26.02.16 11:52 Uhr
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Mehr Sperren bei Arbeitslosengeld

"Die Daumschrauben werden angezogen", so beschreibt Sabine Zimmermann von der Linkspartei das Vorgehen der Agentur für Arbeit. Obwohl es zwischen 2013 und 2014 weniger Arbeitslose gibt, die das Arbeitslosengeld I beziehen, ist die Zahl der verhängten Sperren höher.

Dabei sind die Gründe für eine Sperre vielseitig. Die häufigsten Gründe sind die verspätete Arbeitssuchendmeldung und die Ablehnung von Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung.

Doch nicht immer sind die Arbeitslosen an den Sperrzeiten Schuld, wie die Anzahl der Sperrungen zeigt. Denn nur 13.000 Empfängern wurde das Geld verwehrt, weil sie sich weigerten, einen neuen Job anzunehmen.


WebReporter: Der_Linke
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Sperre, Arbeitslosengeld, Arbeitsagentur
Quelle: rtlnext.rtl.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.02.2016 11:52 Uhr von Der_Linke
 
+4 | -6
 
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Das ALG I ist eine Farce, wenn man dazu Wohngeld oder Hartz 4 beantragen muss. Wie kann man eigentlich das ALG I sperren? ALG I bedeutet für mich man hat vorher mindestens ein Jahr gearbeitet. Daher kann man doch gar nicht faul sein.

Aber ich muss sagen, es kommt auch auf den Sachbearbeiter an. Ich hatte vor kurzem Glück gehabt. Durch meine Schlafstörung, hatte ich die Nacht vor einem Termin bei der Agentur nicht richtig geschlafen und dadurch den Termin verpasst. Keine Sperrung
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26.02.2016 12:00 Uhr von Starstalker
 
+5 | -10
 
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"Wie kann man eigentlich das ALG I sperren?"

ALG I ist ja nichts anderes als ein Übergangsgeld, bemessen an der vergangenen Entlohnung. Die wenigsten Arbeitslosen, schon gar nicht nach einem Jahr, haben damit den Betrag in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt, welchen sie später erhalten.

Es handelt sich um ein Solidarsystem, bei dem im Idealfall viele für wenige aufkommen, bis diese wieder Arbeit haben. Solidarität ist aber keine Einbahnstraße und bedeutet auch, dass ein Arbeitsloser seinen Pflichten nachkommt und alles dran setzt, um schnell wieder Arbeit zu bekommen.

Nun will ich gar nicht bewerten, wie gerechtfertigt die oben beschriebenen Maßnahmen sind. Das muss man wohl individuell betrachten. Ich mache mir aber keine Illusion, dass da auch unberechtigte Fälle dabei sind. Genauso wird es aber auch genug gerechtfertigte Kürzungen geben.

[ nachträglich editiert von Starstalker ]
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26.02.2016 12:49 Uhr von fromdusktilldawn
 
+1 | -18
 
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26.02.2016 14:26 Uhr von BoltThrower321
 
+10 | -0
 
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@LinkeGefahrErkennen

Das perfide ist ja,...Geld für schwachsinnige Maßnahmen wird regelrecht mit umsich geworfen.

Sinnige Weiterbildungen und vor allem individuell....Fehlanzeige.

Frag mal beim Amt nach, ob ein Fachbuch samt Fachprüfung bezahlt wird (Eigenstudium etc).

Es braucht an Sanktionen vor allem gegenüber unseriöse Arbeitgeber und die SB´s sollten Verantwortung übernehmen für deren Machenschaften.
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26.02.2016 15:02 Uhr von Milano
 
+6 | -0
 
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@fromdusktilldawn

quark, nur zu faul zum arbeiten, ne kiste bier weniger in der woch und 10 flaschen schnaps im monat weniger schon klappt es mit arbeit und geregeltem leben ohne abeitsamt, ... tztztz

sei froh, daß Du noch Arbeit hast. Wehe Dir, wenn Du keine mehr hast, dann wirst Du sehr schnell anders sprechen.
Vor meiner Arbeitslosigkeit habe ich genauso gedacht, daß alle Arbeitslosen faul sind, bis ich eines Besseren belehrt worden bin.

