29.01.16 08:54 Uhr
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Immer mehr Flüchtlinge verklagen das Bamf wegen Untätigkeit

2.299 Klagen hatten Flüchtlinge zum Jahresende 2015 gegen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) angestrebt. Dabei werfen diese dem Amt Untätigkeit in der Bearbeitung ihrer Asylanträge vor. Dies berichtet die "Thüringer Allgemeine" und beruft sich auf eine Anfrage an das Innenministerium.

Die meisten Klagen ergingen dabei durch Afghanen (560), worauf Iraker (337) folgen. Aus Eritrea stammende Flüchtlinge klagten 217 Mal und Syrer reichten 207 Klagen ein. Dabei würde es teils schon Monate dauern, bis Flüchtlinge überhaupt einen Antrag auf Asyl stellen können.

Dies erklärte die Linken-Politikerin Sevim Dagdelen, die zudem klar machte, dass die Bundesregierung dem Bamf immer mehr Arbeit aufbürden würde und sich Verfahren dadurch noch weiter verzögern würden. Dies sei untragbar und auch rechtswidrig und führe zu den vielen Klagen.