20.02.16 14:02 Uhr
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Thüringen: Riesiges Erdloch reißt Häuserteile 50 Meter in die Tiefe

In der Stadt Nordhausen sind Teile zweier Häuser in einen bis zu 50 Meter tiefen Krater gestürzt. Als es plötzlich unter den Häusern rumorte, rutschte tonnenweise Erde in ein riesiges Loch ab.

Eine Sprecherin des Landkreises Nordhausen teilte mit, dass es sich um das Gelände des früheren Katastrophenschutzes handle. Die Gebäude seien unbewohnt. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Das Gelände sei nun weiträumig abgesperrt.

Im Landkreis war es 2010 schon einmal zu einem kleineren Erdrutsch gekommen. Bei den darauf folgenden Untersuchungen war auf dem nun betroffenen Gelände kein Hohlraum gefunden worden. Die Fahrzeuge des inzwischen einquartierten Straßenbetriebsdienstes wurden bereits aus der Gefahrenzone gebracht.


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WebReporter: Trusty77
Rubrik:   Kurioses
Schlagworte: Meter, Thüringen, Tiefe, Erdloch
Quelle: spiegel.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.02.2016 14:44 Uhr von Marco Werner
 
+14 | -2
 
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Ähm..."Im Landkreis war es 2010 schon einmal zu einem kleineren Erdrutsch gekommen.". Das war nicht nur im selben Landkreis,sondern sogar auf dem selben Grundstück und -man ahnt es fast- an exakt der gleichen Stelle. Damals musste ein Unimog-Fahrzeug dran glauben,welches damals an dieser Stelle stand.
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20.02.2016 17:23 Uhr von Criseas
 
+3 | -0
 
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Erdfälle sind halt nicht vorhersagbar. Ausgewaschenes Material halt. Gibt es in fast ganz Thüringen und geschieht häuft. Solange niemand dabei drauf geht ist doch alles gut.
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20.02.2016 17:25 Uhr von Biblio
 
+2 | -0
 
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Wie passiert sowas? Ameisen?
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20.02.2016 20:29 Uhr von Old_Sparky
 
+5 | -0
 
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@Biblio
Wohl nicht ;)
Anzunehmen wäre aber(Spekulation)das dort alte Stollen eingebrochen sind,denn die Nazis haben damals in Nordhausen ihre Flugzeugproduktionen untertage verlegt und im berüchtigten Mittelbau DORA kilometerlange Stollen in den Berg getrieben und die Region unterhöhlt wie einen schweizer Käse.
Könnte also durchaus ein Folgeschaden dadurch sein.
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20.02.2016 21:15 Uhr von Marco Werner
 
+3 | -0
 
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@Old_Sparky
Du hast Recht, es ist Spekulation. Mittelbau Dora ist nämlich runde 3 Kilometer Luftlinie entfernt,liegt etwas außerhalb der Stadt. Es war auch nur ein einzelner Berg (der "Kohnstein"),der damals für die Produktion der V1/V2 unterhöhlt wurde,die Stadt selbst hat keine unterirdischen Stollensysteme.

Momentan geht die Vermutung eher in Richtung geologischer Ursachen. Die Gegend um Nordhausen ist geologisch gesehen eine Karst-Gegend, was in Zusammenhang mit fließendem Wasser u.U. solche Effekte haben kann,wie im vorliegenden Fall passiert. Aktuell soll geprüft werden,ob das sehr nahe gelegene Flüßchen "Salza" als Ursache in Frage kommt, man vermutet aufgrund des vielen Wassers im Loch eine Art unterirdischen Seitendarm,der das Gestein zum Korrodieren gebracht hat (auch eine Eigenschaft von Karstgestein).
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21.02.2016 00:40 Uhr von Old_Sparky
 
+3 | -0
 
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So viel Spekulation ist das garnicht,wenn man bedenkt das
"nur Mittelwerk ca. 120.000 m²" an Fläche hatte und die Stollen insgesamt mit etwa 20 Kilometern Länge in den Berg getrieben wurden.Die unterirdische Stollenanlage selbst ist aber mehr als doppelt so gross.
Da sind die 3 km Entfernung zur Unfallstelle also locker drin und vor allem sind wohl auch noch nicht alle Stollen vollständig erkundet oder gefunden worden
Auszug:
"Tunnel A und B waren jeweils etwa 1,8 Kilometer lang und hatten eine Höhe von etwa 30 Metern. Untereinander verbunden wurden sie von insgesamt 46 quer laufenden Tunneln. Die Gesamtlänge aller Tunnel betrug im Mai 1945 etwa 20 Kilometer, die Gesamtfläche lag bei über 250.000 m². Damit zählt der Dora-Mittelbau auch heute noch zu den größten unterirdischen Anlagen der Welt".

Die Geologen werden schon rausfinden woran es lag.
Ist nur schade um die eigentlich schöne Gegend,die unbewohnbar geworden ist ;)
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21.02.2016 00:50 Uhr von Marco Werner
 
+3 | -0
 
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@Old_Sparky
Wenn du mal nach Nordhausen kommst,würde ich dir empfehlen, mal einen Ausflug dorthin zu machen, man kann einen Teil der Stollen besichtigen. Als gebürtiger Nordhäuser war ich nicht nur 1x dort. 20km Länge bedeutet nämlich nicht zwangsläufig,daß da einfach ein 20km langer Tunnel gegraben wurde. Vielmehr kommt diese Länge durch die Kombination aus 2 Hauptstollen und Dutzenden davon abgehenden kleineren Nebenstollen zusammen. Hast du ja schon selbst zitiert.

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