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Frankreich: Abschaffung der 35-Stunden-Woche geplant

In Frankreich wird nur 35 Stunden pro Woche gearbeitet, was nun jedoch geändert werden soll.

Die Regierung plant eine Arbeitsmarktreform, nach der auch längere Arbeitszeiten möglich seien.

Präsident Holland hatte die Wahl mit dem Versprechen gewonnen, die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Bisher hat sich in dieser Richtung jedoch noch nichts getan.


WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Frankreich, Woche, Abschaffung
Quelle: focus.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.02.2016 15:43 Uhr von ar1234
 
+14 | -3
 
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@Mexicola88: Genau das wollte ich auch gerade anmerken. Die Verlängerung der Arbeitszeiten wird letztlich nur Arbeitsplätze kosten. Denn durch die Verlängerung der Arbeitszeit gibts ja nicht mehr zu tun. Aber Regierungen können derartig simple Mathematik schlicht und einfach nicht verstehen.
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19.02.2016 15:48 Uhr von blaupunkt123
 
+14 | -1
 
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Oh da muss aber Deutschland gleich nachziehen auf eine 50 Stunden Woche....
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19.02.2016 16:24 Uhr von Der_Zweite
 
+25 | -1
 
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Oh, dann brennt es bald wieder in Frankreich. Eins muss man den Franzosen lassen. Die lassen sich sowas nicht so einfach gefallen und grummeln nicht nur von der Couch aus. :)
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19.02.2016 16:42 Uhr von Perisecor
 
+10 | -15
 
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@ Mexicola88 @ ar1234

Es geht hier um Wettbewerbsfähigkeit. Und die steigt durch sowas natürlich.


@ Der_Zweite

Was Frankreich (oder auch Griechenland) dieses Gebaren bringt und gebracht hat sieht man ja.
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19.02.2016 17:14 Uhr von ar1234
 
+7 | -2
 
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@Perisecor: Die Wettbewerbsfähigkeit mag steigen, doch wo eine Firma aufgrund von mehr Wettbewerbsfähigkeit gewinnt, verliert eine andere. Wir haben in Deutschland bereits in einen Großteil der Stellen Wochenarbeitszeiten von 40 Stunden und mehr und in vielen Wirtschaftszweigen sind bezahlte und unbezahlte Überstunden an der Tagesordnung. Trotzdem haben wir unsere doch recht hohe Anzahl an Arbeitslosen.
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19.02.2016 17:31 Uhr von Perisecor
 
+6 | -15
 
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@ NurausVerzweiflung

"Warum nicht gleich die Sklaverei einführen."

Richtige Gegenargumente hast du offensichtlich nicht.


@ ar1234

Deutschland hat im Vergleich zu vielen anderen Staaten eine niedrige Arbeitslosenquote. Frankreich ist schlicht nicht wettbewerbsfähig - das liegt nicht nur an der wenigen Arbeitszeit, aber eben auch daran.
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19.02.2016 17:31 Uhr von FutureC
 
+4 | -2
 
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Wir müssten nur noch 5-10 Stunden pro Woche arbeiten, würde man die ganzen sinnlosen Beschäftigungsprogramme abschaffen wie komplizierte Gesetzt, Werbung, Vertreter-Werbetätigkeiten usw. und so fort...
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19.02.2016 19:29 Uhr von Gierin
 
+2 | -10
 
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Zum Thema "simple Mathematik" ein Beispiel:

Um eine bestimmte Anzahl Güter pro Woche zu produzieren braucht es 480 Arbeitskraftstunden (oder"Mannstunden"). Das heisst, in einer Fabrik mit 40 - Stundenwoche beschätigt man dafür 12 Arbeitskräfte. In einer Fabrik mit 30 - Stundenwoche dagegen 16. Wenn man bei beiden noch 4 Wochen Urlaub pro Jahr berücksichtigt, kommt man bei der 40er Fabrik auf mindestens 13 und bei der 30er Fabrik auf mindestens 18 Beschäftigte.

