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Ökonomen fordern Abschaffung der Riester-Rente- statt dessen "Schäuble-Bond"

Ökonomen haben der Riester-Rente ein vernichtendes Urteil gegeben - vor allem nutze sie den Wohlhabenden und den Finanzdienstleistern. Auch verschlinge der hohe Verwaltungsaufwand einen erheblichen Teil der erwirtschaftbaren Gewinne. Der Wirtschaftsökonom Peter Bofinger schlägt neue Anlageformen vor.

So könne beispielsweise ein "Schäuble-Bond" zur Altersvorsorge eingesetzt werden - eine Staatsanleihe, bei der der Staat einen Bonus von einem bis zwei Prozentpunkten gewährt, sofern dieser zur Altersvorsorge genutzt wird.

Bei einer Studie kam auch ans Tageslicht, dass es um die Vermögensverhältnisse deutscher Haushalte relativ schlecht gestellt ist. So verfügen Durchschnittshaushalte in Frankreich, Italien oder Spanien jeweils über höhere Vermögen, als in Deutschland.


WebReporter: that yellow Bastard
Rubrik:   Wirtschaft / Börse & Finanzen
Schlagworte: Rente, Abschaffung, Riester-Rente, Schäuble, Riester
Quelle: spiegel.de
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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.02.2016 12:22 Uhr von Jlaebbischer
 
+24 | -0
 
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Problem ist auch, dass Geringverdiener die Riesterrente gar nicht erst beginnen brauchen, da diese später mit verrechnet wird, wenn man weniger Rente bekommt, als die Grundsicherung beträgt.

Also gibt man jeden Monat einen Teil seines schwer verdienten Geldes aus, ohne davon im Alter was zu haben...
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21.02.2016 12:26 Uhr von FlatFlow
 
+13 | -1
 
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Einfach auf den nächsten großen Börsencrash warten und dann günstig ein paar 1000 Aktien guter Dax Werte kaufen die stabile Dividenden zahlen und schon hat man die Altersvorsorge die ertrag abwirft. mfg
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21.02.2016 12:42 Uhr von TheRoadrunner
 
+4 | -2
 
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Der Kritik an der Riester-Rente stimme ich zu. Allerdings spielt weniger das Vermögen die entscheidende Rolle als das Einkommen, da ein großer Vorteil das Absetzen von der Steuer ist und man natürlich bei einem hohen Steuersatz auch mehr profitiert. Die Quelle spricht im Gegensatz zum Autor auch richtigerweise von den Gutverdienern statt den Wohlhabenden als Profiteuren.

Eine Reform wäre angebracht, aber da sollten dann auch wirklich die Arbeitnehmer mit geringfügigen Einkommen (und damit einer geringen zu erwartenden staatlichen Rente) besonders gefördert werden.

Aus der Quelle:
>> Der Würzburger Ökonom Peter Bofinger schlägt vor, der Staat solle einen "Schäuble-Bond" auflegen: "eine Staatsanleihe mit ein bis zwei Prozentpunkten Zinsaufschlag, aber nur für Sparer, die in diese Anleihe für die private Altersvorsorge investieren" <<
... wovon weiterhin die vermehrt profitieren, die mehr anlegen können - also Gutverdiener.

>> DIW-Chef Fratzscher regt eine Reform nach dem Vorbild USA an: "Dort erhält jeder Arbeitnehmer attraktive staatliche Anreize, aber er kann weitgehend selbst bestimmen, wie er die Vorsorge gestaltet." <<
... und die Auswirkung? Gerade in den USA müssen doch besonders viele Leute im Rentenalter noch arbeiten, weil sie von ihrer kärglichen Rente nicht leben können.

Das höhere Vermögen in Frankreich, Italien und Spanien ergibt sich aus einer höheren Wohneigentumsquote.
http://de.statista.com/...
Aus Vermögen lässt sich aber nicht zwangsläufig auf den Wohlstand schließen. Was hilft es, wenn einem zwar Wohnung oder Haus selbst gehören, man sich aber nichts vernünftiges zu essen leisten kann?

@ Jlaebbischer
Das ist ein weiteres Problem. Die private Vorsorge sollte da nur anteilig berücksichtigt werden.
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21.02.2016 12:49 Uhr von Brit2
 
+7 | -1
 
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Schäuble-Bond klingt für mich wie ein Kredit ...
Und was bitte wird aus sämtlichen bereits erfolgten Riester-EINZAHLUNGEN? Kassiert Schäuble natürlich ein - oder? Also war mal wieder JEDER der Blödmann, der so dämlich war, den Aufforderungen unseres tollen Staates in den vergangenen Jahren vertraut und gefolgt war.
So schafft man sich Feinde ...
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21.02.2016 13:06 Uhr von Fernfahrer-ohne-Job
 
+13 | -1
 
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"Also war mal wieder JEDER der Blödmann, der so dämlich war, den Aufforderungen unseres tollen Staates in den vergangenen Jahren vertraut und gefolgt war." Oh hat es einer gemerkt? Deutschland wird von Reiche für Reiche regiert. Das Fußvolk ist nur zum Ausbeuten da.Seit Schröder geht es immer schneller Bergab .
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21.02.2016 13:07 Uhr von Bewerter
 
+11 | -1
 
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Bei dem Bisschen, was man so hat, auch noch von Vermögen zu sprechen, ist ja eigentlich eine Frechheit!
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21.02.2016 13:51 Uhr von hochwasserpeter
 
+2 | -0
 
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Lachhaft, das nun endlich auch die Experten gemerkt haben das der kleine man keine Kohle hat um irgendwie für´s Alter vorzusorgen.

