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Bochum: Gericht entschied - Rücknahme von VW-Schummelautos nicht angemessen

Ein Privatmann hatte Volkswagen zur Rücknahme eines VW-Tiguan verklagt, da der fast ein Jahr alte Wagen "deutlich mehr Schadstoffe ausstoße als vom Hersteller angegeben". Der Bochumer Richter Ingo Streek befand, dass der beanstandete Mangel unerheblich- und relativ leicht abzustellen sei.

Lediglich bei erheblichen Mängeln komme eine Rückabwickliung in Betracht. Im vorliegendem Fall kann mit einem Software-Update das Problem innerhalb von 30 Minuten beseitigt werden. Die 100 Euro Kosten hierfür liege unter einem Prozent des Kaufpreises, was einem "erheblichen" Mangel nicht entspricht.

Der Anwalt des Klägers wies den Richterspruch zurück. Er sehe nicht ein, dass die Kosten nur 100 Euro betragen. Sein Mandant bekomme angesichts des VW-Skandals das Auto auf dem Automarkt nicht los und es hätte nach dem Update eine geringere Leistung. Nun wird in 14 Tagen das LG entscheiden.


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WebReporter: LuckyBull
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, VW, Bochum, Rücknahme
Quelle: az-online.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.03.2016 16:26 Uhr von VincentCostello
 
+6 | -5
 
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Ist doch logisch niemand wird diese VW Fahrzeuge kaufen und schon gar nicht wenn an der software manipuliert wird dann ist es laut Gesetz ein Unfallfahrzeug weil es nicht mehr Schadenfrei ist .

Abgesehen davon manipuliert die besagte software die motorsteurung so sehr das es später zu Problemen geben kann .


[ nachträglich editiert von VincentCostello ]
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02.03.2016 16:45 Uhr von CommanderRitchie
 
+4 | -0
 
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Komisch...

Wenn das doch mit einem Software-Update erledigt ist... warum wurde denn dann in Amerika die Sache viel restriktiver von den Gerichten angegangen ??!!

Für mich ist das vorsätzlicher Betrug... um einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen und daraus höhere Gewinne zu generieren !!

Zudem wurde zu Zeitpunkt des Verkaufs eine Eigenschaft zugesichert, die nicht vorhanden ist... und meiner Meinung nach auch nicht durch ein Software-Update auf die zugesicherzen Eigenschaften gesetzt werden können !!

Denn entweder wird die Leistung verringert... oder die Umweltbelastung wird erhöht.
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02.03.2016 17:21 Uhr von CommanderRitchie
 
+3 | -1
 
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Jooohhh... haben da Lobbyisten gewerkelt oder/und die Regierung regulierend auf den Richter eingewirkt ??

Hat VW im Vorfeld mit dem Verlust von taucenden Arbeitsplätzen gedroht... falls nicht pro VW gerichtet wird ??

Schönen Gruss aus der Bananenrepublik Deutschland
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02.03.2016 18:13 Uhr von jschling
 
+1 | -0
 
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den Umtausch nach einem Jahr würde es bei mir auch nicht geben, aber eine angemessene Entschädigung für den Leistungsverlust, oder wahlweise, Kunde ist König, Umrüstung auf einen stärkeren Motor in der Leistungsklasse des gekauften Wagens = effektiv keine Nachteile mehr für den Käufer (oder geldwerter Vorteil).

Die Kosten mit 100 Euro anzugeben ist natürlich ein Witz - aber seitens VW ein sehr cleverer *g*
ich hab meinen Audi-A2 Chiptuning-mässig etwas verbessert. Also in Ordentlich nicht diese Fake-Angebote aus dem Internet für ~150 Euro die man nicht mal eintragen lassen kann: kostet 350 Euro (+TÜV und Eintragung 80 Euro) und das bei einem minimalen Materialaufwand von vielleicht 10 Euro, sowie eine Arbeitsstunde.
Sonst lässt sich auch gerade VW "innovative Lösungen" gerne sehr gut bezahlen, da hält man die Hand auf, aber jetzt bei diesem Thema macht es auf einmal den Anschein, als wären dort nur 1-Euro-Jobber beschäftigt *kopfschüttel*

PS: da es sich um Hersteller-Software handelt, sollte diese eigentlich den Ansprüchen des Herstellers entsprechen = den Verschleiss nicht negativ beeinflussen. Bei einer Leistungsreduzierung ist auch am ehsten davon auszugehen. Wenn man aber alleine die Berechnung der Herstellungskosten sieht... einmal Betrüger - immer Betrüger :-((

[ nachträglich editiert von jschling ]
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04.03.2016 21:43 Uhr von michel29
 
+0 | -0
 
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unser Golf kommt wahrscheinlich vor UND nach dem Umrüsten
auf einen Prüfstand-dann haben wir im Falle eines Leistungsverlustes - etwas in der Hand und können das dann an unseren Anwalt abgeben-2x lassen wir uns nicht übervorteilen...
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06.03.2016 01:16 Uhr von Arne 67
 
+0 | -0
 
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Richtg so ! Der Privatmann wußte doch schon vor seinem Neuwagenkauf, das die Verbrauchsangaben geschönt wurden. Hier wird zwar das Recht wieder einmal zu Gunsten der Industrie gebeugt. Aber kein VW-Kunde kann behaupten das er es nicht binnen 14 Tagen nach dem Kauf gewußt hat, das sein Fahrzeug viel mehr verbraucht hat als das es im Prospekt gestanden hätte und von seinem Rücktrittsrecht hat der Kläger kein Gebrauch gemacht.

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