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Urteil: Arbeitgeber darf den Browserverlauf von Mitarbeitern einsehen

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat entschieden, dass Arbeitgeber sich Einblick in den Browserverlauf ihrer Mitarbeiter verschaffen dürfen. (Az. 5 Sa 657/15)

Nur so könne der Arbeitgeber im Falle einer Kündigung die unerlaubte Internetnutzung nachweisen, erklärten die Richter.

Bei diesem Fall hatte ein Chef seinen Angestellten gekündigt, weil dieser an fünf von 30 Arbeitstagen privat im Internet gesurft hatte. Die Richter sahen die sofortige Kündigung als rechtens an.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Kündigung, Arbeitgeber, Browserverlauf
Quelle: spiegel.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.02.2016 18:35 Uhr von Borgir
 
+6 | -3
 
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Browserverlauf löschen?
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12.02.2016 18:38 Uhr von Sijamboi
 
+3 | -0
 
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Az. 5 Sa 657/15
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12.02.2016 19:37 Uhr von tulex
 
+7 | -2
 
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In den Einstellungen den Verlauf deaktivieren, presto.
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12.02.2016 22:51 Uhr von MBGucky
 
+2 | -1
 
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Das gilt aber auch nur, wenn der Arbeitgeber die private Nutzung komplett untersagt. Sobald er z.B. in der Mittagspause die private Nutzung gestattet, darf er den Browserverlauf nicht mehr einsehen.
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12.02.2016 23:28 Uhr von Perisecor
 
+3 | -1
 
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@ MBGucky

Das ist in dieser Absolutheit schlicht unkorrekt.

Sobald die private Internetnutzung explizit gestattet wurde gibt es höhere datenschutzrechtliche Hürden, aber auch die lassen sich nehmen - beispielsweise durch einen gut formulierten Internetnutzungsvertrag zwischen AG und AN.
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13.02.2016 00:00 Uhr von Petrel
 
+4 | -0
 
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fuer mich ist es eine selbstverstaendlichkeit einen firmenrechner nur fuer dienstliche zwecke zu benutzen. die frage der disziplin und des charakters des einzelnen firmenmitglieds kann daran ermessen werden.
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13.02.2016 02:59 Uhr von bigpapa
 
+2 | -1
 
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@Borgir

Wie kommst du auf die Idee das in einer Firma mit eine Administrator der was von sein Job versteht ein Mitarbeiter DIREKTEN Zugang zum Internet hat. ???

Den lässt man gefälligst über ein Gateway-Rechner ins Internet. Das macht man allein deshalb, um die Firma zu schützen. (Firewall, Protokolle etc.).

Da ist dein Browserverlauf so was von unwichtig.

Hier geht es nur darum von wem diese Protokolle eingesehen werden dürfen. Und viel wichtiger ob das was man sieht der Geheimhaltung unterliegt (ähnlich einer anwaltlichen Schweigepflicht) oder verwendet werden darf.

Dreh den Spieß doch mal um. Der Mitarbeiter zieht sich illegale Sachen, Die Kripo steht vor der Tür. Und nun. ?
Dann ist die Firma dafür haftend wenn sie ihre Hausaufgaben nicht gemacht hat.

Bei uns in der Firma durfte zwar in vernünftigen Masse das Internet privat genutzt werden, ABER jeder Mitarbeiter wurde darüber informiert das seine Seitenaufrufe und Downloads geloggt wurden. Das hat in meiner ganzen Zeit problemlos geklappt. Mitarbeiter die sich ihre Privaten Emails angesehen haben, wurde geraten sich über das Web-Portal ihres E-Mail-Anbieter einzuloggen.

Gruß

BIGPAPA
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13.02.2016 11:04 Uhr von Kaputt
 
+1 | -0
 
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"In den Einstellungen den Verlauf deaktivieren, presto."

Gute Firmennetzwerke haben einen Proxy. Da werden die Internetzugriffe samt IP ebenfalls geloggt.
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13.02.2016 12:33 Uhr von VincentCostello
 
+1 | -0
 
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Man kann den Verlauf löschen aber auf den Servern sieht man wer was mit seiner Kennung alles gemacht hat .
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16.02.2016 20:50 Uhr von shadow#
 
+0 | -0
 
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Das Urteil wird wahrscheinlich vom Bundesarbeitsgericht kassiert, wenn es vorher keine Abmahnung gab.
Interessant zu wissen wäre auch erst mal, ob er lediglich an 5 von 30 Tagen privat im Internet unterwegs war oder ob er 1/6 seiner "Arbeitszeit" auf Facebook verbracht hat.

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