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Landgericht Neubrandenburg: Geplanter Auschwitz-Prozess droht zu scheitern

Ab dem 29. Februar sollte sich Hubert Z. (95) für seine Beihilfe in mindestens 3.681 Mordfällen vor dem Gericht Neubrandenburg verantworten. Jetzt sieht es aber danach aus, dass die zuständige Staatsanwalt gar nicht vor hat, den Prozess ordentlich zu beginnen.

Der Staatsanwalt lehnte unter anderem den Richter und den Berichterstatter wegen angeblicher Befangenheit ab. Auch hat er für die drei Verhandlungstermine weder Zeugen noch Beweismittel herbeigebracht. Zudem wurde dem Angeklagten 2015 die Verhandlungsunfähigkeit attestiert.

Nebenkläger Cornelius Nestler meint, dass das Gericht einfach nicht will, dass der Fall Hubert Z. verhandelt wird. Er fragt sich nun, ob die Aufklärung der Vorwürfe gegen Z. am Ende eine Sache des Überlebenden wäre.


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WebReporter: Sijamboi
Rubrik:   Brennpunkte / Rechtsstreit
Schlagworte: Prozess, Landgericht, Auschwitz, Konzentrationslager, Neubrandenburg
Quelle: ndr.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.01.2016 17:01 Uhr von Luckypuke
 
+15 | -3
 
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70 Jahre später, irgendwann muss mal gut sein...und ob das Sinn macht, einen Greis zu verurteilen, welcher gesundheitlich angeschlagen ist, na ja...
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30.01.2016 18:54 Uhr von Der_Linke
 
+7 | -2
 
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"Die wollen einen 95-jährigen bestrafen? Wenn die Morde stimmen, gehörte (Vergangenheit) er bestraft, jetzt ist es zu spät."

Aber Mord verjährt nie. Das was die Staatsanwaltschaft macht, ist keine Willkür, sondern den Regeln gerecht.
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30.01.2016 20:51 Uhr von CoffeMaker
 
+5 | -4
 
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"Aber Mord verjährt nie. Das was die Staatsanwaltschaft macht, ist keine Willkür, sondern den Regeln gerecht. "

Mag sein aber trotzdem sinnlose Aktion die nur Geld kostet. Der Junge ist fast tot, sabbert vermutlich irgendwo in einem Rollstuhl vor sich hin und nimmt seine Umwelt schon garnicht mehr wahr. Da könnte man auch Leichen ausbuddeln und den Prozess machen.
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30.01.2016 21:23 Uhr von shadow#
 
+3 | -1
 
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Seine Story hat er seltsamerweise ja noch gut im Kopf. Es ist völlig unmöglich, heute einen solchen Prozess zu führen. Wie auch?
Und selbst wenn, mehr als ihm als Strafe ein Poster ins Hospiz zu hängen ist sowieso nicht drin http://ichef.bbci.co.uk/...


Und welche Knalltüte hat es eigentlich für nötig erachtet, einen dementen alten Mann mehrere Wochen in Untersuchungshaft zu stecken, um ihm anschließend mit der Entschädigung dafür die Rente aufzubessern?
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30.01.2016 21:39 Uhr von Der_Linke
 
+3 | -2
 
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"Mag sein aber trotzdem sinnlose Aktion die nur Geld kostet. Der Junge ist fast tot, sabbert vermutlich irgendwo in einem Rollstuhl vor sich hin und nimmt seine Umwelt schon garnicht mehr wahr. Da könnte man auch Leichen ausbuddeln und den Prozess machen."

Ob sinnlos oder nicht. Mord bleibt Mord. Ich finde es auch bescheuert. Aber so ist es nun mal. Stell dir mal vor du hast noch 30 Tage zu leben und wirst ermordet. Und der Täter wird frei gesprochen? Sinnlos oder nicht?
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01.02.2016 11:42 Uhr von nick-steel
 
+0 | -0
 
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Mit anderen Worten: "Ein Schauprozess aus politisch kalkulierten Gründen" !!!

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