15.02.16 19:09 Uhr
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Brüssel: Europas Stahlkocher gehen gegen China-Konkurrenz auf die Straße

Tausende europäischer Stahlarbeiter haben heute in Brüssel gegen die Billigkonkurrenz aus China protestiert.

Sie werfen den chinesischen Herstellern vor, ihre Stahlsorten zu Dumping-Preisen auf den europäischen Markt zu bringen.

Die EU-Kommission hat bereits in mehreren Fällen Strafzölle verhängt. Die EU ist weltweit nach China der zweitgrößte Stahlproduzent.


WebReporter: MR.Minus
Rubrik:   Wirtschaft / Firmennews
Schlagworte: China, Straße, Konkurrenz, Brüssel
Quelle: tagesschau.de
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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.02.2016 19:50 Uhr von GreatApollon
 
+4 | -2
 
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Haben die deutschen Stahkocher auch mal auf die aktuellen Eisenerzpreise geschaut ? Der Preis ist innerhalb der letzten 3 Jahre um mehr als 70% gefallen.

Strafzölle werden den Niedergang der verbleibenden deutschen Stahl-Industrie nur noch beschleunigen.
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15.02.2016 20:11 Uhr von det_var_icke_mig
 
+3 | -1
 
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@GreatApollon: das musst mir als nicht BWLer mal erklären: ich dachte bis jetzt, dass Strafzöller erhoben werden um ausländische Konkurrenzprodukte teurer und somit die einheimischen attraktiver zu machen

wieso sollten also die Strafzölle den Niedergang beschleunigen?
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15.02.2016 20:17 Uhr von doncazadore
 
+2 | -4
 
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hab ich irgendetwas verpaßt, oder hat der kapitalismus nicht immer die besten verwertungsbedingungen für kapital gesucht.
das können die deutschen stahlarbeiter den chinesischen kapitalisten nicht ankreiden.angebot und nachfrage regulieren den markt- ist doch wohl ein pfeiler dieser wirtschaft.und wer billiger anbietet, macht das rennen.
da sind dann wohl die deutschen löhne im wege. auch das wird sich ändern, wenn deutsche stahlkonzerne keine gewinne mehr machen können. die " auslagerung " von produktion in billiglohnländer ist da der bereits praktizierte ausweg. und der massenhafte zustrom von potenziell billigen arbeitskräften.


[ nachträglich editiert von doncazadore ]
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15.02.2016 20:56 Uhr von doncazadore
 
+2 | -4
 
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nochmal für alle die sich hier ständig über ausländer jeder form erbosen,
fragt doch mal morgen euren chef, ob er nicht für 5 Euro einen einstellen würde, der eure arbeit macht.
nicht die nehmen euch die arbeit weg, sondern der chef, der DAMIT mehr gewinn macht.
das ist der sinn dieser politik. schon vor der zuwanderung hat die " arbeiterpartei " spd unter schröder den sozialabbau massiv betrieben.und die milliarden, die heute für billige arbeitskräfte ausgegeben werden, bezahlt ihr als steuerzahler dann auch noch.
dann kanalisiert euren frust doch bitte gegen die herrschende politik und nicht gegen den, der noch ärmer ist.
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15.02.2016 20:58 Uhr von Truth_Hurts
 
+2 | -1
 
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Ob Stahlkocher oder jede andere Branche: Stets wird mit dem Konkurrenzdruck aus Fernost argumentiert.

Klar, mit einem Monatslohn von 80 bis 100€ können wir nicht konkurrieren... aber wollen wir das?

Klar, die Chinesen bauen Autos die unseren "frappierend ähnlich" sehen, aber ein Blick hinter die Kulissen? Besser nicht. Die Haptik die ein neuer Audi bietet... egal was man berührt es fühlt sich einfach... wertig an. Kein klappern bei der Fahrt wie man es von Amis kennt, alles im Blickfeld verströmt den Eindruck "wertig".

