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München: Trotz Zugkatastrophe tanzte Bürgermeister auf dem Viktualienmarkt

Ausgelassene Stimmung herrschte beim Faschingstreiben auf dem Viktualienmarkt in München. Das traditionelle Tanzen der Marktweiber wurde trotz des zu diesem Zeitpunkt bekannten schweren Zugunglücks bei Bad Aibling von Oberbürgermeister Dieter Reiter mit einem Wiener Walzer eröffnet.

Viele Schaulustige der Veranstaltung zeigten verschiedene Reaktionen angesichts des entsetzlichen Unglücks. Von Verwunderung über die fehlende Absage bis zur Äußerung, "so etwas kommt nie zur rechten Zeit" sei die Bandbreite der Bekundungen gewesen.

Ein in einem Zebrakostüm feiernder Mann zeigt Betroffenheit. Er fand es gut, dass die Faschingsgaudi "ihren weiteren üblichen Lauf nimmt". Trotzdem fühle er mit den Opfern und deren Angehörigen. Eine Schweigeminute, so der Faschingsfreund, hätte er wegen Stimmungsumkehr für keine gute Idee gehalten.


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WebReporter: LuckyBull
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: München, Bürgermeister, Viktualienmarkt
Quelle: tz.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.02.2016 17:06 Uhr von Krambambulli
 
+12 | -2
 
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So ein Bürgermeister hat eben Verpflichtungen komme was da wolle.Hier tanzt er bestimmt gerade mit der Ehefrau des Vorstandsvorsitzenden vom ortsansässigen Kaninchenverein.
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09.02.2016 17:21 Uhr von Denk-Mal
 
+16 | -1
 
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So ist das Leben.
Die Toten tanzen nicht mehr.
Und die Schwerstverletzten werden sicher sagen: Feiert was das Zeug hält. Recht so. Man lebt nur jetzt.
Die Betroffenheit und das Mitgefühl wird abends kommen, beim sehen der Nachrichten. Und wird es ehrlich sein.
Schuld und Schuldgefühle einzureden, war seit Menschen Gedenken immer ein Machtmittel der Kirche und der Mächtigen zur Unterdrückung des Volkes.
Auch heute noch und da aktuell besonders beliebt, die angebliche Schuld der Deutschen an den Kriegen.

Im stillen Gebet und Mitgefühl.
Aber eigentlich geht das hier niemanden was an, ist (m)eine private Sache.

[ nachträglich editiert von Denk-Mal ]
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09.02.2016 17:25 Uhr von CyranoHercules
 
+14 | -2
 
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Jeden gottverdammten Tag verhungern hunderte Kinder. Deswegen habe ich noch keinen Promi oder Normalo einer Veranstaltung fernbleiben sehen. Jetzt, wo das Leid ein wenig näher rückt, schreien die Scheinmoralischen nach Trauerflor cund Grabesstimmung. Mal die Kirche im Dorf lassen.
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09.02.2016 17:35 Uhr von Der_Riechel
 
+1 | -5
 
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Wäre es denn möglich , das es sich um einen Terroranschlag gehandelt hat?
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09.02.2016 17:55 Uhr von Justus5
 
+6 | -1
 
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Dieter Reiter ist nicht der Bürgermeister von Bad Aibling.
Und deswegen ists egal.
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09.02.2016 18:55 Uhr von Suffkopp
 
+2 | -3
 
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Rechts so. Hätte er abgesagt wären doch wieder die ganzen Sachen wie "jaja, wenn das man wirklich deswegen war" angekommen.

He Jungs - Düsseldorf wird im Sommer nachgeholt.
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09.02.2016 19:52 Uhr von Mauzen
 
+5 | -1
 
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Immer dieses dämliche, pseudohafte Regionalmitgefühl.
Gibts da eigentlich endlich mal eine offizielle Zahl? Bis wie viel Kilometer Entfernung zu einem Unglück muss man noch Mitgefühl heucheln? Ab welchem Abstand darf man wieder Spaß haben, ohne dass dann die Zeitungen über einen schreiben?
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09.02.2016 21:32 Uhr von blaupunkt123
 
+2 | -1
 
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Auch wenn sowas tragisch ist, man erfährt es in den Medien und jeder kann so teilhaben wie er möchte.


Aber wenn es darum geht, passiert jede Minute etwas schlimmes auf der Welt und jede Sekunde stirbt ein Mensch.
So dürfte eigentlich keiner mehr lachen.

Die Welt kann deswegen nicht anhalten.

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