Die zwei Fabriken produzieren die genau gleiche Menge Güter. Allerdings muss die eine Firma (fast) fünf zusätzlichen Mitarbeitern den Lohn zahlen.
Jetzt die Quizfrage: Soll weniger Lohn gezahlt oder die Ware teurer verkauft werden?
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19.02.2016 20:47 Uhr von ar1234
 
+2 | -2
 
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@Gierin: Bei dem Beispiel darf man nicht vergessen, dass nur die Arbeiter selbst verdientes Geld ausgeben können. Wer nicht arbeitet, lebt entweder auf Kosten der Arbeiter oder bekommt einfach nix. In unserem Land wird der gesamte gezahlte Lohn ohnehin auf die Gesamtbevölkerung (um-)verteilt. Warum sollte man das mit der Arbeit nicht genauso machen? Die Arbeiter müssten dann alle weniger arbeiten aber hätten unterm letzten Strich genauso viel in der Tasche wie vorher und man müsste sich keine Sorgen mehr wegen Arbeitslosigkeit und Hartz 4 mehr machen und auch die Betriebe würden immer noch genau so viel ausgeben, wie vorher auch. Doch das währe einfach zu fair und man hätte keine faulen Hartzer zum schimpfen mehr und könnte nicht mehr mit arbeitslosigkeit drohen, wenns mal wieder um die nächste Lohnsenkung geht.

[ nachträglich editiert von ar1234 ]
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19.02.2016 21:11 Uhr von Gierin
 
+5 | -5
 
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@ar1234
Was Du da beschreibst nennt man "Sozialismus" und hat nie funktioniert.
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19.02.2016 21:14 Uhr von Humpelstilzchen
 
+3 | -2
 
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Wie immer Abschaffung von "Freiheiten" der arbeitenden Bevölkerung zugunsten nie endender Gier der Gewinnoptimierungssekte!
Mehr arbeiten, weniger verdienen, und trotz eventueller "Lohnerhöhungen" immer weniger Geld in der Tasche!
Ein "Phänomen", das nur solange funktioniert, wsolange das Volk sich weiterhin für blöd verkaufen lässt!
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19.02.2016 21:16 Uhr von FutureC
 
+2 | -7
 
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Heute werden 99% der Arbeiten von Robotern getätigt, nur durch die Schaffung so genannter "BULLSHIT-JOBS" (Siehe Youtube)hält man die Masse an Menschen bei der (sinnlosen)Arbeit...
Anstatt zum Beispiel eine Steuerberater dafür zu bezahlen dass er den "Staat austrickst" könnte man ihm einfach ein BGE geben(Das Geld für´s Nichtstun schenken)
Mit der Hälfte aller "Arbeitenden" könnte man sofort so verfahren...

[ nachträglich editiert von FutureC ]
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19.02.2016 21:22 Uhr von schaefchen11
 
+3 | -1
 
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@ Gierin
zum thema mathematik: wenn in deinem beispiel alle den selben stundenlohn haben ist die 30er fabrik nach deiner rechnung nur unwesentlich teurer.
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19.02.2016 22:44 Uhr von blaupunkt123
 
+3 | -2
 
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Und im Prinzip alles nur dank der Globalisierung.

Auf der einen Seite gibt es immer mehr Automatisierung, welche weniger Arbeit mit der gleichen Ausgabemenge ermöglichen würde. So könnten wir alle weniger Arbeiten, wenn jedes Land seine Ware für sich herstellen würde.

Aber der Kapitalist sieht ja nur, dass man jetzt für die ganze Welt produzieren kann.


