondoberfläche zu zeigen, das man mal was richtiges erkennen kann.


Nachdem, was man immer so liest, müsste man doch Bilder vom Mond bekommen, das man jedes einzelnes Sandkorn im Zoom erkennen müsste.
Und sogar dann z.B. in Google Earth zoomen können.
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05.03.2016 11:27 Uhr von mr.science
 
+2 | -0
 
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@IRONNick

"Das Universum ist grösser als 13,798 Mrd Lichtjahre weil es sich offenbar mit Überlichtgeschwindigkeit ausbreitet. "


Das tut es nicht. Und die Aussage macht so auch keinen Sinn. Man kann nicht sagen, das Universum dehnt sich mit der und der Geschwindigkeit aus, denn wir kennen die Größe des Universums nicht. Man kann nur sagen, eine Strecke von x wird pro Sekunde um x größer.

Die Expansion wird durch die sogenannte Hubble-Konstante angegeben.
Sie beträgt 74,3 km / s * Mpc!

Das bedeutet, dass eine Strecke von einem Megaparsec (3,26 Millionen Lichtjahre) pro Sekunde um 74,3 Kilometer länger wird aufgrund des expandierenden Raums.

Die doppelte Strecke wird pro Sekunde um 2x 74,3km länger usw..


Die Expansion sorgt also nur für die überlichtschnelle Entfernung extrem weit voneinander entfernter Objekte, nämlich solchen, die soviele Lichtjahre voneinander entfernt sind, dass pro Sekunde mehr neuer Raum zwischen ihnen entsteht, als das Licht in dieser Zeit durchfliegen kann. Daher kann es uns niemals erreichen und es gibt einen Beobachtungshorizont.

https://de.wikipedia.org/...
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05.03.2016 11:33 Uhr von mr.science
 
+1 | -0
 
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Dass das Universum heute viel größer, als 13,8 Milliarden Lichtjahre ist, führen Kosmologen auf die sogenannte "kosmische Inflation" zurück, einer Phase extremer Ausdehnung kurz nach dem Urknall.
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05.03.2016 12:41 Uhr von IRONnick
 
+0 | -0
 
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Okay, wenn man dies hochrechnet, bedeutet es, dass in einer Entfernung von 13,15 Mrd LJ die Expansion, also die Entfernung zwischen uns und einen anderen Objekt mit 299793 Km/s wächst und darüber hinaus noch schneller.



[ nachträglich editiert von IRONnick ]
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05.03.2016 14:42 Uhr von mr.science
 
+2 | -0
 
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@IRONnick

Joa, in Anbetracht gewisser Ungenauigkeiten stimmt das grob.

Die Entfernung, in der sich Objekte aufgrund der Expansion mit Lichtgeschwindigkeit von uns entfernen, beträgt 14,2 Milliarden Lichtjahre (Hubble-Radius). Das Licht der Objekte dieser Entfernung, besitzt eine Rotverschiebung von z = 1,46.

Das Licht der jetzt beobachteten Galaxie besitzt eine Rotverschiebung von z = 11,1. Sie ist also heute (sofern sie noch existiert) viel weiter weg und entfernt sich mit Überlichtgeschwindigkeit von uns.
Wir sehen heute ihr Licht, dass sich vor 13 Milliarden Jahren zu uns auf den Weg gemacht hat, als die Entfernung zur Galaxie noch wesentlich geringer war.
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05.03.2016 18:02 Uhr von IRONnick
 
+0 | -0
 
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Alles klar, danke für die Infos !
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05.03.2016 19:33 Uhr von TimeyPizza
 
+1 | -0
 
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@Mappenflicker
Das was man von dieser Galaxie "sieht" ist ein einzelner Punkt, etwas aufgeweitet durch die PSF (Point Spread Function) des Teleskops. Das geht theoretisch relativ leicht in dem man einfach nur lang genug belichtet.

Etwas kleines auf dem Mond aufzulösen erfordert ein großes Teleskop, da das Auflösungsvermögen linear von der Hauptspiegelgröße abhängt.

Hubble erreicht eine Auflösung (abhängig von der Wellenlänge des Lichtes) von 0.05 Bogensekunden. Daraus folgt, das in der Entfernung des Mondes das Teleskop ein Auflösungsvermögen von rund 92 Metern hat. Man kann also nichts von einander unterscheiden was näher beieinander liegt, bzw. kleiner ist als 92 Meter.

Man könnte natürlich einen Riesenspiegel in den Orbit bringen das nur einen Meter oder so auflösen kann. Aber wofür? Da steckt kein wissenschaftlicher Nutzen dahinter und es wäre schweineteuer.

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