Aber, das interessiert ja in Deutschlan keinen.

Und wenn die Riester Rente wegfällt sind sicherlich auch alle bereits eingezahlten Beträge Futsch.
Irgendwie muss ja schnell Kohle bei.

Und wenn eine Staatliche Absicherung kommt sollte auch klar sein, dass diese Niemand außer dem Staat nutzen wird.
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21.02.2016 14:01 Uhr von CoffeMaker
 
+5 | -0
 
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"Problem ist auch, dass Geringverdiener die Riesterrente gar nicht erst beginnen brauchen, da diese später mit verrechnet wird, wenn man weniger Rente bekommt, als die Grundsicherung beträgt."

Die wollten auch schon die Riester mit der normalen Rente verrechnen so das du am Ende 2mal eingezahlt hast und trotzdem deine normale Grundrente hast, dadurch hätte sich der Staat sehr viel Geld sparen können. Das betraf übrigends alle Einzahler, nicht nur Geringverdiener. Momentan ist das noch vom Tisch aber ich denke wenn es hier mit dem gewaltsamen Ausbluten des Sozialstaates weiter geht wird das noch gemacht. Deswegen hab ich erst garnicht angefangen einzuzahlen.
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21.02.2016 15:52 Uhr von Petaa
 
+1 | -2
 
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Riester ist eigentlich ein Betrug am Mittelstand, da die meisten davon keinen Cent sehen werden. Man müsste eigentlich nur eine Änderung in dem Bereich machen:

Alle Ausszahlungen bis maximal 600 Euro im Monat bei Rentenantritt aus Riesterverträgen müssen absolut steuerfrei sein, dürfen nicht als Einkommen gelten und sind nicht pfändbar!

Damit wäre das Problem gelöst.

Da die Wahrscheinlichkeit aber mit jedem Jahr steigt, dass die meisten von uns noch vor der Rente eine Hyperinflation miterleben, spielt das dann wahrscheinlich sowieso keine Rolle mehr ;-)

[ nachträglich editiert von Petaa ]
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21.02.2016 16:07 Uhr von blaupunkt123
 
+1 | -1
 
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Wieso nicht gleich alle Sozialleistungen für den Bestandsbürger abschaffen.

Dann kann man gleich alles den neuen geliebten Bürgern geben, die ihr Leben lang mit H4, Rente, Krankenleistungen versorgt werden müssen.
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21.02.2016 16:43 Uhr von internetdestroyer
 
+4 | -0
 
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Ist ja mal klar, wenn Deutschland ständig zur Kasse gebeten wird und dementsprechend immer mehr neue Abgaben und Steuern gezahlt werden müssen zudem immer mehr Vollarbeitsplätze in Billiglohnarbeitsplätze umgewandelt werden, wo soll sich da bitteschön beim Durchschnittsdeutschen noch ein Vermögen ansammeln?

Richtig nirgends!!
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21.02.2016 17:02 Uhr von FlatFlow
 
+0 | -1
 
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"Da die Wahrscheinlichkeit aber mit jedem Jahr steigt, dass die meisten von uns noch vor der Rente eine Hyperinflation miterleben, spielt das dann wahrscheinlich sowieso keine Rolle mehr ;-) "
Nichts für ungut, aber wie kommt du nur auf Hyperinflation?
Wir haben doch längst eine Deflation, es gibt von allen viel zu viel nur die Nachfrage ist zu gering.
Bei dem Zustand kannst du lange auf eine Inflation warten. Japan ist das beste Beispiel.
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21.02.2016 17:50 Uhr von hauptmanndonnerknall
 
+0 | -0
 
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Vor allem sollte man den Riester endlich vor den Kadi zerren, wo er hingehört!
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21.02.2016 19:24 Uhr von Bobbie2k5
 
+3 | -0
 
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kein Wunder, wir latzen ja auch für Hinz und Kunz, aber dafür wird uns im Alter sicher durch Fachkräfte im Altersheim menschenwürdig geholfen...

Die meiste Rendite bringt Arbeit die am Fiskus vorbei geht...

[ nachträglich editiert von Bobbie2k5 ]
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21.02.2016 22:08 Uhr von internetdestroyer
 
+4 | -1
 
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Ich werde weder Riestern noch Schäubeln. Denn es ist alles Verarsche. Kommt es dann irgendwann mal vielleicht zur auszahlung hat sich die zukünftige Regierung garantiert schon etwas überlegt um das Ersparte einzusacken.

Für die jetzige 40er Generation wird es am besten sein bis zur Rente alles zu verheizen bzw. zu konsumieren und dann als Harzler in den Ruhestand zu gehen. Alles andere kostet mehr als es letztendlich bringt!

[ nachträglich editiert von internetdestroyer ]
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22.02.2016 00:54 Uhr von Atheistos
 
+2 | -0
 
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Da hat wohl die Hannover-Konnektion euch gut über den Tisch gezogen. Zumindest diejenigen, die sich solch einen Mist wie die Riesterverträge haben aufschwatzen lassen.

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