[ nachträglich editiert von Milano ]
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26.02.2016 16:24 Uhr von Marco Werner
 
+2 | -0
 
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Die verspätete Arbeitssuchendmeldung als Sanktionsgrund ? Soll das Amt doch froh sein,wenn sich jemand erst verspätet meldet..dann kriegt er eben halt erst ab da Geld und fertig.

Und was die "Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung" betrifft: damit sind solche Späße wie 1€-Jobs, Bürgerarbeit und ganz besonders die vielen vielen sinnlosen "Qualifizierungsmaßnahmen" gemeint. Wer sowas mal mitgemacht hat, der weiß,daß aus solchen Maßnahmen praktisch nie eine Beschäftigung resultiert. Man sitzt seine Zeit ab und landet hinterher wieder beim Amt. Daß da nichts rauskommt,kann man als Teilnehmer spätestens bei der 2.Teilnahme relativ schnell abschätzen,wenn man sich nur mal die Teilnehmer und ihre Qualifikationen ankuckt. Ist es wirklich sinnvoll, einen ausgebildeten Bürokaufmann nochmal in einen MS-Office-Einsteigerkurs zu stecken ? Und muss ein ausgebildeter Industriemechaniker wirklich nochmal lernen, eine Bügelsäge zu benutzen ? Auch das Argument, es solle dadurch ein regelmäßiger Tagesablauf, frühes Aufstehen usw "antrainiert" werden, hinkt bei den meisten Teilnehmern. Zumindest diejenigen,die daheim Kinder haben, haben diesen Tagesablauf schon naturbedingt.

@Der_Linke
Wenn man den Termin im Amt verpasst und noch am selben Tag dort erscheint, gilt der Termin gemäß § 309 Abs. 3 SGB III als wahrgenommen. Wissen nur die meisten Betroffenen allerdings nicht und binden einem die Jungs und Mädels im Amt auch nicht unbedingt auf die Nase.
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26.02.2016 22:11 Uhr von Zeckentritt
 
+1 | -1
 
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Die Kanacken kosten eben...
Egal ob man lange einzahlte! Zum Doktor gehen hilft
Jder der einen einzahler sanktioniert-schikaniertt muss mit der Nase in den Schreibtisch gerammt werden!

[ nachträglich editiert von Zeckentritt ]
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27.02.2016 04:42 Uhr von Best_of_Capitalism
 
+0 | -0
 
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@Starstalker

"Es handelt sich um ein Solidarsystem, bei dem im Idealfall viele für wenige aufkommen, bis diese wieder Arbeit haben."

NEIN!!!!

Das ist eine Versicherungsleistung! Umso mehr man eingezahlt hat (richtet sich nach dem Gehalt) umso höher der Anspruch.

Es macht gar kein Sinn da einzahlen zu müssen, wenn man die Leistung wegen jeden Pubs verweigern kann.
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27.02.2016 09:39 Uhr von uwele2
 
+0 | -1
 
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und das schlimme ist dass diese Sperren hauptsächlich bei Einheimischen verhängt werden
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27.02.2016 10:51 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ Der_Linke
"Wie kann man eigentlich das ALG I sperren? ALG I bedeutet für mich man hat vorher mindestens ein Jahr gearbeitet. Daher kann man doch gar nicht faul sein"
Es behauptet auch niemand, dass das der (einzige) Grund für Sperren ist. Als einen Hauptgrund für Sperren nennst du ja selbst, dass sich Leute zu spät arbeitssuchend melden.
Ich gebe zu, ich wüsste auch nicht, welche Fristen da zu beachten sind. Sollte ich aber je gekündigt werden oder kündigen wollen, ohne einen neuen Job zu arbeiten, wäre das das erste, wonach ich mich erkundigen würde.

@ LinkeGefahrErkennen
("....verschärft und Druck ausgeübt, niedrig entlohnte und nicht dem Berufsabschluss entsprechende Beschäftigung aufzunehmen")
... nur dass eben den wenigsten Bezüge gestrichen wurden, weil sie sich diesem Druck nicht gebeugt haben, sondern aus anderen Gründen.

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