Da kommt es natürlich gut, wenn man möglichst zum gleichen Lohn die Mitarbeiter noch ein paar Stunden extra ausbeuten kann, damit man noch mehr Ware für die Welt herstellen kann.
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20.02.2016 03:50 Uhr von Fomas
 
+6 | -0
 
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"Wettbewerb, pausenloses Wachstum, die Wirtschaft (damit die Reichen) stärken." Wann hört dieser neoliberale Wahnsinn endlich auf? Der "Liberalismus" hat schon Anfang des 20. Jahrhunderts gezeigt, dass er zum Scheitern verurteilt ist. Und das wird er auch unter seinem neuen Namen "Neo"liberalismus wieder. Dass wir unsere Freizeit und unsere sozialen Kontakte, alles was wirklich wichtig ist im Leben, einem schwammigen Begriff wie dem "Markt" opfern sollen, muss aufhören. Eine humanere Wirtschaftsform muss her.
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20.02.2016 09:02 Uhr von lamor200
 
+1 | -1
 
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Naja es wäre doch denkbar, das man anstatt 8 Stunden am Tag nur 6 Stunden arbeiten müsste bei vollem Gehalt. Die Differenz wird vom Staat getragen denn dadurch können mehr Leute eingestellt werden was weniger arbeitslose bedeutete.
Das Geld muss schließlich so oder so ausgegeben werden
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20.02.2016 10:11 Uhr von speculator
 
+1 | -2
 
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@Gierin - zu Deinem Post auf Seite 1:

"...Jetzt die Quizfrage: Soll weniger Lohn gezahlt oder die Ware teurer verkauft werden?"

Du hast die 3. Option vergessen:
Weniger Profit machen!
Denn da liegt der Hund begraben:
Die Wettbewerbsfähigkeit steigern zu wollen zielt letzten Endes nicht auf den Markt der Güter, sondern auf den Kapitalmarkt, weil zB: Anteilseigner erwarten, dass Aktienkurse und Dividenden steigen; Kredite nur an Firmen vergeben werden die maximal profitabel arbeiten (Basel 3 od. 4), usw...

Wäre der Kapitalmarkt ebenso reguliert und mit Abgaben belastet, wie es der Markt der Güter (Ein-/Ausfuhrbestimmungen, Zoll, Umsatzsteuer,...) und der Arbeitsmarkt (Arbeits- u. Sozialgesetze, Einkommenssteuer, Sozialversicherung,...) sind, dann wären nur noch langfristige, nachhaltige Anlagen rentabel und das quartalsweise "Shareholders Value"-Denken hätte ein Ende, was Voraussetzung für eine gesündere Weltwirtschaft wäre, die es nicht nötig hat Arbeitnehmer, kleine Unternehmen und Selbständige in einer schneller werdenden Abwärtsspirale auszubeuten.
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20.02.2016 12:20 Uhr von Gierin
 
+2 | -0
 
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@speculator
Es gibt nicht nur diese dritte Option, sondern noch viele andere. Das Problem dabei ist: Egal was ´die 30er´ macht, die ´40er´ kann das gleiche (nach)machen und hat wieder einen Vorsprung!
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20.02.2016 12:35 Uhr von speculator
 
+1 | -0
 
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@Gierin
Touché!

- Letztenendes scheitert tatsächlich alles an der Realität, denn niemals werden internationale Abkommen Sachen wie die 30 Stunden Woche festschreiben, inkl. Strafzölle auf Waren aus Ländern die diese Abkommen nicht ratifizieren und niemals wird sich was dran ändern, daß die Regierungen Politik für die Finanzeliten machen...
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20.02.2016 16:19 Uhr von shadow#
 
+1 | -0
 
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Und die Engländer jammern derweile, dass die Arbeitszeitobergrenzen(!) der EU ihre Wettbewerbsfähigkeit behindern würde.
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22.02.2016 16:12 Uhr von geznicht
 
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Die Bürger müssen beschäftigt werden. Ob sinnvoll oder schwachsinnig, sonst fangen die Bürger an zu denken.
Also, möglichst die lange Lebenszeit mit sinnlosem vergeuden und anschliessend die Glotze mit Staatspropadanda konsumieren.
Und immer schön abhängig vom Vater "Staat" bleiben. Das sichert die Macht!!!

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