08.02.16 11:34 Uhr
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Bundesbank und Frankreichs Notenbank fordern Euro-Finanzministerium

Die Notenbankchefs von Frankreich und Deutschland fordern eine Reform der Euro-Zone.

Francois Villeroy de Galhau und Jens Weidmann plädieren in einem gemeinsamen Gastbeitrag für die "Süddeutsche Zeitung" dafür, dass die Euroländer in erheblichem Maße Souveränität und Befugnisse auf die europäische Ebene übertragen.

"Eine stärkere Integration scheint der naheliegende Weg zu sein, um das Vertrauen in den Euro-Raum wiederherzustellen", so die beiden Zentralbankchefs.


WebReporter: 55Karadeniz55
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Bundesbank, Notenbank, Finanzministerium
Quelle: spiegel.de

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08.02.2016 11:53 Uhr von NilsGH
 
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Generell genau die richtige Idee, die man von Anfang an hätte verfolgen müssen.

Sie kommt nur viele Jahre zu spät und wird nicht so umgesetzt werden, wie es sein müsste.

Hätte man die Idee eines geeinten Europas wirklich Ernst genommen, hätte man mit der Gründung der EU einen sukzessiven Aufbau einer einheitlichen Gesetzgebung für alle Staaten beschlossen. Dafür hätte ein übergeordneter europäischer Ministerialapparat aufgebaut werden müssen, der auch ein einheitliches Finanzsystem entwirft. Effekte: Austrocknung der Steueroasen, Einschränkung des Bankengezockes, Angleichung der staatlichen Finanzsysteme durch einheitlichen Rahmen.

So hätte es die groß angelegten Steuerbetrügereien in verschiedenen Ländern Europas der letzten Jahre (darunter auch Deutschland, im Übrigen) nicht gegeben.

Aber SO war das ja nie gewollt. Stellt euch mal vor, Schwarzer und Konsorten, Starbucks, Amazon und Kollegen hätten keine Steueroasen mehr ... Was da los wäre.

Jetzt ist es zu spät für sowas: Die Länder Europas wollen politisch alle in unterschiedliche Richtungen, jeder will nur noch sein Stück vom Finanzkuchen retten, gewisse Staaten werden mit dem Finanzdiktat versklavt und Großbritannien kriegt wiedermal weitreichende Ausnahmeregeln, damit sie nicht vollends aus der Union fallen.

Und dann kommen diese Hansel mit solch einem Vorschlag? O.o

Wie soll das denn bitte laufen?

Aber die Wahrheit steckt mal wieder im letzten Zitat: Man spricht von "Vertrauen". Es geht gar nicht um ein einheitliches Finanzsystem, von dem die Bevölkerung profitieren würde. Die "Märkte" sollen beruhigt werden, die Kapitalspekulanten schreien nach "Sicherheit" für ihre Hochrisikogeschäfte. Sprich: Es soll ein Ministerium geben, das mal wieder die Fehlinvestitionen der "systemrelevanten" Banken auf die Allgemeinheit abwälzt und gleichzeitig die Gewinne auch juristisch legitim privatisiert. Also Erhaltung des Status Quo durch eine Institutionalisierung des Unrechts.
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08.02.2016 11:57 Uhr von G-H-Gerger
 
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Es ist nie zu spät. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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