Oder um mal auf die Insel zu gehen... das Gefühl dass einem ein Aston Martin bietet kriegt man in Fernost einfach nicht hin.
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15.02.2016 20:58 Uhr von det_var_icke_mig
 
+2 | -1
 
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@doncazadore: was hat das mit der News zu tun?

und warum krieg ich ein Minus für eine Verständnissfrage?
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15.02.2016 21:10 Uhr von doncazadore
 
+0 | -0
 
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@truth_hurts
ich glaube kaum,dass ein unternehmen interessiert,ob du das willst. wenn du nicht willst, bist du mal einfach draussen.
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15.02.2016 21:22 Uhr von diana44
 
+1 | -0
 
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China oder die USA haben nicht so strenge Umweltauflagen wie die EU.
Jedes Jahr müssen die europäischen Stahlkonzerne Emmissionsrechte für Hunderte Millionen € von Brüssel kaufen, da kann man preislich nicht mehr mithalten.
Das hat nichts mit Billiglöhnen zu tun.

https://www.tagesschau.de/...
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15.02.2016 21:22 Uhr von doncazadore
 
+2 | -1
 
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@truth_hurts
dein audi wird aber auch nicht in deutschland gebaut.
ob du mit einem monatslohn von 80 bis 100 Euro konkurrieren WILLST interessiert doch das unternehmen nicht.
ich führe das jetzt nicht weiter aus,weil es mich müde macht.
siehe oben unter verwertungsbedingungen für kapital.
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15.02.2016 21:48 Uhr von doncazadore
 
+1 | -0
 
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@det_war_icke_mig
ich entschuldige mich für für meine minus- reaktion.
mit der news hat das schon zu tun, es wirken hier marktwirtschaftliche gesetze.
strafzölle sind ein mittel staatlicher regulation des marktes. die multinationalen konzerne haben aber bisher noch jede nationalstaatliche regulation unterlaufen und machen in deutschland zu, weil sie das produkt in china billiger kaufen oder an anderen standorten billiger produzieren können.
kapital ist international, nur die arbeiter zerstreiten sich in nationalen interessen, statt sich international zu organisieren.
ich bin auch nicht immer emotionslos, also sieh mir das mal nach.

[ nachträglich editiert von doncazadore ]
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15.02.2016 22:23 Uhr von CoffeMaker
 
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"nochmal für alle die sich hier ständig über ausländer jeder form erbosen,
fragt doch mal morgen euren chef, ob er nicht für 5 Euro einen einstellen würde, der eure arbeit macht.
nicht die nehmen euch die arbeit weg, sondern der chef, der DAMIT mehr gewinn macht."

Das ist linksgrüne Rhetorik. Viele Ausländer kommen hier her arbeiten weil das Geld was sie hier verdienen, selbst wenn sie hier nur die Hälfte vom deutschen Lohn bekommen, in ihrer Heimat mehr Wert ist als bei uns. Die arbeiten ein Jahr hier und können sich in ihrem Heimatland ein Haus bauen. Trotzdem sie für Dumpinglöhne hier arbeiten schaffen sie sich etwas, was ein Deutscher im Dumpinglohnverhältnis nicht sagen kann deswegen gehen hier auch viele nicht für einen Appel und nem Ei arbeiten, es sei es ist ein Zuverdienst weil der Partner einen gut bezahlten Job hat oder beide zusammen dann mehr Geld haben. Als Singel arbeiten zugehen und trotzdem noch von der Hand in den Mund leben macht kein Sinn.

Jetzt zu sagen das die Arbeitgeber schuld sind wäre sehr einseitig. Dies würde nur zutreffen wenn sie sich die Arbeitskräfte importieren. Aber das machen sie ja nicht. Sie nehmen nur Angebote wahr. Ist doch bei einer Ausschreibung auch nicht anders. Wenn ein Projekt ausgeschrieben wird und eine Firma billiger ist und den Zuschalg bekommt hat dann der Auftraggeber schuld das deine Firma den Auftrag nicht bekommen hat oder die Konkurrenzfirma die das für die Hälfte macht?

Und dann bleibt da noch die Frage in wiefern die Leute schuld sind die es erst möglich machen (Politiker). Weil ohne diesen Leuten und ihren Entscheidungen (Deutschland hat Arbeitskräftemangel also alle Mann rein hier) würde sowas erst garnicht passieren.
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16.02.2016 12:27 Uhr von doncazadore
 
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das ist keine linksgrüne rhetorik, das ist kapitalismus.

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